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Ich habe wieder einmal an meinen Social-Media-Profilen gebastelt:

Specializing in: Control systems, software development for measurement data analysis, IT security, troubleshooting and reverse engineering systems with physical (hydraulic) and software (control) components.

I am running a small engineering consultancy together with my husband. We are both physicists, and we focus on designing, programming, and troubleshooting control systems for heating / solar systems, especially heat pump systems with a combination of uncommon heat sources and custom control. For more than 10 years I have implemented, reviewed, and troubleshooted public key infrastructures, and I still do this for some long-term clients.

I am blogging about this and about related science and engineering topics at https://elkement.blog.

Im Gegensatz zum Blog ist diese Site eher ein erweitertes Profil / About Me / meine manuell befüllte WHOAMI-Maschine.

Ich denke nach über das Herumklettern auf verschiedenen Schichten des Software-Stacks. tl;dr: Langsam komme ich wieder zurück / auf den Urgrund der unteren Ebenen - näher zu Hardware, Elektronik, Regelungen, Feldbussen etc.

Vor Jahrzehnten hatte ich als Physikstudentin in den Elektroniklehrveranstaltungen über Mikrocontroller gelernt - und dann Sensoren und Aktoren anprogrammiert in Turbo Pascal - zur Messung der elektrischen Eigenschaften von Hochtemperatursupraleitern bei tiefen Temperaturen. Aber dann gab's einen Sprung ganz nach oben, nach KlickiBunti beim Wechsel von 'Forschung in die IT' - Microsoft-Scripting-Sprachen: VBA, VBScript, ASP. Auch die erste Version der numerischen Simulation war ein Excel-Sheet und dann eine VBA-Applikation.

Ich habe die IT 'offiziell verlassen' und gegen 'Erneuerbare Energien' eintauschen müssen und wieder an den Grund (der Software-Sedimente) zu tauchen. Als ich Dinosaurier wieder zur Studentin wurde (Energietechnik) war ich in Gruppenprojekten immer der Excel-Programmierer im Team. Und dann: SQL-Server und Transact-SQL für die Messdatenanalyse. Simulation nochmals ganz neu - jetzt in Visual Basic.NET, endlich auch in wirklich objektorientiertem Design. Zum Aufwärmen dafür: Alle unsere Websites 'from scratch' in .NET. Die Datenkrake verwendet eine Mischung aus Powershell und SQL-Script.

Endlich kann ich alle meine Prozessorkerne in der Simulation nutzen - und eine Reihen von Performance-Engpässen sind beseitigt. Ich habe Joel on Software von Anfang bis Ende gelesen - um die Ära 'meiner Zeit in der IT' nachzuerleben und um ein bisschen Grundlagen nachzutanken. Ich klickte auf jedem Link und bin bei Structure and Interpretation of Computer Programs hängengeblieben (SICP) - die beste Vorlesung, die ich jemals 'besucht hatte': Gleichzeitig philosophisch tief und praktisch sofort nützlich. Meine Simulationen wurden um einen Faktor schneller.

Um immer wichtig war: Reverse Engineering und Debuggen - immer so tief und auf dem Level, auf dem ich Software gerade verstanden hatte. Als meine offizielle Rolle IT Security / Public Key Infrastructure Consultant war, war der beste Task immer das Ausschnüffeln und Tracen von exotischen Problemen mit X.509-Zertifikaten, das Durcharbeiten von RFCs. Jedes Mal, als ich selbst nur der Kunde war, endete es mit Low-Level-Debugging - z.B. als sich mein Mail-Client und ein Mailserver nicht verstanden... und ich eigentlich nur eine Rechnung signiert habe wollte mit dieser SMTP-Signaturlösung.

Dann habe ich endlich C/C++ gelernt und viel über Assembler und Reverse Engineering / Malware-Analyse gelesen. Nur so kann man eigentlich auch das letzte Kapitel von SICP wirklich schätzen und die selbstbezügliche Eleganz von Compilern und Interpretern.

Um mir den Stack (den im Memory) vorzustellen - und was in den Registern passiert, griff ich zu meinem Jahrzehnte alten Elektronik-Buch, Kapitel Mikrocontroller. Und dann ... Erkenntnis! Die wesentlichen Grundlagen haben sich nicht dramatisch geändert. Verschiedene Prozessoren nutzen verschiedene Instruction Sets, und wir haben uns gesteigert - 8bit, 16bit, 32bit... Aber die Essenz der Erklärung - was ein Stack ist und wie man mit Return zurückfindet aus einer Funktion - sind noch genauso gültig wie zu der Zeit als dieses Buch und SICP neu waren.

Alles passt zusammen: C ist fast eine Voraussetzung um Feldbus-Kommunikation die Beschreibungen dazu in den Standards zu verstehen. Und (unsere) Steuerungen verwenden Feldbusse. Und außerdem ist man als (Nicht-unbedingt-Software-)Ingenieur immer auch Detektiv - wenn man Software aus der Steinzeit reverse engineered um sie überhaupt verwenden zu können.

Eigentlich der logische Platz, an dem man sein sollte: Als Physiker in der IT, oder Ingenieur mit IT-Tools oder was auch immer.

Und jetzt: Weiter zu Python!

 

Ich sage ja oft: Eigentlich / wirklich / im Grund ist alles was ich mache ... Reverse Engineering von Blackboxen! Das betrifft Software, Drähte, Hydraulik - und alles dazwischen, wie die Steuerung.

Irgendwann war ich offiziell technischer Spezialist für bestimmte (Software-)Produkte. Da nimmt der Kunde an, man hätte langjährige Erfahrungen und zig Schulungen hinter sich. De facto hab ich manchmal das betreffende Produkt am Wochenende vor dem Auftritt als Experte auseinander genommen und untersucht.

Was verbinde ich mit Reverse Engineering?

Pragmatischer Ansatz - 80/20. Jahrelang hatte ich an akademischen Publikationen gefeilt: Jede Formulierung x-mal umgedreht - oft nach zermürbenden Besprechungen, um die These wasserdicht zu machen, jedes Messergebnis hinterfragt. Und dann flog ich durch ein Wurmloch in die Welt des kleinen Computer-Fuzzis: Du stehst beim Kunden vor der störrischen Maschine und musst ein Problem lösen. Besser schnell als perfekt.

Jahre später könnte man dazu vielleicht sogar ein wissenschaftliches Paper schreiben. Das ist aber uninteressant, weil es nicht darum geht, andere Experten in demselben Fach zu beeindrucken. Ein dringendes Problem muss behoben werden, hier und jetzt ... aber nicht mehr.

Tiefe und Breite. Ja, man muss beim Reverse Engineering und Troubleshooting 'out-of-the-box' denken, wie man heute sagt. Das bedeutet aber nicht, dass es unwichtig wäre, Grundlagen und 'Theorie' zu betroffenen Problem zu lernen. Für optimal halte ich die Kombination von tiefem Wissen in einem Spezialgebiet - jenes, das man sich auch offiziell auf die Fahnen heftet - und breitem Halbwissen über die Gebiete darum herum. Also so, dass man mittels gezieltem Schnüffeln / Debuggen / Forschen auch in diese Gebiete tiefer eindringen kann und eventuell ein langsam ein neues Spezialgebiet erorbert.

Ursprünglich war mein Thema: Public Key Infrastructure, nun sind es seit einiger Zeit Wärmepumpen und Thermodynamik. Und plötzlich ergibt sich die Notwendigkeit, sich mit CAN-Bus-Netzwerkprotokollen zu beschäftigen, oder mit Wärmepumpen ohne elektrisch angetriebenem Kompressor.

Kein falscher Stolz. Es ist interessant und lohnend - und vor allem praktisch - an Problemen zu tüftlen, die man alleiner lösen kann. Ohne große Support-Organisation und Entwicklungsabteilung im Hintergrund. Besser einmal kurz sniffen und tracen als zu versuchen, einer Kontakt zu dem menschlichen Schöpfer der Blackbox herzustellen - einer unbekannten menschlichen Lebensform die vielleicht oder vielleicht auch nicht in einer Firma mit 1000en Mitarbeitern arbeitet.

Aber Aufwand/Nutzen für Sniffen versus Kontak sollte pragmatisch abgewogen werden - es ist manchmal nicht leicht, den Geek-Ethos zu dämpfen und sich durchzutelefonieren oder -e-mailen. Ich habe Social Engineering betrieben (mit guter Absicht!) ohne es wissen, um an Manuals, Passwörter etc. zu gelanden.

Letzendlich kann es Win-Win-Situation werden für alle Beteiligten - es gibt keine Art des Lernens, die so effizient ist wie das Fachsimpeln mit Kollegen. Und es gibt keine Art des 'Netzwerkens' die so sinnvoll und selbstverständlich ist wie Fachkollegen 'im Notfall' - also wenn man beim  Kunden nicht mehr weiter weiß - kontaktieren zu können. Umgekehrt ist man selbst auch Anlaufstelle bei Notfällen im eigenen Spezialgebiet. Glücklicherweise waren die Fälle selten, in denen das Verständnis von Win-Win sehr unterschiedlich war.

Wieder verwenden statt Green Field. Ich verbinde Reverse Engineering automatisch mit: Reparieren und Sanieren - anstelle von Wegwerfen / Löschen und Neukauf / Neuinstallation. Es kann meine persönliche Präferenz sein, da die 'Einschränkung' durch Vorhandenes einen ganz besonderen Reiz hat und die Kreativität anspornt.

Ein übernommenes Altsystem ist immer eine Blackbox, die es zu entschlüsseln gilt. Aber auch Dinge, die man selbst gebau hat vor Jahren, können einem selbst irgendwann Rätsel aufgeben, die man schneller mit Debugging löst als mit dem Nachlesen der eigenen Dokumentation (.... das sage ich als legendär-exzessiver Dokumentator).

Was die Experten sagen ... muss nicht immer richtig sein. Zu wissen, was diese Dinge machen und wie sie funktionieren ist die Basis für die Kontrolle darüber - und kein externer Profi / Lieferant / Dienstleister kann einem dann ein Gschichtl erzählen.

Wenn der Fachexperte (der oft auch gleichzeitig der Verkäufer von neuem Zeug ist) behauptet Das geht nicht, dann kann man das nur widerlegen, indem man zeigt, dass es geht.Vielleicht ist das der wichtigste Aspekt überhaupt - in Zeiten von immer mehr Schnittstellen zu externen Diensten, Clouds und immer schöner verpackten und versiegelten Blackboxen, die man unter Androhung legaler Konsequenzen keinesfalls reverse engineeren darf.

Wärmepumpe hacken

Das Web hat hier seine eigene Kategorie - immerhin war es die (damals) anarchische Spielwiese, auf der subersiv.at gewachsen ist.

Damals hatten wir statische simple Webseiten, die uns Der Server serviert hatte; dann wurde HTTP(s) das Universelle Firewall-Bypass-Protokoll. Wir synchronisieren Dateien in der Dropbox oder 'cachen' unsere Mails offline. Anwendungen wie Teamviewer oder die Dinge im Internet of Thing bohren kontrolliert kleine Löcher in unsere Firewall, damit sie von außen erreichbar sind.

Aber darüber habe ich anderswo geschrieben - über die (Un-)Sicherheit des Internet of Things oder wie die Plattform-Kraken kleine Firmen langsam in ihren Tentakeln einfangen. Mein 'Logo' ist ein wütender Dinosaurier - also habe ich gemischte Gefühle, was die Kulturgeschichte des Internet betrifft. Aber es gibt jedenfalls diesen einen positiven Punkt: Der kreative HTTP(s)-Zauber machte es möglich, dass wir auf eine Art zusammenarbeiten können, die ich vor 25 Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Damals, also noch echte geklammerte Dateien in physischen Ordnern gesammelt wurden.

Ich arbeite hauptsächlich 'remote', nicht nur in IT-Projekten. Vor 10 Jahren habe ich als IT Consultant auch im so genannten 'Home Office' gearbeitet. Aber die Kultur(?) hatte häufiger Meetings in echt erfordert. Heute unterstütze ich einige langjährige IT-Security-Kunden, aber vor allem remote und/oder asynchrone Kanäle. Zum Start unseres Wärmepumpen-Business im Stealth Mode war mein Standard-Schmäh: Irgendwann werden wir in Ingenieursprojekten so arbeiten wie in IT-Projekten. Aus dem Witz wurde Realität - heute ist das der Default-Modus, auch mit Kunden im geografisch erreichbaren Rahmen.

Technologie ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung: Die Software-Tools gab es schon lange, als trotzdem noch Face-Showing-Rituale nötig waren (in der IT). Während der Wirtschaftskrise 2008/2009 versuchten Firmen aber, Reisekosten einzusparen und 'remote' wurde üblicher. Nachher kehrte man nicht mehr zur früheren Arbeitsweise zurück [Keine Statistik, Einzelerfahrungen.]

Unbedingt erforderlich ist die Kunst der asynchronen Kommunikation, die äußert im Erfassen von mehr als den ersten drei Zeilen eines E-Mails. Es leben die verschachtelten Diskussionen - 'Antworten unten in rot!'. Unsere Kunden haben diese Fähigkeit - Technikfreaks / Geeks in typischerweise technischen / zahlenlastigen / IT-Berufen.

Politik sollte keine Rolle spielen (dürfen). Sobald die berühmten non-verbalen Signale und Zwischentöne entscheidend werden, ist die 'Bandbreite' der Remote-Kanäle zu gering. Fraglich ist, ob sich die Politik in noch so vielen Echt-Meetings bändigen lässt. Pragmatischer Ansatz: Arbeiten mit einem tatsächlich verantwortlichen Ansprechpartner - flache Hierarchien und Befehlsstrukturen :-) Wird man in Teamstrukturen und -konflikte hineingezogen und erhält man, wird es schwieriger. Meine Erfahrungen mit geheimen Meetings und diplomatischen Mandate als Mediator waren durchaus lohnend, aber ich lege es nicht mehr darauf an.

Der Spirit in einem Remote-Projekt sollte keinesfalls unterschätzt werden -  unsere Liste der Projektschritte liest sich etwas zu technisch und trocken. Ich kann hier nur verweisen auf einen Bericht mit Zitaten im O-Ton - da wird alles thematisiert von der Zaunanakonda, über den interdisziplinären Arbeitskreis, von Whisky über Quantengravitation zum Holodeck.

Holodeck ist ein gutes Stichwort: Wer hat nicht schon der Augmented Reality gelesen und Videos von den Ingenieuren im Kraftwerk mit der Holo-Brille gesehen? Als Dinosaurier ist das Subversive El(k)ement da etwas zurückhaltend. Aber wurdern würde es mich nicht, wenn unsere Kunden ihren Wärmetauscher irgendwann einmal am 3D-Drucker ausdrucken werden anstelle mit traditionell-konservativen Plänen und Stücklisten zu arbeiten.

So: Damit ist das Elkement als Ur-Netizen (die elkementaren Domains gibt's seit den frühen 00-er Jahren) wieder voll motiviert. Wie in alten Zeiten, als wir genüßlich zusehen wollten, wie das subversive Internet und echte Kommunikation dem Fernsehen und der klassischen Werbung das Fürchten lehrt. Pflichtlektüre: The Cluetrain Manifesto.  Irgendwie lustig, angesichts 'Tracking' und dem Kampf von Datenschützern und Netz-Puristen gegen die Kraken. Auf eine irrationale Weise ist es doch der positive Drive von Remote-Arbeitspionieren wie  Automattic (wordpress.com) die 'Das Web' für mich definieren!

Was mache ich eigentlich seit Jahrzehnten - in praktisch jedem Job, den ich jemals hatte ... und als Teil jeder Ausbildung, akademisch oder im Selbststudium?

Antwort: Software-Entwicklung! Diese Erkenntnis nehme ich zum Anlass, über meine Beziehung zur Computern und den dazugehörigen Wissenschaften und Aktivitäten zu philosophieren. Wie so oft, denke ich in Gegensatzpaaren.

Solide Ausbildung versus 'Learning by Doing'. Wie es ein IT-Kollege so treffend formulierte: In den Pionierzeiten war man gleich ein Experte, wenn man die Maus richtig halten konnte. Die 'IT-Branche' war ein Sammelbecken, offen für Leute mit 'irgendwelchen' oder keinen Qualifikationen.

Resultat: Die 'Hacker Ethic'. Es zählen die Fähigkeiten, die Du jetzt live demonstrieren kannst, nicht die Papiere. In den 1990ern - vor der dotcom-Krise - konnte man quasi ein handgeschriebenes Schild aufstellen 'Mache alles mit Computern' und bekam einen Vertrauensvorschuss.

Aufbau versus Zerstörung. Disclaimer: Ich war und bin lange genug verantwortlich dafür, 'Systeme' am Leben zu erhalten. Manche leben länger als es mir lieb ist; ich fühle mich wie der COBOL-Programmierer im Jahr 2000.

Aber das Interessanteste war immer herauszufinden, wie etwas funktioniert. Das kann auch kontrollierte Zerstörung erfordern. Debugging. Reverse Engineering. Troubleshooting. ... Was wiederum die Basis ist für die konstruktive Aufbauarbeit: Wie soll man sonst verwaiste System-'Blackboxen' oder undokumentierte Schnittstellen verstehen? Für mich war diese Reverse-Engineering-Mentalität immer die natürliche und direkte Verbindung zwischen Physik und IT.

... wichtiger als der mathematische Unterbau von Physik sowie Informatik oder die Programmierfähigkeiten, die man als Physiker angeblich so mitbekommt. Von FORTRAN - 'Programmierung für Physiker' weiß ich nicht mehr viel. Als Experimentalphysiker ein 'System der Natur zu debuggen', mit 'out-of-the-box' Ideen, war das eigentliche IT-Training: Welchen Parameter muss man ändern, um welchen Effekt zu erzielen? (Wenn man supraleitende Schichten erzeugt indem man mit Laserpulsen auf eine kleine keramische Probe schießt). Wie schließt man möglichst schnell und effizient aus, welche Parameter keinen Einfluss haben?

'Good-enough' Ansatz versus Perfektionismus. 80/20 oder vielleicht sogar 99/1. Man muss nicht alles wissen. Ich erinnere mich an mein erstes 'Live-Troubleshooten', als frischgebackener Computerberater. Mein Hintergrundwissen war spärlich - so gering, dass es mir heute fast peinlich ist diese Leistungen damals angeboten zu haben. Andererseits hatte ich alle Probleme tatsächlich gelöst - meistens sehr schnell.

In diesem Moment wurde mir der Kontrast zwischen pragmatischem Anpacken trotz unvollständigen Wissens und den endlosen Schleifen des Feilens an akademischen Veröffentlichungen bewusst. Wenn da ein Satz noch ergänzt wurde mit Tentatively, we assume,... nur um ganz sicher zu gehen; obwohl man eh schon ein Spezialist in einer sehr begrenzten Nische war.

Pragmatismus heißt auch: Kein falscher Stolz! Es wird die Lösung gewählt, die am vielversprechendsten erscheint: Tief hineinknien, oder auch: intelligent googeln oder jemanden mit Erfahrung fragen. (Letzteres aber nur, wenn man in ähnlicher Weise auch einmal selbst etwas beitragen konnte.)

Top-down, bottom-up, oder irgendwo in der Mitte beginnen. Ich war nicht der typische Computer-Nerd als Teenager; ich hatte keinen Computer außer dem programmierbaren Taschenrechner, auf dem man immer nur eine Zeile BASIC-Code sehen konnte. (Was aber reichte, um z.B. den Simplex-Algorithmus zu programmieren...).

Ich war eigentlich nur ein 'Benutzer', bis ich an der Reihe war, meinen Beitrag zur klassischen universitären Patchwork-Programmierung zu leisten: am Turbo-Pascal-Code zur Steuerung einer Anlage - Tieftemperaturmessungen elektrischer Eigenschaften von Proben.

Aber kurz darauf war ich dann plötzlich ganz oben in der Ebene der Abstraktionsschichten und habe - zugegeben :-) - in Visual Basic for Applications, ASP, VBScript programmiert. Langsam bewege ich mich 'nach unten', lerne endlich C++ und wärme ins Unterbewusste verdrängtes Wissen auf ... über 'Registermaschinen' und Assembler. Wobei das ja eigentlich die logische Grenzfläche zwischen Hardware und Software wäre, an der man als Physiker arbeiten sollte.

Grüne Wiese oder Renovier und ('Refactoring'). Selten habe ich etwas so richtig 'from scratch' entwickelt, und selten war mir das ein Bedürfnis. Harte Einschränkungen, Schnittstellen oder Schnipsel von mysteriösem Alt-Code sind die interessante Herausforderung - ähnlich wie die Sanierung eines alten Hauses im Vergleich zu einem Neubau.

Ich bin gerne Systemärchäologin - inklusive von 'Eigenforschung', was meine eigenen Kreationen betrifft, die ich jahrelang nicht angefasst habe.

Das Ausgraben von Alt-Daten oder -Code ist ohnehin ein Job, der bei vielen nicht sehr beliebt ist - also ist es umso besser im Sinn einer Arbeitsteilung, wenn man genau das gerne macht. Es ist das Gegenteil davon, die Chance zu haben, das neueste coolste Tool ausprobieren zu können.

Philosophische Grundlagen versus: die banale Lösung einer relativ alltäglichen Problemstellung.. Ein Meta-Thema meines kürzlich veröffentlichten Postings: Joel Spolsky empfiehlt (Bewerbern für Softwareentwickler-Jobs) ihre Leidenschaft für die Sache zu untermauern indem sie erwähnen wie die Lektüre von Structure and Interpretation of Computer Programs sie zu Tränen gerührt hat.

So weit hergeholt ist das gar nicht: Ich habe selten ein Lehrbuch gelesen bzw. eine Vorlesung besucht, die gleichzeitig so viele philosophische Erkenntnis-Lämpchen gedrückt hat und andererseits so nützlich war für die Programmieraufgabe, die gerade auf meinem Schreibtisch lag.

In der Hälfte meiner älteren Essays 'im Internet' geht's um meine qualvolle Suche nach diesen philosophischen wissenschaftlichen Tiefen - angesichts der harten Realität im Alltag des arbeitenden Techies. Auf der Uni hatte ich - noch sehr grün hinter den Ohren - angeboten bekommen, an einem Optimierungsprojekt für die Produktion von Plastikfenster mitzuarbeiten. Natürlich hatte ich das abgelehnt. Was denn auch sonst - unter dem Eindruck von Gödel, Escher, Bach und getrieben von dem Wunsch die tiefsten Rätsel des Universums zu entziffern und die Probleme der Menschheit zu lösen als Wissenschaftler-Ingenieur-Philosoph.

Ich muss lächeln; diese Anekdote demonstrierte so Vieles so perfekt. Nach x Jahren Praxis denke ich, dass man 'begeistert' ('passionate' wie das in der einschlägigen Literatur heißt) ist bzw. wird ... genau für jene Sache und jene Themen, in denen man gut ist. Nicht umgekehrt. Ich könnte sagen, ich habe zum philosophischen Überbau zurückgefunden und 'rette die Welt mit erneuerbaren Energien'. Aber eigentlich ist und war es immer das technische Rätsel, das mich angespornt hat - die 'Debugging-Challenge'. Und jedes Stückchen von noch so bodenständigem Code, das zur Lösung produziert werden muss spiegelt das die grunsätzlichen tiefen Wahrheiten (in Gödel, Escher, Bach or Structure and Interpretation) wider.

Ich versuche einmal etwas Neues: Diesen Text schreibe ich im WordPress.com-Editor, habe aber nicht vor ihn auf meinem Blog zu publizieren (und das nicht nur, weil ein einziger deutscher Artikel auf einem Englischen Blog sinnlos wäre).

Es erscheint anachronistisch, aber entgegen dem Mantra des Mitmach-Web waren Interaktion und Feedback ursprünglich nicht mein Ziel. Der Reiz des Schreibens in der Öffentlichkeit liegt darin, dass der Text im Prinzip gelesen werden könnte. Dass das Internet niemals vergisst und man sich selbst an seinen eigenen Aussagen misst. Dass man seine Äußerungen als früheres Wesen später lesen wird.

Außerdem waren meine frühen Webprojekte experimentell-subversiv und pseudonym - ungebändigtes Terrain voller weißer Blätter mit der Aufforderung, meine Ideen zu hinterlassen und immer und immer wieder zu verfeinern.

Heute habe ich auch eine andere Motivation - diametral zu diesem philosophischen Ansatz, aber den Ideen des Ur-Internet der Techies vielleicht näher: Das Internet ist der Ort, um technische Ideen, Argumente und Konzepte in ausgefeilter Form zu präsentieren. Die lineare Form eines Artikels zwingt einen dazu, in Notizen, Tabellen und Code einen lineare roten Faden zu bringen. Ich möchte die Schwachstellen meiner eigenen Argumentation schonungslos aufdecken. Was dabei an 'Wissenschafts- und Technologiejournalismus' herauskommt, ist wahrscheinlich entweder unverständlich oder langweilig, außer ein seltener Leser hat tatsächlich genau nach diesem Thema gesucht. Aber vielleicht schreibe ich für diese Zielgruppe: Wenn man selbst viel beruflich Nützliches, geistig Anregendes oder Unterhaltsames in bestechender Qualität und gratis online konsumiert hat, will man nicht nur in der Empfängerrolle sein.

Diese zweite Motivation lässt nicht so stoisch unabhängig von Feedback sehen - aber ein paar 'Views' der angepeilten Geeks sind ausreichend. Das scheint aber nur für unser Deutsches Blog zu funktionieren: Trotz scheinbar geringerer möglicher Zielgruppe sind bei gleicher Posting-Frequenz die Views deutlich mehr und steigend. Mein Englisches Blog ist langsam in einem virtuellen schwarzen Loch versunken, seitdem ich eher ingenieursnahe Physik schreibe und nicht mehr über Quantentheorie.

Meine persönlichen Favoriten unter den heuer publizierten Artikeln in der Kategorie (Geschichte der) Physik:

... und in der Kategorie Wärmepumpe / erneuerbare Energie: Und manchmal treffen sich Physiker und Ingenieur: Meine Quanten-Artikel waren - gemessen an den vielen Blogs echter Experten zu dem Thema - eher schlicht, aber im Vergleich dazu virale Hits.

Ein eher stilles Blog / eine stille Website kann mich aber meinem ersten Ziel näher bringen - dem Schreiben für sich selbst, der Selbst-Dokumentation zwecks späterem Vergleich. Letztes Jahr hatte ich diese Website(s) hier generalüberholt - nun weiß ich endlich, warum ich zwei Sites habe (elkement.subversiv.at und das Blog):

Hier gebe ich mir uneingeschränkte Erlaubnis zu 'content'-freier Selbstreflexion und selbstbezüglichen Updates. Dafür werden Links zu subversiv.at auch nicht auf sozialen Netzwerken geteilt. Sollte das hier jemand lesen, muss er / sie wirklich wollen und nicht schon auf Seite 20 der Google-Suchergebnisse aufgeben. Hier gibt's Null Interaktion. Nicht nur wegen meiner spartanischen Programmierung, sondern weil Feedback zweischneidig ist. Sobald 'geliked' wird, beginnt zumindest ein winziger Teil der schreibenden Lebensform ein schlechtes Gewissen zu bekommen, wenn man gegen die scheinbaren Vorlieben der Zielgruppe anschreibt. Jeder Artikel wird eine Herausforderung, der der nicht 100% Stoische Zen-Meister auch gerne vermeidet. Ohne Feedback bleibt man 'authentisch', neudeutsch gesagt.

So, nun soll aber das interaktive Blog keine Parallelwelt einer Fake-Online-Persona sein - jenes Blog, das außerdem mehr und viel sorgfältiger erstellten Content enthält als diese Website. Ich habe instinktiv eine Lösung gefunden (sage ich jetzt, selbst-analysierend post hoc). Ich vermeide alles, was in die Richtung 'Meinung' geht und konzentriere mich auf technisch-wissenschaftliche Themen aus meiner kleinen Welt. Ich denke, 'das Internet' wäre besser, wenn Poster nur dann posten würden, wenn 1) sizu einem Thema 1) nachweisbares Hintergrundwissen haben 2) praktische Erfahrung damit und 3) Skin in the Game - also in der realen Welt mit Konsequenzen ihrer umgesetzten Online-Meinung leben müssen (Prioritäten in umgekehrter Reihenfolge)

D.h. auf meinem Blog versuche ich mich auf (hoffentlich) Nützliches, eventuell auch Unterhaltsames zu konzentrieren. Sollte ich diesen Gedanken selbst einmal so umformulieren können, dass er konstruktiv und nützlich ist, würde ich auch darüber bloggen. Was ich daraus gelernt habe, jahreland mehrere Websites parallel zu betreiben. Warum ich mich von Meinungen fernhalte. Was ich gelernt habe als Dilettanten-Wissenschaftsblogger.

Aber vorerst werde ich diesen Gedankenstrom einmal hier unterbrechen, den Text auf meine stille Website kopieren und den Wordpress-Entwurf löschen.

Zu Beginn dieses Jahrtausends war meine Website radices.net u.a. dafür gedacht, meine Essays über Philosophie zu beherbergen. Also, echte Philosophie, wie man sie auch studieren kann. Was ich später tatsächlich auch in Erwägung gezogen hatte.
Kurz vor dem Platzen der dotcom-Blase wurde mein Denkeruniversum dann bereichert durch die unkonventionellen Webphilosophen. Damals hatte auch jede Firmenwebsite eine Seite 'Philosophie' - meine erste, mit FrontPage erstellte Seite natürlich auch.

Ist davon irgendetwas Brauchbares übrig geblieben?

In einem Anfall von Selbstüberschätzung denke ich, ich sollte einfach eine eigene Philosophie haben. Das wäre meinen Lebensjahren und Berufserfahrung angemessen. Aber Achtung - früheres Ich: Meine Philosophie dreht sich nicht um die großen Fragen des Lebens und des Universums. Geplant war ja als Berufs- und Lebensziel eine Mischung aus Philosophem und theoretischem Physiker, der aber nebenbei MacGyver-mäßig Erfindungen am laufenden Band macht.
In Spuren sind diese Ambitionen noch da, aber ausgelebt habe ich sie nur in bodenständigen Rollen. Und genau an diesen unterschiedlichen Rollen, die sich wie ein roter Faden durch diverse Jobs ziehen, läßt sich meine Philosophie verdeutlichen.

1) Reverse Engineer

Angeblich - es war vor der Zeit, an die ich mich bewusst erinnern kann - habe ich immer schon alles Mögliche auseinander genommen. Ich wollte wissen, wie Dinge funktionieren. Kompromisslos. Aus manchen dieser Aktionen wurde dann ein 'Karrierepfad'; ich bin somit des Klischée des autodidaktischen IT-Fuzzis. Wenn man als so genannter Security Consultant nicht zum reinen Checklisten-Abhaker und Richtlinien-Schreiber verkommen will, sollte man sich diese destruktive Angriffslust auch bewahren (obwohl man die Regeln natürlich kennen sollte).
Aber wer weiß: Wenn ich meine Akribie im Erforschen von Gesetzen als Gradmesser nehme, hätte ich auch Steuerberater werden können.

Ich halte mich nicht an den Rat, mich auf mein 'Kerngeschäft zu konzentrieren' und als 50% eines Zwei-Personen-Unternehmens kann oder will ich nicht delegieren. Es ist besser, etwas mehr zu wissen, als man es als Benutzer oder Kunde müsste - auch wenn Marketing-Kampagnen zu ganz einfach bedienender Technologie (Alles aus einer Hand, nur klicken!) ganz anders klingen.
Möglicherweise wird meine Ansicht nur von maximal 10% Benutzern geteilt - dann schreibe ich eben hier, damit sich jene nicht vorkommen wie Aliens.

2) Mediator

In die Kategorie Was wenige von mir wissen, fällt jenes Outing eine der ersten kindlichen Fantasien von etwas, das einer 'Karriere' am nächsten kam: Ich wollte eine Art Diplomat oder Friedensstifter im weitesten Sinne sein und hatte mir ausgemalt, in Entenhausen zwischen Mickey Mouse und seinen sinisteren Kontrahenten zu vermitteln.
Das hat wahrscheinlich alle meine späteren Jobs beeinflusst, wurde mir aber erst klar, nachdem ein Kunde 'Wieder so eine Mediation' buchen wollte. Nachdem ich dort als technischer Berater unterwegs war.

Ich hatte diverse Zusatzausbildungen ins Auge gefasst - Psychologie, Coaching, Philosophie - bin dann aber immer bei der Technik geblieben. Es gibt ein interessantes Paradoxon der Beauftragung von Vermittler-Dienstleistungen: Einen Techniker zu buchen, der dann auch Projektpsychologe ist, ist ein Hit bei Kunden. Würde die Leistung aber ausschließlich als Letzteres vermarktet, würde sie nicht gekauft.

3) Kommunikator

Vielleicht lassen sich 1) und 2) nur durch viel Quatschen verbinden. 'Lehre' oder 'Training' war immer Teil meiner Jobs oder eine nebenberufliche Aktivität. Nachdem ich selbst wieder eine nebenberufliche Studentin geworden bin, habe ich die Lehre sein lassen - und erleichtert erkannt, dass ich ohnehin kein Teil des offiziellen (Aus-)Bildungssystems sein möchte: (Aus-)Bildung ist heute kundenorientierter, strukturierter, professioneller und qualitätsgesichert, aber auch bürokratischer und über-verwaltet.

Ich halte mich ungern an meine Agenda oder meine vorbereiteten Unterlagen und lasse mich gern dazu hinreißen, stattdessen auf ungewöhnliche Fragen einzusteigen. Damit war ich ein mäßiger Lehrer im Vortragssaal und war wahrscheinlich besser in informellen Train-the-Experts-Sessions.

Mir haben immer jene Projekte am meisten Spaß gemacht, in denen Auftraggeber nicht nur daran interessiert waren, dass ein Geek etwas wieder zum Laufen bringt, sondern wenn ich auch meine Neigung zur 'Wissenschaftskommunikation' ausleben konnte. Und - siehe 1) - ich bin ja überzeugt davon, dass es letztendlich nützt, etwas mehr Hintergrundwissen zu haben.

4) Organisator - Automatisierer

Niemand hatte mich als Kind auffordern müssen, aufzuräumen. Ich habe nicht nur meine kleinen Plastiktiere mit einem Pinsel abgestaubt, sondern regelmäßig Regale 'umstrukturiert'. Das hat sich nicht geändert und wurde auch auf die virtuelle Welt ausgeweitet.

Je nach Zielgruppe würde ich das Feng Shui / Zen des gemächlichen Ordnens betonen, oder meinen Impuls für jedes Problemchen ein Skript / Tool / Programm zur Automatisierung zu bauen. Softwareentwicklung war wie die Lehre immer Teil meiner beruflichen Aufgaben, aber erst kürzlich habe ich dem stillen Coden den Vorzug gegeben.

Passend zu 1) bin ich auch überzeugt, dass Datenmanipulation und -organisation inklusive etwas Programmierung für praktisch Jeden von Nutzen sind. Vielleicht liegt es an mir: Aber jedes Mal, wenn ich als einfacher Benutzer nur einen Service oder eine Applikation verwenden will, bin ich sofort voll drin im Low-Level-Troubleshooting.

 

Mir ist klar, wie technologiezentriert und nerdig das wirkt. Aber nach diversen Soft-Skills- und Management-Trainings wurde ich etwas skeptisch gegenüber den Leuten mit Großen Ideen, die den kleinen Detailarbeiter gekonnt managen oder führen.
Das Subversive Element in mir bemüht sich um ein Gegengewicht zur vorherrschenden Sicht. Es gibt Dinge, die sind 0 oder 1, richtig oder falsch. Und auch der verständnisvollste Perfektionismus relativierende Coach wird froh sein, wenn Chirurg oder Flugzeugingenieur zu perfektionistisch sind.

Im November 2015 habe ich mein Blog elkement.wordpress.com umbenannt: Von

Theory and Practice of Trying to Combine Just Anything

in

elkemental Force

Die Original-Tagline (2012) hatte versucht, alles zu vereinen, worüber ich jemals online geschrieben habe - auf den jetzt hier vereinigten Websites radices.net, subversiv.at und e-stangl.at:

Physics versus engineering
off-the-wall geek humor versus existential questions
IT versus the real thing
corporate world's strangeness versus small business entrepreneur's microcosmos, knowledge worker's connectedness
versus striving for independence.

Es geht / ging also um die ewigen Themen: Leben, Arbeit, Wissenschaft, Technik und ich. Nun wurde aus dieser Tagline

Research Notes on Energy, Software, Life, the Universe, and Everything

Damit ist mir endlich selbst klar, wie sich die Inhalte hier auf elkement.subversiv.at von jenen auf elkement.wordpress.com unterscheiden sollen (bzw. auch von meinen Beiträgen auf unserem Deutschen Blog punktwissen.wordpress.com).

Die eigentliche Physik - mit Formeln, Messdaten etc. - findet man auf den Blogs. Auf elkemental Force nehme ich weniger Rücksicht, was allgemeine Verständlichkeit betrifft. Research Notes ist genau so gemeint - es handelt sich um meine eigenen Notizen mit genau den Details, die mir zu diesem Zweck auch wichtig sind. Auf den Blogs nutze ich auch jene Funktionen, die ich in dieser spartanisch programmierten Site nicht implementieren will: Z.B. LaTex-Unterstützung oder die Darstellung von technischen Diagrammen in 'Galleries'.

Diese Artikel sind charakteristisch für meine 'neue' Linie (die sich eigentlich schon seit zwei Jahren schleichend abgezeichnet hat - als immer mehr von Wärmepumpen zu lesen war und nichts mehr von Quantenphysik):

Rowboats, Laser Pulses, and Heat Energy (Boring Title: Dimensional Analysis)
How Does It Work? (The Heat Pump System, That Is)
Half a Year of Solar Power and Smart Metering

Meine 'persönliche' Website soll hingegen genau das sein: Status-Updates in eigener Sache, Meta-Informationen, 'About Me'. Zum Ausgleich für diesen egozentrischen Ansatz teile ich die Artikel nicht auf sozialen Medien, im Gegensatz zu den Blogartikeln.

Das (der Meta-Ansatz) gilt auch für die Kategorie 'Physik'.

Von der Wirkung der theoretischen Physik - Selbstversuche

Im letzten Urlaub habe ich einige Tage lang ausschließlich der Quantenfeldtheorie gefrönt, also die Videos einer ganzen Vorlesung angesehen und Skripten dazu durchgearbeitet. Das lässt sich rationalisieren: Auch für die bodenständigeren Bereiche der Physik, mit denen ich auch 'professionell' zu tun habe wie die Wärmeleitungsgleichung, schadet etwas mathematisches Aufwärmen nicht.

Meine Motivation war aber eine andere, nämlich der ausführlich getestete Erholungseffekt solcher Sessions in stressigen Zeiten. Lang' ist's her, dass ich um 4 Uhr früh aufgestanden bin, um vor einem langen Tag als Consultant und Troubelshooter in Feynman's Physics Lectures lesen oder in meinem bevorzugten Deutschen mehrbändigen Werk der theoretischen Physik. Einerseits führt der intensive Kontakt mit den zeitlosen Formeln zu einer Abgehobenheit im positiven Sinne - zu etwas mehr Distanz zu nur scheinbar unglaublich wichtigen Brandherden.

Zusätzlich empfinde ich die Freude und Zufriedenheit am Lösen eines kleinen abgegrenzten Problems - eines Problems, das aufgrund seiner modellhaften Simplifizierung tatsächlich lösbar ist, im Gegensatz zu vielen komplexen Problemen, die auch menschliche Lebensformen betreffen.

Vor allem war die Auswirkung dieser Experimente auf die Ergebnisse der eigentlichen Arbeit an diesen langen Tagen interessant. Hier ging es um Themen, die man mit bestem holistischen Willen nicht mit Physik in Verbindung bringen konnte. Das Training in einem von Mathematik als Universalsprache geprägten Gebiet öffnet auch einen analytischeren Blick auf Bereiche, die sonst scheinbar durch Soft Skills und /oder reaktives Feuerlöschen (=Googeln von Fehlermeldungen) beherrscht werden. Ich denke jetzt an Projektmanagement und vor allem an technisches Troubleshooting jeglicher Art.

Grundlagen der Physik kann man schwer googeln, wenn man nicht weiß, wonach man suchen soll. Aber es kann - z.B. in der Fehleranalyse von Netzwerkprotokollen - effizienter und vor allem persönlich zufrieden stellender sein, die sogenannte Theorie gedanklich von A bis Z durchzugehen, dann mit den Fakten nicht idealen Welt zu vergleichen - und im Idealfall die Fehlerursache korrekt zu benennen.

Immer wenn ich mich als Hobby-Wissenschaftsblogger versuche, habe ich diese Gedankenlinie im Kopf. Mir ist bewusst, dass meine Postings zur Quantenphysik keine Meisterleistungen der anschaulichen Erklärungen waren (und für echte Experten wiederum zu simpel). Auf eine sehr indirekte Art habe ich versucht, die Wirkung von theoretischer Physik auszuprobieren. In letzter Zeit sind einige Bücher erschienen, die die die Lücke zwischen Populärwissenschaft und Lehrbüchern schließen wollen. Ich möchte Teil dieser Bewegung sein.

... auf den ersten Blick eine überraschende Kombination.

Aber alles zu kombinieren ist meine Spezialität. IT-Sicherheit, Physik und bodenständige Ingenieursarbeit hängen für mich auf vielfältige Weise zusammen - nicht nur bedingt durch meinen beruflichen Lebenslauf.

Die Kommunikation zwischen den Geräten, die das Internet der Dinge bilden, sollte abgesichert werden, Publicy Key Infrastructures könnten dafür X.509-Zertifikate liefern.

Physik ist einerseits die Basis von Ingenieursanwendungen; andererseits werden die mathematischen Modelle und der typische 'Physiker-Ansatz' auf viele Arten komplexer Systeme angewendet. Es steckt mehr als ein Korn Wahrheit in dieser satirischen Betrachtung der Beziehungen zwischen Feynman-Diagrammen, Zertifikatspfaden, und hydraulischen Schaltungen.

Aber eigentlich steht die spielerische Erforschung von Systemen im Vordergrund: Wie verwenden Anwendungen und Systeme Zertifikate? Wie lassen sich die Sicherheitsmaßnahmen umgehen? Wie lässt sich eine technische Lösung mit möglichst wenig Aufwand realisieren? Wie baue ich ein System aus Standardkomponenten? Wie simuliere ich ein System realitätsnah mit 'Standard-Software'?

Technologie: Nutzbar machen, erklären, beurteilen

(elkement. Zuletzt geändert: 2014-01-13. Erstellt: 2013-09-14. Tags: Technologie, Technik)

Mein Motto ist: Brücken zwischen Menschen und Technologien zu bauen.

Ich arbeite als herstellerunabhängiger Berater, dem Endkunden als 'Trusted Advisor' verpflichtet in der Auswahl, Analyse, Bewertung und Implementierung von Technologie,
Unser Kleinstunternehmen heißt punktwissen: umfangreiche Hintergrundinformationen werden effizient auf wertvolles punktwissen verdichtet, aufzubereitet und vermittelt.

Meine Spezialthemen: Simulation von Wärmepumpensystemen mit ungewöhnlichen Wärmequellen, Troubleshooting von Problemen mit digitalen Zertifikaten und Public Key Infrastructure.

Meine Mission: Erhöhung der persönlichen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit von kleinen schlagkräftigen wirtschaftlichen Einheiten - Kleinunternehmen und unternehmerischen Privatpersonen - durch die Nutzung eneuerbarer Energien und den sorgfältigen Einsatz von IT-Tools.

Ich interessiere mich für Schnittstellen und Verbindungen zwischen Haustechnik, Energietechnik, angewandter Physik und IT-Infrastruktur. In meiner Diplomarbeit (2013) habe ich versucht dies am Beispiel von 'Sicherheitsarchitekturen von Smart-Metering-Lösungen' zu verdeutlichen.

CV | XING-Profil | punktwissen-Website | Elkementares Blog | punktwissen-Blog

( Information für Nicht-Geeks zur roten Pille.)

Vor einigen Jahren habe ich mich auf dieser Seiten (s.u.) als prototypischen Nerd, Geek und Techie präsentiert. Ich war (und bin) ein Fan von Dilbert-Cartoons, konditioniert für seltsame Arbeitszeiten. Die Schützengrabenrhetorik der IT-Marketingstrategien (Airlift, War Room) hat auch Ihre Spuren hinterlassen. Heute erzeugt das Zusammentreffen mit der weichgespülten Networking-Sprache (wertschätzenden Kommunikation) seltsame linguistische Turbulenzen. Ernsthaft: Ich bin der Meinung, dass die besten 'Kontakte' jene Kriegskameraden sind, mit denen man unter Stress tatsächlich eine Schlacht geschlagen hat.

Das Wort 'Technologie' hatte ich implizit definiert - als die praktische Umsetzung von Erkenntnissen aus Natur- und Ingenieurwissenschaften (Neudeutsch: MINT). Eigentlich müsste es im Gegensatz zu 'Technik' aber das 'Verständnis von Technik' bedeuten - paradoxerweise. Ein Sickerwitz.

Nach vielen Jahren von Was-auch-immer darf man ein Resümee ziehen: Die Erfahrung war es wert - fachlich und persönlich. Es ist herausfordernd, subversiv und auf paradox-komische Art lustig, Teil eines endlosen Stroms von Dilbert-Cartoons zu sein. Aber irgendwann möchte man wieder der gelegentliche Leser dieser Cartoons sein. Gerne um den Preis, den Platz in der Hall of Fame zu räumen und den Hahn zu Geldspeicher drosseln zu müssen.

Scott Adams hat God's Debris geschrieben. Ich wäre interessiert an seinen Motiven.

Wellenbrecher in Teneriffa, an der Küste des kleinen Ortes Garachico an der Nordküste, der u.a. über eine SEHR steile und SEHR kurvige Straße zu erreichen ist (2004 - sieben Jahre  vor der endgültigen Umsetzung dessen, worüber ich damals nachgedacht habe).

(Geschrieben 1. Jänner 2008, gedacht 2007)

Was ist ein Netizen - Teil 2?

(elkement. Erstellt: 2008-01-01. Tags: Web, Netizen, Internet, Technologie, Geek. Englische Version.)

Eine rhetorische Frage an den versierten Nutzer von Web 2.0. Früher im goldenen Zeitalter war ein Netizen ein Geek, Nerd, Techie oder anderer Freak. Jemand der die Landkarten der neuen Welt verstehen musste, um nicht darin umzukommen.

Schnitt. Wir machen uns immer noch auf die Suche nach dem Kern unserer Existenz, mit immer noch unvollkommenen Webdesign-Kenntnissen (um einmal das subversiv-elementare Archiv unten zu zitieren).

Zuviel Wissen schadet beim Vernetzen, zu viel Nachdenken vor dem Posten noch viel mehr.
Ein Netizen ist eine virtuelle Ameise, die mit baut an einer gigantischen Müllhalde virtueller Äußerungen, an einem Kunstwerk der Popkultur. Das Web wurde demokratisiert und die Individualität standardisiert.

Am einfachsten ist es immer noch, EPSI zu sein.

Die dunklen Gassen und Höhlen sind verschwunden oder sie sind gewollt. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Was es nicht gibt, kann man zumindest finden durch Befragung der orakelhaften Findemaschinen.
Diese Site ist nicht originell. Sollte sie es doch sein, würde ich illegale Kopien davon finden. Aber das Element erzeugt digital signierte und gezeitstempelte Versionen seiner Website vor der Publikation, ich würde es nicht darauf ankommen lassen.

Im Laufe des Herbst 2004 entstanden, Basis war

Ein Versuch einer Erklärung an einem Beispiel, das auch zur Publikation auf einer Website passt.

Ich arbeite als Berater für Informationstechnologie. Ein Bereich, der mich aufgrund meiner wissenschaftlichen Wurzeln dabei besonders fasziniert, sind die Grundlagen des weltumspannenden Internet. In der wissenschaftlich analytischen Rolle sind hier für mich vor allem diese Grundlagen interessant, auf deren Basis es möglich ist, dass an diesem Netz ständig und dezentral gebaut wird, und trotzdem die Funktionstüchtigkeit des ganzen Netzes sicher gestellt bleibt. Möglich wird dies durch Standards und Protokolle, die auf einer relativ tiefen Ebene regeln, wie die Kommunikation in diesem Netz abläuft. Meine nebenberufliche Beschäftigung mit Quantenkryptographie kommt von diesem Zugang.

Elke Stangl

Die Grundlagen der Quantenkryptographie können der Physik zugerechnet werden können und deren höhere Ebenen der Informatik. Die physikalischen Grundlagen beruhen auf der Theorie der Quantenphysik, praktisch gesehen ist vor allem die Laserphysik hier von Bedeutung. Gerade die Quantenphysik ist aber wieder ein Bereich der Physik, der versucht, auch eine Brücke zur Philosophie zu schlagen: Im Gegensatz zu anderen Zweigen der Physik fehlt hier noch ein Urprinzip, auf das man die Quantenphysik auch philosophisch stellen könnte. Es gibt einige mathematisch äquivalente Formulierungen, von denen ausgehend man die Quantenphysik begründen kann, aber der philosophische Unterbau ähnlich zu dem z.B. der Newton'schen Mechanik ist noch in Diskussion. Prof. Zeilinger, postuliert z.B. ein Urprinzip, das auf der Quantisierung von Information aufbaut. Letztendlich geht es um die Frage, was Information und Wissen eigentlich ist.

Quantenkryptographie interessiert mich, weil hier fast alle Fachgebiete interdisziplinär vereint betrachtet werden (Laserphysik, Quantentheorie, Informatik, Netzwerkprotokolle), die mich in den letzten 15 Jahren in irgendeiner Weise theoretisch und/oder praktisch betroffen haben.

Neben dieser Betrachtung des weltumspannenden Netzes, in das vielleicht in einigen Jahren auch Quantencomputer und quantenkryptographische Verschlüsselungsmaschinen eingebettet sein werden, interessiert mich als 'Mediator' die soziale Komponente: die Auswirkung der Änderung unseres Alltags, unserer Arbeitswelt und der Kommunikation der Menschen untereinander.

Ich habe in verschiedenen Funktionen in den letzten Jahren, die alle der Branche Informationstechnologie (IT) zugerechnet werden können, erlebt, wie Technologie schleichend unsere Kultur tief greifend verändert und bin immer etwas im Zwiespalt zwischen der kritischen Sicht z.B. eines Neil Postman und den neuen Möglichkeiten der Kommunikation (wie leicht es z.B. alte Schulfreunde im Internet zu finden und wieder Kontakt zu Ihnen aufzunehmen).

Mein Arbeitsumfeld ist gekennzeichnet von hohem Tempo, schnellen Technologie-Wechsel, Atemlosigkeit, herausfordernden Möglichkeiten und scheinbar wenig Zeit, um über Veränderungen nachzudenken. In 4-Augen-Gesprächen mit Bekannten erfahre ich meist, dass jeder in dieser Technologie-Welt eine gewisse Sehnsucht nach Ruhe und Kontemplation in sich trägt und diese auf irgendeine Weise kompensiert. Alle diese Menschen sind unterschiedlich, aber eine gewissen Widersprüchlichkeit scheint hier zu einer Art Markenzeichen zu werden.

Einige konkrete Bespiele realer Personen: IT-Manager sind nebenbei Bio-Bauern und bedauern, von Ihrer Landwirtschaft nicht leben zu können - ohne die Herausforderungen der IT-Branche aber auch nicht. In den Internet-Foren, die für die Schaffung von geschäftlichen Kontakten konzipiert wurden, haben die Diskussionsforen den meisten Zulauf, in denen über den Sinn des Lebens und die letzten Dinge philosophiert wird. Leute, in deren Berufsalltag harte Verkaufszahlen und technische Tatsachen den Wertmassstab vorgeben und die in jeder Hinsicht kritisch und vorsichtig sein müssen, lesen Bücher und Philosophie, Psychologie und Esoterik. Und sind bei der Betrachtung von 'Alternativwissenschaften' (Homöopathie etc.) lange nicht so rational und kritisch, wie es ihr Beruf erfordert (?)

Diese Website ist Teil eines Projektes (oder von einigen), in dem ich versuche, philosophische Fragen dieser Art an Hand lebenspraktischer Herausforderungen aufzuarbeiten. Ich versuche auf eine moderne Art trotzdem so etwas wie das Bildungsideal der Renaissance zu realisieren (d.h. dass z.B. auch Informationstheorie in den Kreis der klassischen Wissenschaften aufgenommen wird). Interdisziplinarität und Offenheit gegenüber anderen Wissenschaften ist mir sehr wichtig.

Ich versuche Themen herauszuschälen, die die oben genannten Aspekte in breiter Form widerspiegeln (so ähnlich wie das Beispiel meines Zugangs zum Internet) wie ein Hologramm, in dem ein kleiner Splitter des Hologramms fast die gesamte Information zu enthalten scheint.

(2004. Die kulturhistorisch interessante, weil älteste Version der Seite zur damaligen Kategorie 'Netizen', noch etwas enthusiastischer)

Was ist ein Netizen?

(elkement. Erstellt: 2004-05-12. Tags: Web, Netizen, Internet, Technologie, Geek)

Ein Bewohner des Internet, lapidar gesagt. Meist damit auch ein Geek, Nerd, Techie oder anderer Freak. Im Internet geht es weniger darum, eine Existenz darzustellen als eine zu formen: mit eigenen Worten und unvollkommenen Webdesign-Kenntnissen machen wir uns auf die Suche nach dem Kern unserer Existenz. Wir sind Knotenpunkte in einem riesigen Netzwerk oder mehreren. Wir kommunizieren auf diversen Kanälen, die wir miteinander verflechten: Websites, Weblogs, Foren, öffentlichen und geschlossene Benutzerkreise.

Wir definieren uns neu und unsere parallele Welt gleich mit. Und wir hoffen auf Feedback aus der realen Welt, die nicht mehr die gleiche ist.

Wir betreten neue dunkle Gassen und Höhlen, wir versenden und bekommen anonyme e-mails als Sonden in und aus einer unbekannten Welt. Aber was ist anonym? Ein platter Spruch aus den Anfängen des Internet: On the net nobody knows you're a dog.

Hinterfragen wir eher die seriösen, gut gemachten Profile. Sind wir so sicher, dass wir sprechen, mit wem wir zu sprechen glauben?

Vielleicht bin ich ein Test für eine Artificial Intelligence Software?

Vor allem ist das Subversive Element ein Teil von EPSI

Persönliche Website von Elke Stangl, Zagersdorf, Österreich, c/o punktwissen.
elkement [ät] subversiv [dot] at. Kontakt