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Postings zum Schlagwort 'IT', nach dem Erstelldatum sortiert in absteigender Reihenfolge. 30 Postings angezeigt.

Ich habe wieder einmal an meinen Social-Media-Profilen gebastelt:

Specializing in: Control systems, software development for measurement data analysis, IT security, troubleshooting and reverse engineering systems with physical (hydraulic) and software (control) components.

I am running a small engineering consultancy together with my husband. We are both physicists, and we focus on designing, programming, and troubleshooting control systems for heating / solar systems, especially heat pump systems with a combination of uncommon heat sources and custom control. For more than 10 years I have implemented, reviewed, and troubleshooted public key infrastructures, and I still do this for some long-term clients.

I am blogging about this and about related science and engineering topics at https://elkement.blog.

Im Gegensatz zum Blog ist diese Site eher ein erweitertes Profil / About Me / meine manuell befüllte WHOAMI-Maschine.

Ich denke nach über das Herumklettern auf verschiedenen Schichten des Software-Stacks. tl;dr: Langsam komme ich wieder zurück / auf den Urgrund der unteren Ebenen - näher zu Hardware, Elektronik, Regelungen, Feldbussen etc.

Vor Jahrzehnten hatte ich als Physikstudentin in den Elektroniklehrveranstaltungen über Mikrocontroller gelernt - und dann Sensoren und Aktoren anprogrammiert in Turbo Pascal - zur Messung der elektrischen Eigenschaften von Hochtemperatursupraleitern bei tiefen Temperaturen. Aber dann gab's einen Sprung ganz nach oben, nach KlickiBunti beim Wechsel von 'Forschung in die IT' - Microsoft-Scripting-Sprachen: VBA, VBScript, ASP. Auch die erste Version der numerischen Simulation war ein Excel-Sheet und dann eine VBA-Applikation.

Ich habe die IT 'offiziell verlassen' und gegen 'Erneuerbare Energien' eintauschen müssen und wieder an den Grund (der Software-Sedimente) zu tauchen. Als ich Dinosaurier wieder zur Studentin wurde (Energietechnik) war ich in Gruppenprojekten immer der Excel-Programmierer im Team. Und dann: SQL-Server und Transact-SQL für die Messdatenanalyse. Simulation nochmals ganz neu - jetzt in Visual Basic.NET, endlich auch in wirklich objektorientiertem Design. Zum Aufwärmen dafür: Alle unsere Websites 'from scratch' in .NET. Die Datenkrake verwendet eine Mischung aus Powershell und SQL-Script.

Endlich kann ich alle meine Prozessorkerne in der Simulation nutzen - und eine Reihen von Performance-Engpässen sind beseitigt. Ich habe Joel on Software von Anfang bis Ende gelesen - um die Ära 'meiner Zeit in der IT' nachzuerleben und um ein bisschen Grundlagen nachzutanken. Ich klickte auf jedem Link und bin bei Structure and Interpretation of Computer Programs hängengeblieben (SICP) - die beste Vorlesung, die ich jemals 'besucht hatte': Gleichzeitig philosophisch tief und praktisch sofort nützlich. Meine Simulationen wurden um einen Faktor schneller.

Um immer wichtig war: Reverse Engineering und Debuggen - immer so tief und auf dem Level, auf dem ich Software gerade verstanden hatte. Als meine offizielle Rolle IT Security / Public Key Infrastructure Consultant war, war der beste Task immer das Ausschnüffeln und Tracen von exotischen Problemen mit X.509-Zertifikaten, das Durcharbeiten von RFCs. Jedes Mal, als ich selbst nur der Kunde war, endete es mit Low-Level-Debugging - z.B. als sich mein Mail-Client und ein Mailserver nicht verstanden... und ich eigentlich nur eine Rechnung signiert habe wollte mit dieser SMTP-Signaturlösung.

Dann habe ich endlich C/C++ gelernt und viel über Assembler und Reverse Engineering / Malware-Analyse gelesen. Nur so kann man eigentlich auch das letzte Kapitel von SICP wirklich schätzen und die selbstbezügliche Eleganz von Compilern und Interpretern.

Um mir den Stack (den im Memory) vorzustellen - und was in den Registern passiert, griff ich zu meinem Jahrzehnte alten Elektronik-Buch, Kapitel Mikrocontroller. Und dann ... Erkenntnis! Die wesentlichen Grundlagen haben sich nicht dramatisch geändert. Verschiedene Prozessoren nutzen verschiedene Instruction Sets, und wir haben uns gesteigert - 8bit, 16bit, 32bit... Aber die Essenz der Erklärung - was ein Stack ist und wie man mit Return zurückfindet aus einer Funktion - sind noch genauso gültig wie zu der Zeit als dieses Buch und SICP neu waren.

Alles passt zusammen: C ist fast eine Voraussetzung um Feldbus-Kommunikation die Beschreibungen dazu in den Standards zu verstehen. Und (unsere) Steuerungen verwenden Feldbusse. Und außerdem ist man als (Nicht-unbedingt-Software-)Ingenieur immer auch Detektiv - wenn man Software aus der Steinzeit reverse engineered um sie überhaupt verwenden zu können.

Eigentlich der logische Platz, an dem man sein sollte: Als Physiker in der IT, oder Ingenieur mit IT-Tools oder was auch immer.

Und jetzt: Weiter zu Python!

 

Ich sage ja oft: Eigentlich / wirklich / im Grund ist alles was ich mache ... Reverse Engineering von Blackboxen! Das betrifft Software, Drähte, Hydraulik - und alles dazwischen, wie die Steuerung.

Irgendwann war ich offiziell technischer Spezialist für bestimmte (Software-)Produkte. Da nimmt der Kunde an, man hätte langjährige Erfahrungen und zig Schulungen hinter sich. De facto hab ich manchmal das betreffende Produkt am Wochenende vor dem Auftritt als Experte auseinander genommen und untersucht.

Was verbinde ich mit Reverse Engineering?

Pragmatischer Ansatz - 80/20. Jahrelang hatte ich an akademischen Publikationen gefeilt: Jede Formulierung x-mal umgedreht - oft nach zermürbenden Besprechungen, um die These wasserdicht zu machen, jedes Messergebnis hinterfragt. Und dann flog ich durch ein Wurmloch in die Welt des kleinen Computer-Fuzzis: Du stehst beim Kunden vor der störrischen Maschine und musst ein Problem lösen. Besser schnell als perfekt.

Jahre später könnte man dazu vielleicht sogar ein wissenschaftliches Paper schreiben. Das ist aber uninteressant, weil es nicht darum geht, andere Experten in demselben Fach zu beeindrucken. Ein dringendes Problem muss behoben werden, hier und jetzt ... aber nicht mehr.

Tiefe und Breite. Ja, man muss beim Reverse Engineering und Troubleshooting 'out-of-the-box' denken, wie man heute sagt. Das bedeutet aber nicht, dass es unwichtig wäre, Grundlagen und 'Theorie' zu betroffenen Problem zu lernen. Für optimal halte ich die Kombination von tiefem Wissen in einem Spezialgebiet - jenes, das man sich auch offiziell auf die Fahnen heftet - und breitem Halbwissen über die Gebiete darum herum. Also so, dass man mittels gezieltem Schnüffeln / Debuggen / Forschen auch in diese Gebiete tiefer eindringen kann und eventuell ein langsam ein neues Spezialgebiet erorbert.

Ursprünglich war mein Thema: Public Key Infrastructure, nun sind es seit einiger Zeit Wärmepumpen und Thermodynamik. Und plötzlich ergibt sich die Notwendigkeit, sich mit CAN-Bus-Netzwerkprotokollen zu beschäftigen, oder mit Wärmepumpen ohne elektrisch angetriebenem Kompressor.

Kein falscher Stolz. Es ist interessant und lohnend - und vor allem praktisch - an Problemen zu tüftlen, die man alleiner lösen kann. Ohne große Support-Organisation und Entwicklungsabteilung im Hintergrund. Besser einmal kurz sniffen und tracen als zu versuchen, einer Kontakt zu dem menschlichen Schöpfer der Blackbox herzustellen - einer unbekannten menschlichen Lebensform die vielleicht oder vielleicht auch nicht in einer Firma mit 1000en Mitarbeitern arbeitet.

Aber Aufwand/Nutzen für Sniffen versus Kontak sollte pragmatisch abgewogen werden - es ist manchmal nicht leicht, den Geek-Ethos zu dämpfen und sich durchzutelefonieren oder -e-mailen. Ich habe Social Engineering betrieben (mit guter Absicht!) ohne es wissen, um an Manuals, Passwörter etc. zu gelanden.

Letzendlich kann es Win-Win-Situation werden für alle Beteiligten - es gibt keine Art des Lernens, die so effizient ist wie das Fachsimpeln mit Kollegen. Und es gibt keine Art des 'Netzwerkens' die so sinnvoll und selbstverständlich ist wie Fachkollegen 'im Notfall' - also wenn man beim  Kunden nicht mehr weiter weiß - kontaktieren zu können. Umgekehrt ist man selbst auch Anlaufstelle bei Notfällen im eigenen Spezialgebiet. Glücklicherweise waren die Fälle selten, in denen das Verständnis von Win-Win sehr unterschiedlich war.

Wieder verwenden statt Green Field. Ich verbinde Reverse Engineering automatisch mit: Reparieren und Sanieren - anstelle von Wegwerfen / Löschen und Neukauf / Neuinstallation. Es kann meine persönliche Präferenz sein, da die 'Einschränkung' durch Vorhandenes einen ganz besonderen Reiz hat und die Kreativität anspornt.

Ein übernommenes Altsystem ist immer eine Blackbox, die es zu entschlüsseln gilt. Aber auch Dinge, die man selbst gebau hat vor Jahren, können einem selbst irgendwann Rätsel aufgeben, die man schneller mit Debugging löst als mit dem Nachlesen der eigenen Dokumentation (.... das sage ich als legendär-exzessiver Dokumentator).

Was die Experten sagen ... muss nicht immer richtig sein. Zu wissen, was diese Dinge machen und wie sie funktionieren ist die Basis für die Kontrolle darüber - und kein externer Profi / Lieferant / Dienstleister kann einem dann ein Gschichtl erzählen.

Wenn der Fachexperte (der oft auch gleichzeitig der Verkäufer von neuem Zeug ist) behauptet Das geht nicht, dann kann man das nur widerlegen, indem man zeigt, dass es geht.Vielleicht ist das der wichtigste Aspekt überhaupt - in Zeiten von immer mehr Schnittstellen zu externen Diensten, Clouds und immer schöner verpackten und versiegelten Blackboxen, die man unter Androhung legaler Konsequenzen keinesfalls reverse engineeren darf.

Wärmepumpe hacken

2017 war das Jahr ohne besondere Ambitionen. Ernte einfahren war angesagt!

  • Endlich habe ich essentielle Grundlagen der Computer Science nachgeholt - gemeinsam mit einer Zeitreise in die Geschichte von Software und Computern. Was als philosophisches Hobby begonnen hatte, endete handfest mit einer Performance-Verbesserung meiner numerischen Simulationen.
  • An diesen Simulationen unseres Wärmepumpensystems habe ich ausführlich gebastelt. Die wesentlichste Erkenntnis: Je moderner ein Haus ist, umso eher muss man / müsste man die Vorlieben der Bewohner simulieren als Physik und Steuerungslogik.
  • Reverse Engineering, Troubleshooting, Debugging: Genau das ist es, was meine Lieblingsgebiete aus Wissenschaft und Technik für mich verbindet: Hydraulische Rätsel zu lösen lässt die gleichen Synapsen aufleuchten wie das Ausschnüffeln von Netzwerkprotokollen.
  • Theoretische Physik und so:  Ich bin wieder bei der Thermodynamik gelandet und der statistischen Mechanik; elegant und immer noch interessant - auch 'nur' auf dem Level der 1960er Jahre. Ich merke, dass ich Einiges über Wärmetransport geschrieben habe - und es sickert jetzt ein, dass ich tatsächlich, so richtig Physik verwenden kann im Ingenieursalltag.
  • Als Techie kommt man nicht umhin, also habe ich auch ... nachgedacht über: Automatisierung, Standardisierung und die großen Plattformen (Facebook & Co wie das im Qualitätsjournalistendeutsch heißt). Ich hatte ewig gekämpft mit Blog Posting über 'The Future of Small Business' - und der Optimismus hat gesiegt, Heute formuliere ich es noch drastischer positiv: Ja, es gibt eine Sphäre der handwerklichen Manufaktur und der Dienstleistungen durch und für menschliche Lebensformen. Technische Dienstleistungen meine ich übrigens, NICHT das berühmte: Irgendwas mit Menschen. Aber trotzdem außerhalb der Standardisierungs-Tentakel der Datenkraken.
  • Mein Blog wurde 5 und ich habe mir erlaubt im alten Stil den Bewusstseinsstrom fließen zu lassen (eh nur kurz!). Aber generell hat das Subversive Elkement offenbar die Entscheidung getroffen, dass es auf dem elkement.blog den echten technischen Content gibt - gnadenlos selbst-lektoriert. Hier gibt es diese ständigen Updates mit etwas zuviel Selbst-Bezug - dafür wird von elkement.subversiv.at auch nichts geshared. Die Themen an sich sind die gleichen auf Blog und Website - nur geht's dort eher um das Thema und hier eher um Elkement und [insert here: Wärmepumpen, Security, etc.]
  • Die Tomatenernte war nicht schlecht! Auch wegen des kühnen, aber letztendlich erfolgreichen Versuchs, einige späte Fleischtomaten erst direkt im Freiland keimen lassen.
  • Palmkohl (der auf Englisch den sympathischen Namen Dinosaur Kale trägt) ist großartig - geschmacklich und betreffend Widerstandskraft: Er hat einen Angriff des Kohlschotenrüsslers überstanden. Zu Letzterem: Lasse nie Schoten reifen (von Radieschen und Rettich), wenn Du in einer Raps-Gegen lebst.
  • Diese Website ist und bleibt old-school statisch und nicht interaktiv. Aber auch mein Blog sieht mittlerweile aus wie die klischeehafte Geisterstadt im Wilden Westen. Aber der Schein trügt etwas: Die Kommunikation hat sich auf versteckte 1:1-Kanäle verlagert. In diesem Sinne: Danke an alle, die hin und wieder mitlesen!

    Cheers!

Das Web hat hier seine eigene Kategorie - immerhin war es die (damals) anarchische Spielwiese, auf der subersiv.at gewachsen ist.

Damals hatten wir statische simple Webseiten, die uns Der Server serviert hatte; dann wurde HTTP(s) das Universelle Firewall-Bypass-Protokoll. Wir synchronisieren Dateien in der Dropbox oder 'cachen' unsere Mails offline. Anwendungen wie Teamviewer oder die Dinge im Internet of Thing bohren kontrolliert kleine Löcher in unsere Firewall, damit sie von außen erreichbar sind.

Aber darüber habe ich anderswo geschrieben - über die (Un-)Sicherheit des Internet of Things oder wie die Plattform-Kraken kleine Firmen langsam in ihren Tentakeln einfangen. Mein 'Logo' ist ein wütender Dinosaurier - also habe ich gemischte Gefühle, was die Kulturgeschichte des Internet betrifft. Aber es gibt jedenfalls diesen einen positiven Punkt: Der kreative HTTP(s)-Zauber machte es möglich, dass wir auf eine Art zusammenarbeiten können, die ich vor 25 Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Damals, also noch echte geklammerte Dateien in physischen Ordnern gesammelt wurden.

Ich arbeite hauptsächlich 'remote', nicht nur in IT-Projekten. Vor 10 Jahren habe ich als IT Consultant auch im so genannten 'Home Office' gearbeitet. Aber die Kultur(?) hatte häufiger Meetings in echt erfordert. Heute unterstütze ich einige langjährige IT-Security-Kunden, aber vor allem remote und/oder asynchrone Kanäle. Zum Start unseres Wärmepumpen-Business im Stealth Mode war mein Standard-Schmäh: Irgendwann werden wir in Ingenieursprojekten so arbeiten wie in IT-Projekten. Aus dem Witz wurde Realität - heute ist das der Default-Modus, auch mit Kunden im geografisch erreichbaren Rahmen.

Technologie ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung: Die Software-Tools gab es schon lange, als trotzdem noch Face-Showing-Rituale nötig waren (in der IT). Während der Wirtschaftskrise 2008/2009 versuchten Firmen aber, Reisekosten einzusparen und 'remote' wurde üblicher. Nachher kehrte man nicht mehr zur früheren Arbeitsweise zurück [Keine Statistik, Einzelerfahrungen.]

Unbedingt erforderlich ist die Kunst der asynchronen Kommunikation, die äußert im Erfassen von mehr als den ersten drei Zeilen eines E-Mails. Es leben die verschachtelten Diskussionen - 'Antworten unten in rot!'. Unsere Kunden haben diese Fähigkeit - Technikfreaks / Geeks in typischerweise technischen / zahlenlastigen / IT-Berufen.

Politik sollte keine Rolle spielen (dürfen). Sobald die berühmten non-verbalen Signale und Zwischentöne entscheidend werden, ist die 'Bandbreite' der Remote-Kanäle zu gering. Fraglich ist, ob sich die Politik in noch so vielen Echt-Meetings bändigen lässt. Pragmatischer Ansatz: Arbeiten mit einem tatsächlich verantwortlichen Ansprechpartner - flache Hierarchien und Befehlsstrukturen :-) Wird man in Teamstrukturen und -konflikte hineingezogen und erhält man, wird es schwieriger. Meine Erfahrungen mit geheimen Meetings und diplomatischen Mandate als Mediator waren durchaus lohnend, aber ich lege es nicht mehr darauf an.

Der Spirit in einem Remote-Projekt sollte keinesfalls unterschätzt werden -  unsere Liste der Projektschritte liest sich etwas zu technisch und trocken. Ich kann hier nur verweisen auf einen Bericht mit Zitaten im O-Ton - da wird alles thematisiert von der Zaunanakonda, über den interdisziplinären Arbeitskreis, von Whisky über Quantengravitation zum Holodeck.

Holodeck ist ein gutes Stichwort: Wer hat nicht schon der Augmented Reality gelesen und Videos von den Ingenieuren im Kraftwerk mit der Holo-Brille gesehen? Als Dinosaurier ist das Subversive El(k)ement da etwas zurückhaltend. Aber wurdern würde es mich nicht, wenn unsere Kunden ihren Wärmetauscher irgendwann einmal am 3D-Drucker ausdrucken werden anstelle mit traditionell-konservativen Plänen und Stücklisten zu arbeiten.

So: Damit ist das Elkement als Ur-Netizen (die elkementaren Domains gibt's seit den frühen 00-er Jahren) wieder voll motiviert. Wie in alten Zeiten, als wir genüßlich zusehen wollten, wie das subversive Internet und echte Kommunikation dem Fernsehen und der klassischen Werbung das Fürchten lehrt. Pflichtlektüre: The Cluetrain Manifesto.  Irgendwie lustig, angesichts 'Tracking' und dem Kampf von Datenschützern und Netz-Puristen gegen die Kraken. Auf eine irrationale Weise ist es doch der positive Drive von Remote-Arbeitspionieren wie  Automattic (wordpress.com) die 'Das Web' für mich definieren!

Was mache ich eigentlich seit Jahrzehnten - in praktisch jedem Job, den ich jemals hatte ... und als Teil jeder Ausbildung, akademisch oder im Selbststudium?

Antwort: Software-Entwicklung! Diese Erkenntnis nehme ich zum Anlass, über meine Beziehung zur Computern und den dazugehörigen Wissenschaften und Aktivitäten zu philosophieren. Wie so oft, denke ich in Gegensatzpaaren.

Solide Ausbildung versus 'Learning by Doing'. Wie es ein IT-Kollege so treffend formulierte: In den Pionierzeiten war man gleich ein Experte, wenn man die Maus richtig halten konnte. Die 'IT-Branche' war ein Sammelbecken, offen für Leute mit 'irgendwelchen' oder keinen Qualifikationen.

Resultat: Die 'Hacker Ethic'. Es zählen die Fähigkeiten, die Du jetzt live demonstrieren kannst, nicht die Papiere. In den 1990ern - vor der dotcom-Krise - konnte man quasi ein handgeschriebenes Schild aufstellen 'Mache alles mit Computern' und bekam einen Vertrauensvorschuss.

Aufbau versus Zerstörung. Disclaimer: Ich war und bin lange genug verantwortlich dafür, 'Systeme' am Leben zu erhalten. Manche leben länger als es mir lieb ist; ich fühle mich wie der COBOL-Programmierer im Jahr 2000.

Aber das Interessanteste war immer herauszufinden, wie etwas funktioniert. Das kann auch kontrollierte Zerstörung erfordern. Debugging. Reverse Engineering. Troubleshooting. ... Was wiederum die Basis ist für die konstruktive Aufbauarbeit: Wie soll man sonst verwaiste System-'Blackboxen' oder undokumentierte Schnittstellen verstehen? Für mich war diese Reverse-Engineering-Mentalität immer die natürliche und direkte Verbindung zwischen Physik und IT.

... wichtiger als der mathematische Unterbau von Physik sowie Informatik oder die Programmierfähigkeiten, die man als Physiker angeblich so mitbekommt. Von FORTRAN - 'Programmierung für Physiker' weiß ich nicht mehr viel. Als Experimentalphysiker ein 'System der Natur zu debuggen', mit 'out-of-the-box' Ideen, war das eigentliche IT-Training: Welchen Parameter muss man ändern, um welchen Effekt zu erzielen? (Wenn man supraleitende Schichten erzeugt indem man mit Laserpulsen auf eine kleine keramische Probe schießt). Wie schließt man möglichst schnell und effizient aus, welche Parameter keinen Einfluss haben?

'Good-enough' Ansatz versus Perfektionismus. 80/20 oder vielleicht sogar 99/1. Man muss nicht alles wissen. Ich erinnere mich an mein erstes 'Live-Troubleshooten', als frischgebackener Computerberater. Mein Hintergrundwissen war spärlich - so gering, dass es mir heute fast peinlich ist diese Leistungen damals angeboten zu haben. Andererseits hatte ich alle Probleme tatsächlich gelöst - meistens sehr schnell.

In diesem Moment wurde mir der Kontrast zwischen pragmatischem Anpacken trotz unvollständigen Wissens und den endlosen Schleifen des Feilens an akademischen Veröffentlichungen bewusst. Wenn da ein Satz noch ergänzt wurde mit Tentatively, we assume,... nur um ganz sicher zu gehen; obwohl man eh schon ein Spezialist in einer sehr begrenzten Nische war.

Pragmatismus heißt auch: Kein falscher Stolz! Es wird die Lösung gewählt, die am vielversprechendsten erscheint: Tief hineinknien, oder auch: intelligent googeln oder jemanden mit Erfahrung fragen. (Letzteres aber nur, wenn man in ähnlicher Weise auch einmal selbst etwas beitragen konnte.)

Top-down, bottom-up, oder irgendwo in der Mitte beginnen. Ich war nicht der typische Computer-Nerd als Teenager; ich hatte keinen Computer außer dem programmierbaren Taschenrechner, auf dem man immer nur eine Zeile BASIC-Code sehen konnte. (Was aber reichte, um z.B. den Simplex-Algorithmus zu programmieren...).

Ich war eigentlich nur ein 'Benutzer', bis ich an der Reihe war, meinen Beitrag zur klassischen universitären Patchwork-Programmierung zu leisten: am Turbo-Pascal-Code zur Steuerung einer Anlage - Tieftemperaturmessungen elektrischer Eigenschaften von Proben.

Aber kurz darauf war ich dann plötzlich ganz oben in der Ebene der Abstraktionsschichten und habe - zugegeben :-) - in Visual Basic for Applications, ASP, VBScript programmiert. Langsam bewege ich mich 'nach unten', lerne endlich C++ und wärme ins Unterbewusste verdrängtes Wissen auf ... über 'Registermaschinen' und Assembler. Wobei das ja eigentlich die logische Grenzfläche zwischen Hardware und Software wäre, an der man als Physiker arbeiten sollte.

Grüne Wiese oder Renovier und ('Refactoring'). Selten habe ich etwas so richtig 'from scratch' entwickelt, und selten war mir das ein Bedürfnis. Harte Einschränkungen, Schnittstellen oder Schnipsel von mysteriösem Alt-Code sind die interessante Herausforderung - ähnlich wie die Sanierung eines alten Hauses im Vergleich zu einem Neubau.

Ich bin gerne Systemärchäologin - inklusive von 'Eigenforschung', was meine eigenen Kreationen betrifft, die ich jahrelang nicht angefasst habe.

Das Ausgraben von Alt-Daten oder -Code ist ohnehin ein Job, der bei vielen nicht sehr beliebt ist - also ist es umso besser im Sinn einer Arbeitsteilung, wenn man genau das gerne macht. Es ist das Gegenteil davon, die Chance zu haben, das neueste coolste Tool ausprobieren zu können.

Philosophische Grundlagen versus: die banale Lösung einer relativ alltäglichen Problemstellung.. Ein Meta-Thema meines kürzlich veröffentlichten Postings: Joel Spolsky empfiehlt (Bewerbern für Softwareentwickler-Jobs) ihre Leidenschaft für die Sache zu untermauern indem sie erwähnen wie die Lektüre von Structure and Interpretation of Computer Programs sie zu Tränen gerührt hat.

So weit hergeholt ist das gar nicht: Ich habe selten ein Lehrbuch gelesen bzw. eine Vorlesung besucht, die gleichzeitig so viele philosophische Erkenntnis-Lämpchen gedrückt hat und andererseits so nützlich war für die Programmieraufgabe, die gerade auf meinem Schreibtisch lag.

In der Hälfte meiner älteren Essays 'im Internet' geht's um meine qualvolle Suche nach diesen philosophischen wissenschaftlichen Tiefen - angesichts der harten Realität im Alltag des arbeitenden Techies. Auf der Uni hatte ich - noch sehr grün hinter den Ohren - angeboten bekommen, an einem Optimierungsprojekt für die Produktion von Plastikfenster mitzuarbeiten. Natürlich hatte ich das abgelehnt. Was denn auch sonst - unter dem Eindruck von Gödel, Escher, Bach und getrieben von dem Wunsch die tiefsten Rätsel des Universums zu entziffern und die Probleme der Menschheit zu lösen als Wissenschaftler-Ingenieur-Philosoph.

Ich muss lächeln; diese Anekdote demonstrierte so Vieles so perfekt. Nach x Jahren Praxis denke ich, dass man 'begeistert' ('passionate' wie das in der einschlägigen Literatur heißt) ist bzw. wird ... genau für jene Sache und jene Themen, in denen man gut ist. Nicht umgekehrt. Ich könnte sagen, ich habe zum philosophischen Überbau zurückgefunden und 'rette die Welt mit erneuerbaren Energien'. Aber eigentlich ist und war es immer das technische Rätsel, das mich angespornt hat - die 'Debugging-Challenge'. Und jedes Stückchen von noch so bodenständigem Code, das zur Lösung produziert werden muss spiegelt das die grunsätzlichen tiefen Wahrheiten (in Gödel, Escher, Bach or Structure and Interpretation) wider.

Diese Website sollte an Ihre Wurzeln anknüpfen – radices.

Kurz nach der Jahrtausendwende hatte ein selbst ernanntes Subversives Element einige Domains reserviert, darunter subversiv.at und radices.net. Heute wird der Leser auf diese Site weitergeleitet, und elkement.subversiv.at scheint trotz vielversprechendem Namen in letzter Zeit zu sehr ins Professionelle abzugleiten. Die alten Inhalte von findet man vor allem in den beiden Kategorien Physik (radices) und Kunst (subversiv) erkennbar. Die Spuren der Materie-Antimaterie-Kollisionen dieser Welten sind in der in der Rubrik Leben nachzulesen. Was auch die Kategorie des aktuellen Artikels erklärt.

subversiv.at kann man als den berühmten kreativen Ausgleich verstehen. Es war die rote Gummizelle mit weißer Schrift in der das Element testen konnte, was es schreibt, wenn ihm zwar bewusst ist, dass das jeder lesen kann … aber wenn ihm genau jenes Faktum relativ egal ist. Radices und Subversiv haben sich zueinander hin entwickelt, bis die Fusion unausweichlich war – nach einer letzten Phase des professionellen Aufbäumens, als radices.net plötzlich auch Container für Links zu IT-Sicherheit wurde.

Meine anekdotische, subversive Eigenforschung an meinem Blog elkemental Force zeigte doch einen Trend: Jede Website, die die übliche Bloglebensdauer von 1-2 Jahren überlebt, entwickelt ihre eigene Persönlichkeit. Es gibt eine 'große' Idee im Hintergrund. OK, die Idee ist natürlich nicht wirklich groß, aber zumindest so umfassend und so abstrakt, dass die Kategorien unter diesem Schirm zusammengefasst werden können. Wenn ein Blog organisch wächst und nicht unter dem Druck irgendwelcher ‘Ziele’ – ist das auch für den Autor nicht gleich erkennbar. Eine subversive Website widersetzt sich ihrem Schöpfer.

Das elkement.blog versucht immer auf den Punkt zu kommen. Ganz punktwissen. Artikel sollen aufeinander aufbauen, sinnvoll miteinander verlinkt werden in Verzeichnissen und FAQ-Listen. Auch die philosophischen Artikel werden komprimiert und editiert, und wenn diese doch einmal länger ausfallen, sind sie zumindest unterhaltsam und voll von Popkultur-Anspielungen.

Hier, auf subversiv.at, gibt es seit X Jahren immer den gleichen Artikel, in immer anderen Ausprägungen. Das elkement kommt eventuell einem Punkt oder aber anderem Gebilde in seinem Hyperraum immer näher. 2013 war hier z.B. von einer Naturphilosophischen Praxis zu lesen, kürzlich ging es um Relativitätstheorie. Immer wieder geht es darum, sich Physik für sich zu erarbeiten: zum eigenen persönlichen Vorteil – praktisch und handfest, aber auch zur eigenen 'Erbauung'.

Die Beharrlichkeit meines Unterbewusstseins bzw. meiner Sites sollte dadurch belohnt werden, dass wir diese Themenführerschaft jetzt endgültig anerkennen. Diese Hintergrundgedanken sind irgendwie ganz still und heimlich auch in die professionelle Sphäre eingesickert. Das ein oder andere Mal hat meine berufliche Tätigkeit auch den Charakter von Physik-Grundlagen-Coaching. Auch ein Subversive Element wird irgendwann einmal ein Senior oder vielleicht sogar Principal Subversive Element. Die elkementaren Prinzipien schlagen dann durch.

  • Das Interessanteste am 'Physik erarbeiten' ist, dass man ein und dasselbe Thema aus unterschiedlichen Perspektiven kennen lernen muss. Zu Beginn fängt man – notwendigerweise – an irgendeinem, mathematisch nicht zu anspruchsvollen, Ende an. Aber irgendwann einmal, sieht man plötzlich alle diese Zusammenhänge. Man kann fühlen, wie sich neue Synapsenverbindungen bilden. Das alleine ist es wert, sich mathematisch hineinzutigern. Irgendwie möchte ich auch das vermitteln.
  • Grundlagen lassen sich im Gegensatz zu Wissenschaftsanekdoten nicht oder fast nicht ergooglen. Wenn man ein praktisches Problem lösen will, kommt an also mit dem Versuch gedanklich nachzuvollziehen was sich in einem System abspielt)oft weiter als mit dem berühmten ‘Googeln von Fehlermeldungen’. Das Gute ist, dass man heute unglaublich detailliertes und qualitativ hochwertiges Material zu Grundlagen auch online findet.
  • Mathematik putzt das Gehirn durch. Besser noch, wenn die Mathematik auch einen Bezug zur realen Welt hat. Man verlernt nur leider das mathematische Denken ohne Training. Als frischer Uniabsolvent könnte man sich zurecht berufen auf das analytisch geschulte Denken, nach einigen Jahren Powerpoint und Office Politics lässt aber die Wirkung nach. Ich teste seit vielen Jahren, wie man das essenzielle naturwissenschaftliche Wissen lebendig hält – auf eine persönlich bereichernde Art. Und ganz unverhofft findet man plötzlich auch Hinweise darauf, dass die psychologische Forschung diese Thesen eventuell bestätigt.
  • 'Unsere Welt' wird scheinbar immer unverständlicher und 'digitaler'; Technik wird hinter schönen Benutzeroberflächen versteckt. Artikel über Cyber Security lassen alles bedrohlich wirken – oder man stumpft irgendwann ab. Was bringt es, elektromagnetische Grundgleichungen zu verstehen, wenn es eigentlich um die Algorithmen der Datenkraken geht? Das auf den Punkt zu beantworten, ist noch eine Herausforderung für das elkement. Aus eigener Erfahrung macht es aber einen großen Unterschied, die digitale Welt als Blackbox wahrzunehmen oder sich ihr auch von der Welt der physikalischen Grundlagen anzunähern. Als Ergänzung bleibt immer auch die Annäherung top down … genau das hat ja auch meinen Weg gekennzeichnet: Ich war auf der Uni noch kein Computerfreak, der Assembler programmieren konnte: Ich bin ganz klassisch als Microsoft-Benutzer eingestiegen und habe Systeme als Black Box behandelt. Mein Training als Experimentalphysiker hat mir anfangs vor allem dadurch geholfen, dass ich schnell Fehler finden konnte ohne Details zu kennen (wie Lecks in einer Vakuumapparatur).

Seit Jahren ist ein Dinosaurier mein Blog- und Weblogo – ein Dinosaurier, der die vernetzte, smarte Welt aus der Distanz betrachtet … jene Welt, in der man sich heute als Naturwissenschaftler und Techniker bewegt oder bewegen sollte. Jahrelang war ich ein aktiver Teil genau dieser 'innovativen Speerspitze'. Mittlerweile hat sich etwas Anderes - etwas Neues oder besser Altes – herausgebildet.

Neues und Altes zu meinen "Saurier"-Aktvitäten und –gedanken soll jedenfalls meine Leitlinie sein auf dieser Site.

Theoretische Physik in 6 Bänden - von Wilhelm Macke.

Meine Philosophie!

(elkement. Erstellt: 2017-03-11. Tags: Alles, Arbeit, Business, Leben, Philosophie, Wissenschaft. Englische Version.)

Über Wissenschaft und Technologie

  • Meistens gibt es eine technisch einfachere Lösung.
  • Ich nenne mich manchmal 'Geek', aber ich kann mit der aktuellen Cheerleader-Bewegung für 'Science' wenig anfangen: Wissenschaft 'mögen', aber nicht im Detail lernen wollen.
  • Die besten Herausforderungen sind für mich die Probleme, die jemand tatsächlich genau jetzt gelöst haben will.
  • Das erklärt, warum ich keine geförderten Forschungsprojekte mache.
  • Theoretische Physik reinigt das Gehirn. Mathematik ist nützlich, auch wenn man sie nicht direkt braucht.

Über Leben und Arbeit

  • Wenn eine Geschäftsbeziehung ohne Vertrag nicht funktioniert, funktioniert sie auch mit Vertrag nicht.
  • Glaube keinen Strategen und Experten, speziell wenn ihre primäre Rolle ist, zu 'beraten' und nicht zu 'tun'.
  • Meinungen beurteile ich nach 'Skin in de Game', praktischer Erfahrung und Ausbildung des Betreffenden. In der Reihenfolge. Das ist auch meine Richtschnur für meine eigenen Meinungsäußerungen.
  • Ich zahle nicht für 'Leads' - ich empfehle andere ohne Bedingungen, und andere empfehlen mich. Nicht unbedingt 1:1.

Über das Internet

  • Dir größte Innovation aus meiner Sicht? Remote zu arbeiten.
  • Worüber ich froh bin: Vor der Web 2.0 Ära schon gebloggt zu haben. Der Witz am Online-Schreiben ist nicht, Likes und Kommentare zu erhalten, sondern: sich selber später zur Verantwortung ziehen zu können - weil das prinzipiell jeder lesen könnte.
  • Das Paradoxon der freigiebig geteilten Information im Internet: Je mehr man teilt, umso mehr Anfragen nach noch mehr gratis Info bekommt man.
  • Egal, wie scheinbar einzigartig die Kombination der eigenen Interessen zu sein scheint - man findet Leute im Internet mit genau denselben. Nur besser. Kein schlechter Augenöffner.

Ein ähnlicher, aber deutlich kürzerer Artikel erschien gerade auf meinem Wordpress-Blog. Wie immer, konzentriere ich mich dort darauf, eher nützliche Informationen bereitzustellen, wogegen ich hier meinem Gedankenstrom dazu freien Lauf lasse.

'Das Internet hat unsere Welt verändert.' Damit wäre der abgegriffene Einleitungssatz erledigt. Ich meine aber insbesondere folgenden Effekt: Egal, wie mutmaßlich speziell die eigenen Interessen, Hobbies, oder eine Kombination beruflicher Spezialgebiete ist – man findet 'im Internet' immer jemanden, der dieselbe Kombination repräsentiert.

Es gibt Gruppen für Physiker, die in der IT-Security gelandet sind, wahrscheinlich auch noch die Untergruppe der Dilbert-Cartoon-Aufhänger. Es gibt (professionelle Wissenschaftler, die auch professionelle Wissenschaftsjournalisten sind. Es gibt aber auch – und um diese Community geht es mir hier hauptsächlich – eine (wachsende?) Gemeinschaft von technischen Experten und 'Profis', die in Ihrer Freizeit theoretische Physik lernen. Damit sind nicht die Perpetuum-Mobile-Patentierer gemeint, oder diejenigen, die meinen mit Schulphysik Einstein widerlegen zu können. Ich bin gestoßen auf z.B.: Manager für Forschung oder Innovation, die nebenbei Physikbücher schreiben – Grundlagenphysik oder Quantenfeldtheorie. Insbesondere letztere scheint ein beliebtes Thema der Wiederaufarbeitung zu sein. Pensionierte IT-Experten, die ursprünglich Physik studiert hatten, aber als IT-Berater oder –Manager gearbeitet hatten. Serveradministratoren oder Managementberater, die neben einem stressigen Job Zeit finden, im Wiki-Stil Themen aus der Physik in ihren Blogs aufzuarbeiten.

Wissenschaftsblogs und –bücher scheinen diese Zielgruppe auch besser bedienen zu wollen, siehe z.B. Susskind's Theoretical Minimum oder die beliebten Blogs von theoretischen Physikern wie Sean Carroll.

Ich zähle mich auch zu dieser Gruppe: Ursprünglich war es eine Kompensation für die Herausforderung in einem 'schnelllebigen technischen Umfeld' (das nächste Klischee!!) dauernd neue Technologie zu verwenden – und das damit verbundene Gefühl des rapide veraltenden Wissens. Es musste doch etwas geben, das von Dauer ist? Man kann natürlich auch darüber diskutieren, dass sich die Grundlagen 'moderner' Technologien ohnehin nicht wirklich so schnell ändern, aber 100%ig gilt das für die Grundlagen der Physik (… auch wenn die aufgeregten Pressemeldungen der Unis etwas anderes suggerieren). Damit war die Aufarbeitung von Grundlagenphysik und Mathematik vor vielen Jahr mein frühmorgendliches Ritual zur Einstimmung auf einen Tag Troubleshooting.

Als Nebenprodukt entstanden auch sozusagen populärwissenschaftliche Artikel – vor allem auf meinem Blog elkement.wordpress.com. Ich denke, dass mir hier aber meine eigene – und für mich selbst nicht immer erkennbare – Hidden Agenda meine Ziele betreffend Verständlichkeit unterwandert hat. Mein eigenes Ziel war es, meine eigenen weißen Wissensflecken aufzufüllen oder wiederaufzufüllen. Die interessantesten Punkte für mich waren eine Auswahl, die man aus populärwissenschaftlichen Gesichtspunkten so nie treffen würde – und meine Darstellung war ein Kompromiss aus 'wie ich dachte, dass man Grundlagen erklärt', durchsetzt mit meiner sehr persönlichen Auswahl von Erkenntnissen.

Z.B. wurde ich 2012 natürlich auch vom Higgs-Teilchen-Fieber gepackt und wollte verstehen, wie dieses Teilchen (bzw. 'sein Feld') anderen Elementarteilchen Masse 'geben' kann. Mit einer soliden Ausbildung in nicht-relativistischer Festkörperphysik fühlte ich mich aber als Anfänger in der Teilchenphysik. Erst nach einer längeren Lernphase wurde mir endlich klar, dass ich diesen Mechanismus hätte kennen müssen, insbesondere nach der Arbeit mit Supraleitern: Der Higgs-Mechanismus entspricht einem Anderson-Übergang, und das Sombrero-Hut-förmige Potential in populären Artikeln zum Higgsfeld und der spontanen Symmetriebrechung tritt auch in der Ginzburg-Landau-Theorie der Supraleitung auf.

Ebenso hätte ich wissen müssen, wie und warum der Austausch eines virtuellen Teilchens klassisch gesehen eine Kraft repräsentiert: das tatsächlich populärwissenschaftliche Bild der Anziehung zweier Elektronen, die ein Cooper-Paar formen, zeigt das in dem Fall wirklich treffend und anschaulich: Ein Elektron deformiert das Gitter (sendet ein Phonon aus, das Quant einer Gitterschwingung), das zweite Elektron fühlt die Deformation (empfängt das Phonon). Auch die Macht von Konzepten und möglichen Missverständnissen wurde mir klar, als mir endlich klar wurde, dass Dirac in seiner Gleichung keine 'Wellenfunktion' beschreibt, sondern ein (klassisches) Feld, dessen quantenmechanisches Gegenstück ein Feld von Operatoren ist. Der Begriff der zweiten Quantisierung (eines klassischen Feldes, dessen Bestimmungsgleichung Schrödingergleichungs-artig aussieht…) stand dem im Weg.

Dieser Artikel war bewusst unverständlich geschrieben: Erstens weil das im Gegensatz zu meinem Blog meine Website ist, deren Artikel ich ohnehin niemandem Social-Meda-mäßig 'zur Kenntnis bringe'. Andererseits illustriere ich damit genau mein 'Problem': Ich möchte nun eben diesen Moment der eigenen Erkenntnis beschreiben: den Moment der Verknüpfung und Wiederbelebung von Dingen, die ich eigentlich eh gewusst habe, mit (für mich) scheinbar neuen und aufregenden Gebieten. Ich denke (hoffe!) aber, dass sinngemäß alle Physik-Wiederaufarbeiter meine Begeisterung nachvollziehen können, bezogen auf welches Spezialgebiet auch immer.

Würde ich den Ansatz 'vermarkten' und erklären wollen, würde ich die m.E. messbaren Vorteile dieses Hobbies herausstreichen: Sich (wieder) in mathematische Details hineinzufinden, Beispiele zu rechnen und Ableitungen Schritt für Schritt zu folgen, schärft den Verstand. 'Mathematik putzt die Gehirnwindungen durch', sagte der Professor in der ersten Vorlesung, die ich jemals besucht hatte – und Recht hatte er. Das war damals als Motivation gedacht und auch als Warnung, beim hohen Aufwand des Studiums ('2 Stunden Nacharbeiten pro 1 Stunde Vorlesung') nicht aufzugeben.

Psychologen mögen dies erklären können, ich kann nur aufgrund meiner empirischen Eigenforschung (1 Datenpunkt!) feststellen: Wann immer ich hobbymäßig intensive der theoretischen Physik gefrönt habe, ging auch die bodenständige technische Arbeit leichter von der Hand: IT-Security-Troubleshooting, Datenbankprogrammierung, technische Konzepte planen.

Der Moment der eigenen Erkenntnis und die Freude daran sind nicht wirklich teilbar, vor allem nicht im Social-Media-Sinn. Damit stellt dieses einsame Hobby ein gutes Gegenmittel dar, einen Impfstoff, der Immunität verleiht in einer Kultur der Kommentare, der Likes und anderer Belohnungen. Der einzige Lohn hier ist das Gefühl, nach einem 'steinigen einsamen' Weg etwas erkannt zu haben: Lernen soll und muss nicht immer spielerisch und leicht sein – bzw. ist der sogenannte mühsame Aspekt spielerisch auf seine eigene Art.

Aber nun zu einem Beispiel – dem besten, das mir einfallen könnte. Es gab einen besonders großen weißen Fleck in meiner Wissenslandkarte, die Allgemeine Relativitätstheorie … kein Pflichtfach in meinem Studium und ich hatte auch meine Wahlfächer aus den Bereichen Festkörperphysik / Laserphysik / Optik / Supraleitung gewählt.

Aber die noch nicht erfolgte Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie (AR) und Quantenfeldtheorie (QFT) ist immerhin eines der fundamentalen Probleme der Physik heute; ich wollte zumindest ungefähr auch verstehen, worum es mathematisch geht.

Und hier kann ich Leser populärwissenschaftlicher Bücher verstehen: Auch ich kann die blumigen Metaphern zu Raumkrümmung etc. nur nachvollziehen und genießen, wenn ich weiß, worum es im Hintergrund wirklich geht. Sobald ein für neues mathematisches Konzept nötig würde, verstehe ich auch nichts mehr – bzw. führen Metaphern dann u.U. sogar zu falschen Assoziationen, wenn man gerade noch so extrapoliert von der Mathematik, die man gelernt hat.

Beim Lernen der AR fühle ich mich zurückversetzt in meine ersten Semester als Physikstudentin – bezogen auf die zwei Arten, in denen man sich der theoretischen Physik zu nähern kann: Entweder man lernt zuerst die nötige Mathematik, oder man lernt die gerade nötige Mathematik so nebenbei. Ersteres waren die Einführungsvorlesungen Lineare Algebra und Analysis (zu meiner Zeit), die sich an Physikstudenten wie an Mathematikstudenten richteten. Zweiteres war die Mathematik – oder wie wir es nach unserem Professor nannten: die Mackematik – die pragmatische Nutzung von Analysis und multilinearer Algebra – die vor allem in der theoretischen Mechanik und Elektrodynamik vorgestellt wurde.

Mit dieser On-the-fly-Mathematik kommt man auch ganz gut durch, bis man eine gekrümmte Raumzeit betrachtet: Hier scheint es zwei Philosophien der Einführung zu geben: Eine sehr formale, beginnend mit topologischen Räumen und differenzierbaren Mannigfaltigkeiten, oder das langsame Hinzufügen von 'Krümmung' (des Raumes oder der Raumzeit) zu den bereits bekannten Konzepten. Manche Autoren wählen eine gemischte Darstellung: Ein Kapitel Motivation mit Rotverschiebung von Licht im Gravitationsfeld und der anschaulichen Überprüfung der Krümmung, dann plötzlich der Sprung mitten in formale Einführungen von offenen Mengen und Abbildungen …. dann wieder zurück zu Anwendungen.

Ich habe mich jetzt für folgende drei – frei verfügbaren - Quellen entschieden – natürlich gibt es jede weitere Menge Vorlesungsunterlagen im Internet:

Sean Carroll wählt in seinen 'Lecture Notes' den gemischten Ansatz; zusätzlich zu den sehr ausführlichen mehr als 'Notes' stellte er diese No-nonsense Introduction als Zusammenfassung zur Verfügung. Er bleibt bei dem – aus seinen populärwissenschaftlichen Büchern – bekannten lockeren Schreibstil, was die Notes 'trotz des Stoffes' angenehm zu lesen macht. Der gemischte Stil macht die Darstellung abwechslungsreich, wenn auch vielleicht – wenn das die einzige Quelle wäre – etwas verwirrend.

Aber ich hatte ohnehin auch nach Videos gesucht. Eine Warnung vorab: Man kann mathematische Physik nicht aus Videos und 'Zuhören' alleine lernen aus meiner Sicht – zumindest müsste man mitschreiben oder sehr diszipliniert jeden einzelnen Schritt gedanklich zu nachvollziehen als ob man die Ableitungen selbst hinschreiben würde. Aber als eine der möglichen 'Quellen' sind Videos sehr wertvoll, da man das Themengebiet damit auch über einen anderen 'Kanal' kennen lernt. Vor einigen Jahren konnte ich noch keine vollständige und mathematisch tief gehende Vorlesung finden – aber vor einigen Wochen stieß ich auf die Vorlesungen im Rahmen der Heraeus Winter School on Gravity and Light 2015 (abgehalten in jenem Hörsaal meiner Alma Mater, in dem ich die theoretische Physik gelernt habe). Die Übungsblätter und Videos zu den Tutorials findet man hier auf der Veranstaltungswebsite.

Prof. Frederic P. Schuller konzentriert sich in den ersten Vorlesungen komplett auf die Mathematik. Sein erklärtes Ziel ist es, möglichst keine falschen Assoziationen zu Bekanntem zu wecken: Ein Vektor ist kein 'Pfeil' mehr, den man achtlos hin- und herschieben kann. Sogar die Metrik und damit der Begriff eines Abstandes wird erst sehr spät eingeführt. Was diese Winter School besonders macht, sind die ebenfalls (am Youtube-Kanal der Veranstaltung) verfügbaren Tutorial Sessions: Das praktische Üben des Umgangs mit einer 'neuen Nutzung scheinbar bekannter Symbole wie einer partiellen Ableitung ist unverzichtbar.

Aber trotzdem wollte ich es wissen: Kann man die Allgemeine Relativitätstheorie auch ganz ohne den mathematischen Überbau einführen – aber so, dass die Darstellung exakt bleibt und zu den bekannten Ergebnissen führt (Schwartzschild-Lösung…). Ich denke, ich habe die Meister des Genres gefunden: Landau und Lifshitz führen im letzten Teil des 2. Bandes ihres Course of Theoretical Physics – The Classical Theory of Fields – keine neuen mathematischen Begriffe ein. Die Krümmung und Transformationen bleiben maximal 'anschaulich', z.B. durch häufigen Bezug auf die Krümmung im 3D-Raum anstelle in der 4D-Raumzeit. Die Vernetzungen ('Gamma') wirken nicht furchterregender als die Sätze von Gauss und Stokes, und das Rechnen im gekrümmten Raum erscheint als natürliche Weiterentwicklung.

Im Gegensatz dazu betont Schuller, dass Einstein's jahrelanger Kampf mit seiner Theorie gerade darauf beruht hat, die Mathematik nicht rigoros genug – auf dem Level von Mathematikern – zu betreiben. Z.B. ist es unabdingbar zu unterscheiden zwischen der 'realen Welt' als topologischer Raum – mit minimaler draufgepropfter mathematischer Struktur – und ihrer Abbildung in Karten als Darstellungen in den bekannten multidimensionalen Vektorräumen reeller Zahlen.

Diese Vorlesungen und Bücher werden mich einige Zeit beschäftigen. Außerdem möchte ich auch wieder ein wenig QFT dazuwischenwerfen, z.B. habe ich auch begonnen, Dirac's legendäre Einführung in die Quantentheorie zu lesen. Nächstes Jahr 'plane' ich auch, mich wieder mit der Theorie der Supraleitung zu beschäftigen.

Ankündigungen auf Websites sind immer eine gefährliche Sache, aber angesichts eines wahrscheinlich mit Projekten vollgepackten Jahres ist es gut, auch die Hobbies rechtzeitig zu 'planen'.

Artist's concept of general relativity experiment. (Public domain - NASA - Wikimedia)

Ich versuche einmal etwas Neues: Diesen Text schreibe ich im WordPress.com-Editor, habe aber nicht vor ihn auf meinem Blog zu publizieren (und das nicht nur, weil ein einziger deutscher Artikel auf einem Englischen Blog sinnlos wäre).

Es erscheint anachronistisch, aber entgegen dem Mantra des Mitmach-Web waren Interaktion und Feedback ursprünglich nicht mein Ziel. Der Reiz des Schreibens in der Öffentlichkeit liegt darin, dass der Text im Prinzip gelesen werden könnte. Dass das Internet niemals vergisst und man sich selbst an seinen eigenen Aussagen misst. Dass man seine Äußerungen als früheres Wesen später lesen wird.

Außerdem waren meine frühen Webprojekte experimentell-subversiv und pseudonym - ungebändigtes Terrain voller weißer Blätter mit der Aufforderung, meine Ideen zu hinterlassen und immer und immer wieder zu verfeinern.

Heute habe ich auch eine andere Motivation - diametral zu diesem philosophischen Ansatz, aber den Ideen des Ur-Internet der Techies vielleicht näher: Das Internet ist der Ort, um technische Ideen, Argumente und Konzepte in ausgefeilter Form zu präsentieren. Die lineare Form eines Artikels zwingt einen dazu, in Notizen, Tabellen und Code einen lineare roten Faden zu bringen. Ich möchte die Schwachstellen meiner eigenen Argumentation schonungslos aufdecken. Was dabei an 'Wissenschafts- und Technologiejournalismus' herauskommt, ist wahrscheinlich entweder unverständlich oder langweilig, außer ein seltener Leser hat tatsächlich genau nach diesem Thema gesucht. Aber vielleicht schreibe ich für diese Zielgruppe: Wenn man selbst viel beruflich Nützliches, geistig Anregendes oder Unterhaltsames in bestechender Qualität und gratis online konsumiert hat, will man nicht nur in der Empfängerrolle sein.

Diese zweite Motivation lässt nicht so stoisch unabhängig von Feedback sehen - aber ein paar 'Views' der angepeilten Geeks sind ausreichend. Das scheint aber nur für unser Deutsches Blog zu funktionieren: Trotz scheinbar geringerer möglicher Zielgruppe sind bei gleicher Posting-Frequenz die Views deutlich mehr und steigend. Mein Englisches Blog ist langsam in einem virtuellen schwarzen Loch versunken, seitdem ich eher ingenieursnahe Physik schreibe und nicht mehr über Quantentheorie.

Meine persönlichen Favoriten unter den heuer publizierten Artikeln in der Kategorie (Geschichte der) Physik:

... und in der Kategorie Wärmepumpe / erneuerbare Energie: Und manchmal treffen sich Physiker und Ingenieur: Meine Quanten-Artikel waren - gemessen an den vielen Blogs echter Experten zu dem Thema - eher schlicht, aber im Vergleich dazu virale Hits.

Ein eher stilles Blog / eine stille Website kann mich aber meinem ersten Ziel näher bringen - dem Schreiben für sich selbst, der Selbst-Dokumentation zwecks späterem Vergleich. Letztes Jahr hatte ich diese Website(s) hier generalüberholt - nun weiß ich endlich, warum ich zwei Sites habe (elkement.subversiv.at und das Blog):

Hier gebe ich mir uneingeschränkte Erlaubnis zu 'content'-freier Selbstreflexion und selbstbezüglichen Updates. Dafür werden Links zu subversiv.at auch nicht auf sozialen Netzwerken geteilt. Sollte das hier jemand lesen, muss er / sie wirklich wollen und nicht schon auf Seite 20 der Google-Suchergebnisse aufgeben. Hier gibt's Null Interaktion. Nicht nur wegen meiner spartanischen Programmierung, sondern weil Feedback zweischneidig ist. Sobald 'geliked' wird, beginnt zumindest ein winziger Teil der schreibenden Lebensform ein schlechtes Gewissen zu bekommen, wenn man gegen die scheinbaren Vorlieben der Zielgruppe anschreibt. Jeder Artikel wird eine Herausforderung, der der nicht 100% Stoische Zen-Meister auch gerne vermeidet. Ohne Feedback bleibt man 'authentisch', neudeutsch gesagt.

So, nun soll aber das interaktive Blog keine Parallelwelt einer Fake-Online-Persona sein - jenes Blog, das außerdem mehr und viel sorgfältiger erstellten Content enthält als diese Website. Ich habe instinktiv eine Lösung gefunden (sage ich jetzt, selbst-analysierend post hoc). Ich vermeide alles, was in die Richtung 'Meinung' geht und konzentriere mich auf technisch-wissenschaftliche Themen aus meiner kleinen Welt. Ich denke, 'das Internet' wäre besser, wenn Poster nur dann posten würden, wenn 1) sizu einem Thema 1) nachweisbares Hintergrundwissen haben 2) praktische Erfahrung damit und 3) Skin in the Game - also in der realen Welt mit Konsequenzen ihrer umgesetzten Online-Meinung leben müssen (Prioritäten in umgekehrter Reihenfolge)

D.h. auf meinem Blog versuche ich mich auf (hoffentlich) Nützliches, eventuell auch Unterhaltsames zu konzentrieren. Sollte ich diesen Gedanken selbst einmal so umformulieren können, dass er konstruktiv und nützlich ist, würde ich auch darüber bloggen. Was ich daraus gelernt habe, jahreland mehrere Websites parallel zu betreiben. Warum ich mich von Meinungen fernhalte. Was ich gelernt habe als Dilettanten-Wissenschaftsblogger.

Aber vorerst werde ich diesen Gedankenstrom einmal hier unterbrechen, den Text auf meine stille Website kopieren und den Wordpress-Entwurf löschen.

Seit 2012 gab's hier PKI-Status-Updates - Versuche, die Frage zu beantworten: 'Machst Du noch PKI?' (oder IT). Die Antworten waren nicht immer konsistent und eindeutig; ich war in einem Schrödingers-Katze-artigen Überlappungszustand verschiedener beruflicher Identitäten.

Ich bekomme immer noch solche Fragen und die Wellenfunktion ist immer noch nicht kollabiert. Da ich den Zustand sehr angenehm finde, wird die Superposition auch noch länger bestehen. Trotzdem ist meine Antwort meistens Nein.

Also: Ich arbeite immer noch 'mit IT' und 'mit Security', aber nicht unbedingt 'in der IT'.

Ich unterstütze einige Langzeitkunden mit ihren Windows-PKI-Umgebungen und bei Problemen mit X.509-Zertifikaten (nachdem ich das über 10 Jahre nur das gemacht habe.) Das sind die Kunden, die sich auch von meinen anderen Aktivitäten nicht abschrecken lassen und mit denen die Zusammenarbeit schon ewig formlos und freundschaftlich funktioniert.

Aber ich habe nicht mehr diese Insider-Verbindungen zu PKI-Software-Herstellern und ich kenne die Liste der letzten Bugs und Probleme nicht mehr auswendig. Somit präsentiere ich mich nicht als 'Windows-PKI-Berater' und ich lehne vor allem Anfragen von Security-Firmen ab, die einen Consultant suchen, um ein Projekt anbieten zu können. Ich beantworte keine Ausschreibungen für PKI oder Identity Management und ich biete keine 'Lösungen' an - im Wettbewerb mit anderen Firmen, die eigene Mitarbeiter für Business Development haben. Ich entwickle auch keine 'Software-Lösungen' mehr.

Ich arbeite mit IT (statt in der IT) - fast wie vor über 20 Jahren: Als angewandter Physiker bin ich zur IT gekommen, weil man in der Experimentalphysik hauptsächlich einmal die Hardware zum Laufen bringen muss und viel Zeit in Anlagenprogrammierung und Messdatenauswertung investiert. Heute nenne ich mich unsere 'Theoretische Abteilung' und entwickle Software für unsere Messdatenauswertung. Ein typisches aktuelles Beispiel: Mit einem Raspberry Pi Daten vom internen CAN-Bus einer Wärmepumpe auslesen.

Wenn jemand daher 'einen PKI-Consultant' sucht, bin ich die Falsche. Sollte aber jemand meinen Lebenslauf finden und meine Geschichte mitbekommen und sich dadurch nicht abgeschreckt fühlen - dann überlege ich!

Vielleicht sollte man gar nicht versuchen, zu viel zu rationalisieren. Ich entscheide intuitiv - unser 'Ingenieursbusiness' hat mich geprägt: Unsere Kunden finden als Erstes immer das 'Business-Blog', das on Bekannten auch als privates Spaßblog erkannt wurde. Potentielle Kunden werden davon entweder abgeschreckt oder sie kontaktieren uns gerade deswegen. Und nichts ist so eine perfekte Basis für eine gute Zusammenarbeit wie der gleiche Sinn für Humor. Immer wenn eine Anfrage kommt, die nicht schon vorher durch den Schräge-Websites-Filter ging, versuche ich sinngemäß den gleichen Spirit anzuwenden. Vor vielen Jahren hatte mich ein neuer Kollege beim Kick-Off-Meeting im Projekt freudig vor allen Anderen begrüßt mit: Sie sind das subversive Element, oder? Das ist in etwa der Spirit, den ich suche!

Zu Beginn dieses Jahrtausends war meine Website radices.net u.a. dafür gedacht, meine Essays über Philosophie zu beherbergen. Also, echte Philosophie, wie man sie auch studieren kann. Was ich später tatsächlich auch in Erwägung gezogen hatte.
Kurz vor dem Platzen der dotcom-Blase wurde mein Denkeruniversum dann bereichert durch die unkonventionellen Webphilosophen. Damals hatte auch jede Firmenwebsite eine Seite 'Philosophie' - meine erste, mit FrontPage erstellte Seite natürlich auch.

Ist davon irgendetwas Brauchbares übrig geblieben?

In einem Anfall von Selbstüberschätzung denke ich, ich sollte einfach eine eigene Philosophie haben. Das wäre meinen Lebensjahren und Berufserfahrung angemessen. Aber Achtung - früheres Ich: Meine Philosophie dreht sich nicht um die großen Fragen des Lebens und des Universums. Geplant war ja als Berufs- und Lebensziel eine Mischung aus Philosophem und theoretischem Physiker, der aber nebenbei MacGyver-mäßig Erfindungen am laufenden Band macht.
In Spuren sind diese Ambitionen noch da, aber ausgelebt habe ich sie nur in bodenständigen Rollen. Und genau an diesen unterschiedlichen Rollen, die sich wie ein roter Faden durch diverse Jobs ziehen, läßt sich meine Philosophie verdeutlichen.

1) Reverse Engineer

Angeblich - es war vor der Zeit, an die ich mich bewusst erinnern kann - habe ich immer schon alles Mögliche auseinander genommen. Ich wollte wissen, wie Dinge funktionieren. Kompromisslos. Aus manchen dieser Aktionen wurde dann ein 'Karrierepfad'; ich bin somit des Klischée des autodidaktischen IT-Fuzzis. Wenn man als so genannter Security Consultant nicht zum reinen Checklisten-Abhaker und Richtlinien-Schreiber verkommen will, sollte man sich diese destruktive Angriffslust auch bewahren (obwohl man die Regeln natürlich kennen sollte).
Aber wer weiß: Wenn ich meine Akribie im Erforschen von Gesetzen als Gradmesser nehme, hätte ich auch Steuerberater werden können.

Ich halte mich nicht an den Rat, mich auf mein 'Kerngeschäft zu konzentrieren' und als 50% eines Zwei-Personen-Unternehmens kann oder will ich nicht delegieren. Es ist besser, etwas mehr zu wissen, als man es als Benutzer oder Kunde müsste - auch wenn Marketing-Kampagnen zu ganz einfach bedienender Technologie (Alles aus einer Hand, nur klicken!) ganz anders klingen.
Möglicherweise wird meine Ansicht nur von maximal 10% Benutzern geteilt - dann schreibe ich eben hier, damit sich jene nicht vorkommen wie Aliens.

2) Mediator

In die Kategorie Was wenige von mir wissen, fällt jenes Outing eine der ersten kindlichen Fantasien von etwas, das einer 'Karriere' am nächsten kam: Ich wollte eine Art Diplomat oder Friedensstifter im weitesten Sinne sein und hatte mir ausgemalt, in Entenhausen zwischen Mickey Mouse und seinen sinisteren Kontrahenten zu vermitteln.
Das hat wahrscheinlich alle meine späteren Jobs beeinflusst, wurde mir aber erst klar, nachdem ein Kunde 'Wieder so eine Mediation' buchen wollte. Nachdem ich dort als technischer Berater unterwegs war.

Ich hatte diverse Zusatzausbildungen ins Auge gefasst - Psychologie, Coaching, Philosophie - bin dann aber immer bei der Technik geblieben. Es gibt ein interessantes Paradoxon der Beauftragung von Vermittler-Dienstleistungen: Einen Techniker zu buchen, der dann auch Projektpsychologe ist, ist ein Hit bei Kunden. Würde die Leistung aber ausschließlich als Letzteres vermarktet, würde sie nicht gekauft.

3) Kommunikator

Vielleicht lassen sich 1) und 2) nur durch viel Quatschen verbinden. 'Lehre' oder 'Training' war immer Teil meiner Jobs oder eine nebenberufliche Aktivität. Nachdem ich selbst wieder eine nebenberufliche Studentin geworden bin, habe ich die Lehre sein lassen - und erleichtert erkannt, dass ich ohnehin kein Teil des offiziellen (Aus-)Bildungssystems sein möchte: (Aus-)Bildung ist heute kundenorientierter, strukturierter, professioneller und qualitätsgesichert, aber auch bürokratischer und über-verwaltet.

Ich halte mich ungern an meine Agenda oder meine vorbereiteten Unterlagen und lasse mich gern dazu hinreißen, stattdessen auf ungewöhnliche Fragen einzusteigen. Damit war ich ein mäßiger Lehrer im Vortragssaal und war wahrscheinlich besser in informellen Train-the-Experts-Sessions.

Mir haben immer jene Projekte am meisten Spaß gemacht, in denen Auftraggeber nicht nur daran interessiert waren, dass ein Geek etwas wieder zum Laufen bringt, sondern wenn ich auch meine Neigung zur 'Wissenschaftskommunikation' ausleben konnte. Und - siehe 1) - ich bin ja überzeugt davon, dass es letztendlich nützt, etwas mehr Hintergrundwissen zu haben.

4) Organisator - Automatisierer

Niemand hatte mich als Kind auffordern müssen, aufzuräumen. Ich habe nicht nur meine kleinen Plastiktiere mit einem Pinsel abgestaubt, sondern regelmäßig Regale 'umstrukturiert'. Das hat sich nicht geändert und wurde auch auf die virtuelle Welt ausgeweitet.

Je nach Zielgruppe würde ich das Feng Shui / Zen des gemächlichen Ordnens betonen, oder meinen Impuls für jedes Problemchen ein Skript / Tool / Programm zur Automatisierung zu bauen. Softwareentwicklung war wie die Lehre immer Teil meiner beruflichen Aufgaben, aber erst kürzlich habe ich dem stillen Coden den Vorzug gegeben.

Passend zu 1) bin ich auch überzeugt, dass Datenmanipulation und -organisation inklusive etwas Programmierung für praktisch Jeden von Nutzen sind. Vielleicht liegt es an mir: Aber jedes Mal, wenn ich als einfacher Benutzer nur einen Service oder eine Applikation verwenden will, bin ich sofort voll drin im Low-Level-Troubleshooting.

 

Mir ist klar, wie technologiezentriert und nerdig das wirkt. Aber nach diversen Soft-Skills- und Management-Trainings wurde ich etwas skeptisch gegenüber den Leuten mit Großen Ideen, die den kleinen Detailarbeiter gekonnt managen oder führen.
Das Subversive Element in mir bemüht sich um ein Gegengewicht zur vorherrschenden Sicht. Es gibt Dinge, die sind 0 oder 1, richtig oder falsch. Und auch der verständnisvollste Perfektionismus relativierende Coach wird froh sein, wenn Chirurg oder Flugzeugingenieur zu perfektionistisch sind.

Im November 2015 habe ich mein Blog elkement.wordpress.com umbenannt: Von

Theory and Practice of Trying to Combine Just Anything

in

elkemental Force

Die Original-Tagline (2012) hatte versucht, alles zu vereinen, worüber ich jemals online geschrieben habe - auf den jetzt hier vereinigten Websites radices.net, subversiv.at und e-stangl.at:

Physics versus engineering
off-the-wall geek humor versus existential questions
IT versus the real thing
corporate world's strangeness versus small business entrepreneur's microcosmos, knowledge worker's connectedness
versus striving for independence.

Es geht / ging also um die ewigen Themen: Leben, Arbeit, Wissenschaft, Technik und ich. Nun wurde aus dieser Tagline

Research Notes on Energy, Software, Life, the Universe, and Everything

Damit ist mir endlich selbst klar, wie sich die Inhalte hier auf elkement.subversiv.at von jenen auf elkement.wordpress.com unterscheiden sollen (bzw. auch von meinen Beiträgen auf unserem Deutschen Blog punktwissen.wordpress.com).

Die eigentliche Physik - mit Formeln, Messdaten etc. - findet man auf den Blogs. Auf elkemental Force nehme ich weniger Rücksicht, was allgemeine Verständlichkeit betrifft. Research Notes ist genau so gemeint - es handelt sich um meine eigenen Notizen mit genau den Details, die mir zu diesem Zweck auch wichtig sind. Auf den Blogs nutze ich auch jene Funktionen, die ich in dieser spartanisch programmierten Site nicht implementieren will: Z.B. LaTex-Unterstützung oder die Darstellung von technischen Diagrammen in 'Galleries'.

Diese Artikel sind charakteristisch für meine 'neue' Linie (die sich eigentlich schon seit zwei Jahren schleichend abgezeichnet hat - als immer mehr von Wärmepumpen zu lesen war und nichts mehr von Quantenphysik):

Rowboats, Laser Pulses, and Heat Energy (Boring Title: Dimensional Analysis)
How Does It Work? (The Heat Pump System, That Is)
Half a Year of Solar Power and Smart Metering

Meine 'persönliche' Website soll hingegen genau das sein: Status-Updates in eigener Sache, Meta-Informationen, 'About Me'. Zum Ausgleich für diesen egozentrischen Ansatz teile ich die Artikel nicht auf sozialen Medien, im Gegensatz zu den Blogartikeln.

Das (der Meta-Ansatz) gilt auch für die Kategorie 'Physik'.

Von der Wirkung der theoretischen Physik - Selbstversuche

Im letzten Urlaub habe ich einige Tage lang ausschließlich der Quantenfeldtheorie gefrönt, also die Videos einer ganzen Vorlesung angesehen und Skripten dazu durchgearbeitet. Das lässt sich rationalisieren: Auch für die bodenständigeren Bereiche der Physik, mit denen ich auch 'professionell' zu tun habe wie die Wärmeleitungsgleichung, schadet etwas mathematisches Aufwärmen nicht.

Meine Motivation war aber eine andere, nämlich der ausführlich getestete Erholungseffekt solcher Sessions in stressigen Zeiten. Lang' ist's her, dass ich um 4 Uhr früh aufgestanden bin, um vor einem langen Tag als Consultant und Troubelshooter in Feynman's Physics Lectures lesen oder in meinem bevorzugten Deutschen mehrbändigen Werk der theoretischen Physik. Einerseits führt der intensive Kontakt mit den zeitlosen Formeln zu einer Abgehobenheit im positiven Sinne - zu etwas mehr Distanz zu nur scheinbar unglaublich wichtigen Brandherden.

Zusätzlich empfinde ich die Freude und Zufriedenheit am Lösen eines kleinen abgegrenzten Problems - eines Problems, das aufgrund seiner modellhaften Simplifizierung tatsächlich lösbar ist, im Gegensatz zu vielen komplexen Problemen, die auch menschliche Lebensformen betreffen.

Vor allem war die Auswirkung dieser Experimente auf die Ergebnisse der eigentlichen Arbeit an diesen langen Tagen interessant. Hier ging es um Themen, die man mit bestem holistischen Willen nicht mit Physik in Verbindung bringen konnte. Das Training in einem von Mathematik als Universalsprache geprägten Gebiet öffnet auch einen analytischeren Blick auf Bereiche, die sonst scheinbar durch Soft Skills und /oder reaktives Feuerlöschen (=Googeln von Fehlermeldungen) beherrscht werden. Ich denke jetzt an Projektmanagement und vor allem an technisches Troubleshooting jeglicher Art.

Grundlagen der Physik kann man schwer googeln, wenn man nicht weiß, wonach man suchen soll. Aber es kann - z.B. in der Fehleranalyse von Netzwerkprotokollen - effizienter und vor allem persönlich zufrieden stellender sein, die sogenannte Theorie gedanklich von A bis Z durchzugehen, dann mit den Fakten nicht idealen Welt zu vergleichen - und im Idealfall die Fehlerursache korrekt zu benennen.

Immer wenn ich mich als Hobby-Wissenschaftsblogger versuche, habe ich diese Gedankenlinie im Kopf. Mir ist bewusst, dass meine Postings zur Quantenphysik keine Meisterleistungen der anschaulichen Erklärungen waren (und für echte Experten wiederum zu simpel). Auf eine sehr indirekte Art habe ich versucht, die Wirkung von theoretischer Physik auszuprobieren. In letzter Zeit sind einige Bücher erschienen, die die die Lücke zwischen Populärwissenschaft und Lehrbüchern schließen wollen. Ich möchte Teil dieser Bewegung sein.

Die sensationellsten Dinge, in keiner bestimmten Reihenfolge

Infrastruktur-Updates - 'real'

Der Generator - vor der Installation

Infrastruktur-Updates - 'virtuell'

  • Wir haben drei Bankkonten übersiedelt. Ich habe gelernt, was ich nie wissen wollte, über die 1000 Arten, einen Lastschriftauftrag zu schicken. Mein Favorit: Das anonyme Webformular des Anbieters. Sicherheit heißt, Deine Kundennummer zu kennen!
  • Unser Ort hat einen wesentlichen Teil seiner Adresse gewechselt. Ich weiß jetzt Vieles - das ich auch nicht wissen wollte - über die Art wie Organisationen Adressen speichern. Bonus: Jede Menge menschlicher Interaktion mit vormals anonymen 'Plattformen', Support-Tickets sei Dank.

Arbeit, Leben und so

Unser Frühlingssalat

Die neue elkementare Website ist live, vorerst noch parallel zu den existierenden Sites:

elkement.subversiv.at

Rückblickend waren die größten Brocken im Migrationsprojekt:

  • Die 'Flat-File Database Engine' - Zugriff auf Inhalte und Metadaten in Textdateien über SQL-Befehle.
  • Die Strategie für die diversen Weiterleitungen: die bisher schon verwendeten, die für eine temporäre Phase geltenden und die neuen 'schönen' URLs ohne physische Dateien,...
  • Die Migration der eigentlichen Inhalte; die Zusammenführung der bisher in den ASP-Seiten, Feed und TXT-Datenbanken getrennten Inhalte.

Nähere technische Details zu den Features siehe die letzte Englische Info zum Projekt bzw. diesen Blogartikel. Letzterer inklusive dem üblichen web-philophischen Gefasel.

Damit wir uns immer erinnern: So sahen sie aus:

e-stangl.at, vor der Migration 2015

radices.net, vor der Migration 2015

Meine Textdatei-Datenbank ist im Wesentlichen fertig - Details siehe dieses Blogposting). My noch nicht öffentliche Site hat jetzt einmal diese Features:

  • Menüleiste erstellt aus den 'Pages'.
  • Anzeige aller Postings auf der Startseite.
  • Liste der letzten Postings / Archiv in der linken Leiste.
  • Tag-Cloud in der rechten Leiste; Konsolidierung der Tag-Listen aus allen Postings.
  • Seite für Tag = Anzeige aller Postings zu diesem Tag.
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Aktuelle verschiebe ich mit der feinen Pinzette Textschnippsel auf die neuen Seiten / Artikel / Textdateien.

Zum Testen verwende ich derzeit ein Layout ähnlich dem meines Wordpress.com-Blogs:

elkement's neue site, noch nicht veröffentlicht.

Wir unterbrechen unser übliches Programm ...

(elkement. Zuletzt geändert: 2015-08-17. Erstellt: 2015-08-11. Tags: Ankündigungen, Web, Bloggen, Websites, Programmieren, Webdesign. Englische Version.)

Ich bin soweit:

Seit fast 15 Jahren laufen meine drei 'persönlichen Websites' auf ASP-Scripts und Textfile-Datenbanken: e-stangl.at, radices.net, and subversiv.at. In den nächsten Monaten werden ich...

  • eine neue NET-Site komplett 'von Null weg' programmieren.
  • Alle drei Sites vereinigen.

Das wird einige Zeit dauern; ich brauche wieder einmal ein Programmierprojekt 'for fun only'. Ich blogge auf zwei WordPress.com-Seiten, aber ich migriere bewusst nicht auf ein freies oder kommerzielles CMS - diese Site soll komplett neu aufgebaut werden.

Alle vorhandenen subversiven, persönlichen, und Zurück-zu-den-Wurzeln-Inhalte werden in die neue Site integriert. Mein Ziel ist auch die alten ASP-URLs soweit irgendwie möglich zu erhalten.

Allerdings bedeutet das, dass währenddessen hier keine neuen Inhalte publiziert werden, während ich mit Hochdruck (Journalistensprech) im Hintergrund an der neuen Site arbeite.

Ich werde über den Status auf meinem Blog elkement.wordpress.com berichten.

elkement nimmt ein Projekt in Angriff

Der Unternehmer Ben Horowitz hat in seinem Buch The Hard Things About The Hard Things das Konzept der Management-Schuld vorgestellt: Um als Manager ein unangenehmes, politisch-menschliches Problem vom Tisch zu bekommen, schießt man einen Vorschlag aus der Hüfte, der das Problem kurzfristig löst - aber langfristig weitere Probleme erzeugt.

Sein Beispiel: Eine Mitarbeiterin möchte die Firma verlassen, der Manager hindert sie mit einer Gehaltserhöhung daran. Leider hat sie vorher einem Kollegen von ihren Plänen erzählt und muss jetzt ihren Sinneswandel begründen. damit weiß der Kollege, wie der Chef am besten zu erpressen ist.

Die 'Kriegsgeschichten' aus dem Silicon Valley kann das Element besser nachvollziehen als man vermuten würde - man muss nicht ein schnell wachsendes Imperium leiten, um eine solche Art Schuld einzugehen. In den Alltag des kleinen so genannten Wissensarbeiters umgelegt, nenne ich das: Soziale Schuld. Natürlich denke ich an Fragen dieser Art - an Appelle an die Hilfsbereitschaft des Selbstständigen, der nicht wie ein erbenszählenden Geizkragen dastehen will in unserer 'Sharing-Economy':

  • "Hast Du schnell ein paar Minuten, um Dir mein Problem anzusehen? Für einen Guru wie Dich ja gaaaanz sicher kein Problem" *schmeichel*
  • "Ich habe X schon zugesagt, dass Sie jetzt Y machen! Wenn sie absagen, bekomme ich die größten Probleme!"
  • "Bitte schicken Sie uns 2-3 kostenlose Konzepte und kommen sie ein paar Mal zu Detailpräsentationen vorbei!" [bis wir dann soviel Know-how von allen Anbietern haben, um das Ding alleine durchzuziehen].
  • [Als Antwort auf einen dezenten Hinweis auf kostenfreie Detailinfos 'im Internet', die andere Leute in dem Ausmaß üblicherweise positiv erstaunt] "Na, dann musst Du ja sehr gestresst sein, wenn Du für mich dann keine Zeit hast!!"

Hier nun der wieder völlig kostenfreie Selbsthilfe-Vorschlag des Management-Gurus Elkement:

  • Generall gilt: Love It, Change It, Or Leave It. Wenn eine Branche / Community / Umfeld von dieser Art Anfragen geprägt werden - eher die beiden letzteren Alternativen.
  • Mindestens einmal pro Woche innerlich vor Augen führen, was man SICHER NICHT macht (fast wichtiger als die positive Visualisierung) und nach welchen Prinzipien man handelt. Dannn beim E-Mail- / Facebook- / Telefonanschlag aus dem Nichts daraus schöpfen.
  • ENTWEDER sofort ablegen unter 'Ist halt in meine Inbox geschwemmt worden - warum auch immer', sehr knapp und gerade noch höflich beantworten, dann vergessen....
  • ODER: sachlich analysieren, ob und wie man mit seiner Kommunikation / seinem Außenauftritt eventuell solche Erwartungen geschürt hat - und langsam gegensteuern und an der eigenen Kommunikation arbeiten.

Etwas ausführlich behandelt vom Elkement in seinem Blogposting:
Social Debt (Tech Professional’s Anecdotes).

Schwierigen Entscheidungen und innere Klarheit

Letztes Jahr startetet ich eine PKI-Nostalgie-Offensive, charakteristisch dafür z.B. dieses Blog-Postings. Zufälligerweise (?) gab es 2014 auch einige Migrationen (von Windows 2008 (R2) auf 2012 (R2)) bzw. 'PKI-Runderneuerungen'. Begleitend dazu: Meine Beteiligung am Microsoft-Technet-Security-Forum (bis Ende 2014) Schwerpunkt PKI. Jahrelang hatte ich so viele Informationen in Foren gefunden - Zeit auch einmal etwas beizutragen.

Aktuell unterstütze ich einige langjährige PKI-Stammkunden punktuell bei speziellen Fragen oder größeren Umstellungen. Mein Schwerpunkt hat sich noch stärker von der Microsoft-Welt und Microsoft-PKI verlagert zum Troubleshooten seltsamer Probleme mit Zertifikaten. Auf meinem Blog erstellte ich eine Überblicksseite zu allen PKI-Postings; schrittweise wurde daraus eine Liste von IT-Security-Postings, auf der auch (für mich nicht ganz unpeinliche) Anekdoten Platz fanden, wie:

Diese Seite hat immer noch /public-key-infrastructure/ im URL, heißt aber mittlerweile Monitoring, Control and IT Security. Entsprechend ändern sich auch langsam die Kategorien auf meinen diversen Websites. Der Schwerpunkt verlagert sich weiter in Richtung: Troubleshooting von Problemen mit Protokollen, Sicherheit und Netzwerken im 'Smart Home' - sofern auch eines meiner neuen Kernthemen betroffen ist, unser Wärmepumpensystem bzw. unsere bevorzugte Steuerung.

Seit meinem ersten Posting auf dieser 'PKI'-Seite hat - Trading in Heat Pumps for IT Security? Seriously? - hat es doch etwas länger gedauert bis zur vollständigen Umsetzung. Heute starte ich keine Projekte mehr mit neuen PKI-Kunden.

Aus diesem Posting:

So I had ended up in an obscure, but thought-after sub-branch of IT security. I have gone to great lengths in this blog to explain my transition from physics to IT. However, physics, science and engineering never vanished from my radar for opportunities.
...
It is all about systems, interfaces, and connections – not only in social media and IT, but also in building technology and engineering. Actually, all of that is converging onto one big ‘cloudy’ network (probably also subject to similar chaotic phenomena as the financial markets). I am determined to make some small contribution to that.

Also auf keinen Fall Inselthemen:

Ein einsames Schloss mit unebkanntem Zweck

Leben und Arbeit

(elkement. Erstellt: 2015-05-15. Tags: Leben, Arbeit. Englische Version.)

Alle elementaren Websites und Profile ventilieren den Dufthauch einer neuen 'Kategorie: Leben und Arbeit, oder Work, Life, and Balance.

Dann sollte es auch hier endlich ein deutliches Signal geben! Ein Manifest?

Wir wollen nicht nur einen Forschungskollektor - sondern auch Tomaten-Selbstversorgung!

Kollektor und Tomaten

Wir wollen nicht nur das Webinterface unseres Wechselrichters 'hacken' - es muss auch Zeit sein, beim Energie-Ernten zuzusehen!

Zuschauen beim Energie Ernten

Due bisherige liebevoll manuell gewartete Liste wurde umgestellt auf das Abholen der Informationen aus dem punktwissen-Feed, gefiltert nach Kategorie und Autor.

Meine Artikel zu IT(-Sicherheit), Monitoring, PKI.

(elkement. Zuletzt geändert: 2016-01-29. Erstellt: 2015-05-15. Tags: Postings, Bloggen, Ressourcen, Links, IT, Monitoring, PKI, Sicherheit. Englische Version.)

Die Englische Version ist etwas umfangreicher und enthält auch meine alten PKI-Vorlesungen und PKI-lastigere Blog-Postings.

Hier liste ich alle Deutschen Blog-Postings zu IT-Sicherheit, aber auch Regelung / Steuerung, dem Internet der Dinge, Social Media und IT generell auf.

X.509-Zertifikat

Alte Weisheiten erleben eine neue Popularität: eine Mischung aus Populärpsychologie, Klassikern (vor allem) der Stoischen Philosophie, 'Lifehacking', Business- und Selbsthilfeliteratur und anekdotischen eigenen Erfahrungen erobert das Internet. Jede Schattierung ist zu finden: Von mehr Effizienz im Leben von Top-Managern bis zum Simple Living mit esoterisch-spirituellem Touch. Ich habe nun kein Klischee ausgelassen - was bleibt übrig als 'eigene' Philosophie, die man nicht empfindet als bunte Kollage von 'habe ich irgendwo gelesen'?

Irgendwann hatte ich die Idee, klassische Philosophie strukturiert zu lernen - eventuell sogar zu studieren, als Gegengewicht zur technischen Ausbildung. Davon bin ich abgekommen (und mein 'port-graduate' Studium war wieder etwas Technisches); rückblickend beschreibe ich meine Entwicklung so:

  • Als Teenager ein Anhänger des klassischen Bildungsideals: Goethes Faust, Pascales Gedanken, Viktor Frankl, Erich Fromm und Essays von Einstein auf dem Nachtkästchen. Ich bin mir nicht sicher, ob das Interesse mangels Lebenserfahrung eher theoretisch-intellektuell war.
  • Als angehende Physikerin hatte ich die umfassende Bildung vorübergehend auf Eis gelegt. Richard Feynman schreibt in seinen Physics Lectures, die Physik sei die einzige Naturwissenschaft, bei der es auf den historischen Kontext nicht so ankomme und auf eine jahrhundertelange Entwicklung.
  • Einstieg in das Berufsleben: Ohne den Kontext zur 'Philosophie' zu sehen, entwickelte ich ein Faible für 'subversive Querdenker Business-Literatur' - am besten demonstriert an The Cluetrain Manifesto. Es war die Zeit (kurz vor und kurz nach) der dotcom-Krise.
  • Mit zunehmender Berufserfahrung lerne ich Douglas Coupland schätzen: Generation X, Microserfs, 'Popliteratur' drücken den Dejavu-Charakter seltsamer Ereignisse im Alltag aus. Lebe ich in einer Simulation oder in einem Dilbert-Cartoon? Hin und wieder nehme ich echte Philosophiebücher zur Hand - aber mir fehlt ein Autor, der den ambivalenten Charakter der Arbeit zum zentralen Thema macht. Klassische Philosophie doch als Beschäftigung einer speziellen Schicht der Gesellschaft?
  • Ich entwickle mich nicht weiter - mehrfaches Studium von aus meiner Sicht für unsere Epoche klassischer Literatur wie Randy Komisar's The Monk and the Riddle - The Art of Creating a Life While Making a Living. Der Schlüssel liegt letztendlich darum, 'Philosophie' zu leben (dann braucht man auch nicht so viele Bücher zu lesen).
  • Auf der anderen Seite des Wurmlochs bin ich vielleicht heute eine Art epikureischer Gartenphilosoph (ohne die entsprechende Literatur zu kennen): Leben im Einklang mit der Natur - so abgegriffen das klingt, kleine schrittweise Verbesserungen, Verringerung von Abhängigkeiten, 'Grenzen des Wachstums', Leben und Arbeiten als ineinander verwobenen Tätigkeiten - mit dem Ziel, einen kleinen Teil der Umgebung möglichst sinnvoll zu beeinflussen, Fokus auf das Unmittelbare anstelle des Nachdenkens über (Welt-)Politik und die großen Zusammenhänge. Wichtiges Thema: Technologie als Mittel zu genau diesem Zweck - oder zur Generierung neuer Abhängigkeiten. Es ist schwierig, einen Begriff zu finden, der nicht eine Bandbreite von Assoziationen weckt, die auch ich nicht alle 100%ig unterschreiben kann.

Epikureer (Garten-Philosoph)

Mit Erstaunen stellen wir fest, dass 'Subversion' auf diesen roten Seiten bisher vor allem über Klischées aus dem Bereich der Corporate World transportiert wurde. Und über wenig bodenständige 'Internet-Poesie'.

Aber eigentlich finden wir ja ... DAS ist subversiv:

Unterwanderung. Oder: Wenn ich groß bin, werde ich eine Eierpflanze

(Ein Rückblick auf die letzten beiden Monate im Untergrund des WWW)

Ein Experte ist angeblich jemand, der alle Fehler in seinem Fachgebiet schon gemacht hat. So gesehen, habe ich es jetzt geschafft. Ich kann es beweisen durch zwei ähnliche, aber unabhängige surreale Ereignisse.

1) Die Website des Subversiven Elementes wurde gehackt. Eigentlich nicht ganz, da es sich zwar um den subversiven Webserver handelte, aber um jenen URL, der auf die Website der alternativen Business-Identität des Elementes verwies.

Paranoia und Panik wurde durch einen gewissen Forscherdrang erträglich gemacht. Das Element verbrachte unzählige Stunden mit den Google Webmaster Tools. Nicht nur mit dem Entfernen von spammigen URLs aus dem Google-Cache, sondern auch mit der Statistik aller Websites, inklusive des elkementaren Blogs. Und hier wurden schauderbare Dinge offenbar:

2) Google's Begeisterung für das Elkement schien innerhalb weniger Wochen um einen Faktor 100 einzubrechen.

Es wurde analysiert und verschwörungstheoretisiert - und das zwei Mal in Überlange und auf globaler Bühne:

Ich will niemandem vom Lesen dieser spannenden Postings abhalten; die Information zum Hack sind vielleicht interessant. Vor allem sind diese aus heutiger Sicht noch richtig.

Was man von der Google-Theorie nicht sagen kann. Hier das Update mit Spannungsbogen, für elkementare Verhältnisse aber recht kurz gehalten:

tl;dr: Alle WordPress.com-Blogs wurden in den letzten Monaten schrittweise auf https umgestellt - und in den Google Webmaster-Tools muss die https-Version als separate Site hinzugefügt werden. Dort hatte sich mein Traffic versteckt.

Facepalm (7839341408)

Facepalm, Tim Green from Bradford, Wikimedia.

E auf dem Weg (Ausgabe: 2014 - ein gutes Jahr)

(elkement. Zuletzt geändert: 2015-04-01. Erstellt: 2014-12-24. Tags: Leben, Sinn, Bilanz, Zufriedenheit. Englische Version.)

Der Ausblick war ungewiss.

Elke Stangl 2014

Man kann auch stolz sein, auf den Weg der schon hinter einem liegt.

Elke Stangl 2014

Die richtige Ausrüstung und Vorbereitung macht sich bezahlt.

Elke Stangl 2014

Improvisation mit Vorhandenen ist alles!

Elke Stangl 2014

Die Rolle der richtigen Begleitung ist nicht zu unterschätzen.

Elke Stangl 2014

Tschuldigung - falsches Bild! Aber jetzt!

Wir 2014

Niemand muss mich bewundern bei meinem Sieg im Nebel.

Elke Stangl 2014

Ich erkläre Euch trotzdem die Welt!

Elke Stangl 2014

Fast 20 Jahre danach

(elkement. Erstellt: 2014-12-18. Tags: Promotion, Sub Auspiciis, Rede, Leben, Arbeit, Sinn, Rede, Nostalgie, Rückblick)

Auf dieser Website werden praktisch nur zwei Begriffe gesucht: sub auspiciis und subversiv. An den Spikes in der ansonsten eher bescheidenen Zugriffsstatistik dieser Website kann ich ablesen, wann wieder eine Promotion sub auspiciis stattgefunden hat.

Vor genau 20 Jahren, in einem kalten Dezember 1994, haben wir - zwei der zukünftigen Promovenden der Sub-Auspiciis-Class-of-1996 in London. Wir haben genetzwerkt, was das Zeug hielt. Den Abschluss der Dissertation in Reichweite stellte sich die Frage: Was dann? Ein wesentlicher Teil unserer auch in der Doktorarbeit verwerteten Forschung war Teil eines EU-Forschungsprojektes. Ich lernte mehr über Projektcontrolling, Buchprüfung und Verhandlungstaktik als mich damals - als Fan der reinen Wissenschaft - interessiert hätte. Rückblickend vielleicht die wertvollsten employable skills, die ich mir aneignen konnte. Und die zermürbende perfektionistische Paper-Schreiberei war keine so schlechte Vorbereitung auf das Verfassen politisch brisanter Dokumente.

Ein internationales angewandtes Forschungsprojekt bedeutet auch, internationale Industriebetriebe zwanglos kennenlernen zu können. Ganz abgesehen von den kulinarisch opulenten Projektmeetings in Städten wie Athen, Grenoble und Stockholm. Und in London waren wir dann, um eine schlaue Strategie auszutüfteln: gemeinsam mit einer dieser Firmen Projektanträge zu stellen (je einen pro Person) im Rahmen eines EU-Programmes namens Training and Mobility of Researchers. Warum wir uns nicht einfach beworben haben, weiß nicht mehr. Wahrscheinlich hätte dies ebenso frustrierend geendet wie die Bewerbungen bei den anderen befreundeten Projektpartnern - nachdem dieser geniale Plan A nicht aufging (Thanks - I have forwarded your application to the recruting department!). Aber ich habe soeben die ganze Spannung verfrüht zusammenbrechen lassen!

Wir haben Stunden darauf verbracht, mit steinzeitlicher EDV-Technik Textblöcke auf Vordrucken an die richtige Stelle zu bringen. Wir haben eine Referenz in einem verschlossenen Umschlag eingeholt - zum Thema: Wie erfolgreich wären wir mit diesen Projekten? Leider konnten wir den Text durch den supergeheimen Umschlag dann doch lesen, was nicht unbedingt zur Motivation beigetragen hat und zur einer optimistischen Einschätzung dieses Antrags. Was aber letztendlich völlig egal war, da wir diesen dann nie nach Brüssel geschickt hatten. Die hosting organization kam auf die Idee, mit weiteren jungen Wissenschaftlern solche Anträge auszuarbeiten. Der Finance Director hätte diese Antragslawine dann formal unterschreiben müssen. Was er nicht tat. Was mit dem heuten Wissen über Entscheidungsprozesse  in global corporations - eigentlich völlig logisch und absehbar. Quite an experience.

Also: die Zähne zusammengebissen und die Dissertation fertiggestellt! Und zwar unter Ausnutzung einer Sonderregelung: Eng verzahnte Arbeiten dürfen als ein einziges Werk abgegeben werden, wenn die Verantwortlichkeiten für einzelne Abschnitte angegeben werden. Es gab also nur eine Dissertation und nicht diese grandiose letzte Einzelleistung vor der programmierten Karriere als academic highflyer. Unter anderen darauf bezog sich auch die Betonung der Teamleistung in meiner Rede. Und auf ein ganz besonderes Team von Technikern - die legendäre Fump-Runde. Fump ist das Geräusch, das eine Colaflasche macht, wenn man den Deckel auf sehr spezielle Weise mit einer Rohrzange entfernt.

tl;dr Aber alles ging gut aus. Wahrscheinlich lag es an diesem wunderbaren Doktorhut, den unsere Kollegen uns gebastelt hatten:

Doppel-Doktorhut, Unikat
(31. Oktober 1995, Uni Linz, Institut für Angewandte Physik, nach dem Rigorosum)

Ich würde dieses Update heute nicht schreiben, wäre ich nicht in so weihnachtlich-versöhnlicher Rückblicksstimmung. Viele berufliche Stationen später kann ich meinem früheren Ich in den meisten Punkten recht geben. Diesen Unterton von Ich bin so gut und so idealistisch, die Welt schuldet mir etwas! habe ich habe hoffentlich abgelegt.

Nassim Taleb hat in The Black Swan und Antifragile überzeugend dargelegt, dass Ausreißer zu echter Zufälligkeit gehören. Versuche, die Gründe für den Erfolg von Bill Gates oder Steve Jobs zu finden, fallen unter narrative fallacy. Die Betonung von Glück und Zufall in Zusammenhang mit Höchstleistungen kann ich nur wieder betonen. Das gilt insbesondere für die schwer fassbare subjektive Anerkennung durch 'die Gesellschaft'. Dilbert-Schöpfer Scott Adams sucht in einem autobiographischen Buch How to Fail Almost Everything and Still Win Big auch nach Gründen für seinen Erfolg - und findet diese in einer Aneinanderreihung fast absurder Zufälle. Wenn überhaupt, so fruchtet die Suche nach Mustern - Patterns - ohne diese begründen zu wollen. Sollte eine 'Strategie' Erfolg haben, ist es der Versuch, in wesentlichen Entscheidungen des Lebens immer die Variante zu wählen, die mehr Optionen offen lässt. Venture Capitalist und Unternehmer-Philosoph Randy Komisar (The Monk and the Riddle - The Art of Creating a Life While Making a Living) verwirft die Suche nach der einen selig machenden Leidenschaft und setzt an deren Stelle ein Portfolio of Passions. Damit hätte ich vor zwanzig Jahren Null anfangen können. Mein vermeintlicher Frühstart als zielstrebige Studentin die weiß, was sie will hat mich nicht davor bewahrt, einige Dinge auch ausprobieren zu müssen: um beurteilen zu können, worum es überhaupt geht, in der Wirtschaft und Arbeitswelt, und vor allem um überraschende Erkenntnisse über meine eigenen Präferenzen zu gewinnen.

Abgesehen von den matrix-artigen Bewertungs-Sheets der HR-Bots als Job-Einstiegshürde oder der Selbstbeschäftigung administrativer Abteilungen mit Scorecards und Performance Reviews bewertet niemand Erfolg nach Punkten und goldenen Sternderln. (Nicht, dass ich diese Gefahren der Skill-Matrix für unsere Zivilisation und Kultur unterschätzen würde.) Ich sage gerne, ich war lange erfolgreich in jenem Bereich, in dem ich keine formale Qualifikation habe - in der IT Security. Erstens nimmt das den Dafür-hättest-aber-keinen-Doktor-in-Physik-machen-müssenen-Argumentierern den Wind aus den Segeln. Außerdem habe ich mir den Ethos der Hacker-Community zu Eigen gemacht, Andere nur nach im jeweiligen Augenblick unter Beweis gestellte Kompetenz zu beurteilen. Ich bin dankbar, dass ich genau deswegen akzeptiert wurde - von den Geeks in ihrer leicht artifiziellen Welt von Shared Offices in grau und Glas, behübscht mit Windows-XP-Häferln und leuchtenden Konferenz-Gadgets (Ja, ich bin ein Fan von Douglas Coupland). Ich hoffe, dass der grassierende Zertifizierungs-, Akademisierungs- und Qualitätswahn diesen Zugang nicht ersticken wird.

1996 hatte ich einen zunehmend brutaleren Verdrängungswettbewerb kritisiert, den eher der Skrupellosere als der Kompetentere gewinnt. In einem Kommunikationsseminar habe ich zwischendurch gelernt, wie Konflikte zustande kommen: durch Abhängigkeit. Ohne emotionale oder finanzielle Abhängigkeit gäbe es keine Probleme in Familien oder im Job. Der Theorie nach gibt es drei mögliche Reaktionen: Flucht, Kampf, oder die optimale Win-Win-Situation. Ich denke, es gibt die offensichtlichere Lösung der Suche nach der Ursache der Abhängigkeit und ihrer Auflösung. Das ist pragmatisch gemeint, und nicht spirituell.

Ich bin mittlerweile seit neun Jahren selbstständig, als stolze 50% unseres Zwei-Personen-Unternehmens: Als IT-Unternehmen gegründet mit sehr speziellen Schwerpunkten (meiner: Public Key Infrastructure) zu einem perfekten Zeitpunkt, deutlich vor der Wirtschaftskrise, aber mit genügend Branchenerfahrung und Reputation. Kurz vorher hätte ich die Option gehabt, wieder in die Wissenschaft zurückzukehren - und habe nach einer schlaflosen Nacht ein ehrenvolles Angebot abgelehnt. Das Thema wäre aus damaliger Sicht perfekt gewesen - an einer Schnittstelle zwischen Physik und IT Security. Aber mein Bauchgefühl und eine Plus-Minus-Liste sagte mir, dass die Art wie ich arbeite mindestens so wichtig ist wie ein packendes Thema.

Einige Jahre, viele Flugkilometer und mehr oder weniger aufregende Geschichten von Live-Implementierungen und heldenhaften Rettungsaktionen (... das war jetzt noch nicht die gewünschte Art des Arbeitens! ...) hatte ich in der Weihnachtspause 2010 diese fadenscheinige Aus-persönlichen-Gründen-muss-ich-leider-E-Mail immer noch nicht geschrieben. Aber wenn man anfängt Leute zu beneiden, die die Wirtschaftskrise oder gesundheitliche Gründe zu einem Neustart gezwungen haben - dann kann etwas nicht stimmen.

Der Plan, soweit vorhanden, war: Zurück zu Wurzeln, Technik wieder mehr zum Angreifen, weniger Kerosin verbrennen, sinnvolle Projekte statt armen Hamsterkollegen im Rad zu helfen, die politische Deadline zu schaffen in dem eine Sicherheitsinfrastruktur bis zum Tag X fertig ist. Unterschätzt habe ich den persönlichen Wert der Security-Community für mich - siehe oben - und mich ins Unbekannte gestürzt: Unser Hobby-Projekt eines Wärmepumpensystems mit Eisspeicher wird zu einem strategischen Forschungsprojekt (komplett ohne Förderungen, worauf wir sehr stolz sind), und ich begann 'post-graduate' noch ein Masterstudium an der Fachhochschule Burgenland. Energietechnik von der Pike auf lernen. Ich habe somit an der Uni und an der FH studiert, und auch an diesen Organisationen unterrichtet - wenn auch nicht in der erwarteten Reihenfolge.

Auch wenn ich es damals negativer gemeint habe, ich glaube es immer noch: Eine wichtige Erkenntnis, die ich daher aus einigen Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit gewonnen habe, ist, dass man nie eine Arbeit in Angriff nehmen sollte mit dem Ziel, irgendwann dafür Anerkennung zu erhalten. Heute erlebt ja die Stoische Philosophie - und antike Philosophie generell - eine Renaissance, von der ich hoffe, dass sie nicht zu sehr in einem Management by [Irgendwas] enden wird.

2014 war ein Jahr ohne Planung und ohne Erwartungen. Increasing Success by Lowering Expectations. Letztes Jahr hatte ich mein Studium abgeschlossen. Ja, eh, wieder mit goldenen Sternderln. Dann ein Aufblitzen von akuter Geek-Nostalgie... wenn nur in kleinen Dosen konsumiert,  genieße ich jede Sekunde der Security-Projekte. Der neue Geschäftszweig wächst, sehr langsam, aber doch. Kunden finden tatsächlich unser so genanntes Business-Blog lesen: dieses ist nicht immer als solches erkennbar nach Aussagen von Bekannten (Ach so, ich dachte, das ist Privatvergnügen?), aber seelenverwandte Tüftler und Siedler fühlen sich angesprochen.

Was würde ich meinem früheren Ich sagen? Konnte ich meine naive Vision von der Verbesserung der Lebensbedingungen auf diesem Planeten leben?

Ich konnte meinen ökologischen Fußabdruck deutlich verkleinern durch praktisch Null Flüge und den Umstieg auf Remote-Abwicklung von Projekten. Das gilt auch für die Wärmepumpenplanung! Im Gegenzug hat sich meine Work-Life-Balance unglaublich verbessert - wobei es nicht um die Trennung von 'Leben' und 'Arbeit' geht. Ich habe keinen Stress mehr. Ganz laut traue ich mich das fast nicht zu sagen - nur auf dieser Website, die keiner liest.

Ich arbeite an einer ungewöhnlichen Kombination von Spezialgebieten -  digitale Zertifikate und Wärmepumpen mit ungewöhnlichen Wärmequellen - eine Konsequenz einer langen Entwicklung. Lange habe ich versucht, die Verbindung zu erklären - Smart Grid, Infrastruktur hacken, Steuerungen (speziell letztere sind auch unser Thema). Aber das Beste ist eigentlich, es nicht mehr erklären zu müssen. Ich schätze die kurze Feedbackschleife: Kunde braucht etwas, wir liefern es. Keine Grundlagenforschung / keine Rocket Science, dafür auch keine Abhängigkeit von Fördergeldern. Nach einer langen Zeit von hektischem Training-on-the-Job und dann der Rückkehr auf die Schulbank fühle ich mich wieder als gemütlich selbst lernender Dilettant im eigentlichen Sinn des Wortes.

Wieder eine akademische Feier - 2013 in Pinkafeld
(18. Oktober 2013)

Letzte Änderung: Recherche-Ergebnisse - Zähler für elektrische Energie, Monitoring des Eigenverbrauchs. Motivation: das eigene Smart Meter vom EVU ist mangels Datenanbindung an die Zentrale noch nicht smart genug.

Wärmepumpe

Nutzung von Wärmepumpen in verschiedenen Ländern und Geschichte der Wärmepumpe

Ungewöhnliche Wärmequellen

Unser Eisspeicher-Wärmepumpensystem LEO_2

... wird auf unserem Blog vorgestellt. Für einen Überblick siehe vor allem

Hier eine Liste einiger Artikel, die einen Überblick über das System geben und Besonderheiten beleuchten:

Stromnetz und Verfügbarkeit

Stromerzeugung

Wasserkraftwerke

In Schweden wird - eventuell - das größte Pumpspeicherkraftwerk der Welt geplant:

  • Siehe Seite 30 am Ende dieses Forschungsberichtes:
    Besides the official estimations there are some discussions [28b] about building pumping capacity between the lakes Vänern and Vättern in Southern Sweden. The difference in altitude is 44 meters between these lakes.?
  • ... und die letzte Seite dieser Präsentation:
    Possible future? Mariestads Kraftverks AB & others 50 km tunnel between the lakes Vänern & Vättern Cost: 250 billion SEK. Installed capacity: 50000 MW 

Frei verfügbare Wetterdaten

Inputdaten für eigene Simulationen.

Österreich und Deutschland:

Welt:

Außergewöhnliche Ereignisse:

  • Der Winter 1962/63 in Europa hat einen eigenen Wikipedia-Eintrag:
    … ungewöhnlich lange Frostdauer, die sich im Bereich eines 250-jährigen Ereignisses bewegt….
    … Von Januar bis März 1963 war der ganze Bodensee zugefroren, zum ersten Mal seit 1830 (ein sehr seltenes Ereignis, weil der Bodensee sehr tief ist).
    … Herausragend ist aber, dass gebietsweise auch in tiefen Lagen bis zu 120 Eistage in Folge lagen. Damit ist der Winter die größte Kälteperiode seit 1739/40 gewesen …

Verschiedene Heizungssysteme

Statistik: Heizungen 2003 bis 2012 nach Bundesländern, verwendetem Energieträger und Art der Heizung. Der Anteil von Einzelöfen ist maximal 15% (in Tirol) und fallend.

Einheiten, Heizwerte, Energiekosten

Tools zur Konvertierung von Einheiten:

Heizwerte und Brennwerte

Eigenschaften von Wasser zum Vergleich

Energiekosten - international

Energiekosten - Österreich

Steuerung, Regelung, Logging

Zähler für elektrische Energie, Monitoring des Eigenverbrauchs.

Manuals für Datenlogger von Technische Alternative GmbH (für die frei programmierbaren Regelungen UVR1611, UVR16x2)

CAN-Bus

Heizen mit der Abwärme von Computern

Computer, die Teil einer Cloud sind und Rechenleistung zur Verfühung stellen, heizen gleichzeitig private Häuser:

Wärmeübertragung

Physik-Grundlagen - Mechanik, Elektrodynamik

The Feynman Lectures of Physics (Englisch)

  • Volume 1: Mainly mechanics, radiation and heat.
  • Volume 2: Mainly electromagnetism and matter

(Diese Sammlung wird nicht mehr erweitert.)

PKI FAQ

(elkement. Zuletzt geändert: 2014-12-16. Erstellt: 2014-10-06. Tags: IT, PKI, Kryptografie, Sicherheit, Foren, Diskussionen, Troubleshooting, Postings, X.509, Ressourcen. Englische Version.)

Ich versuche hier, Threads aus den Technet-Foren nach Themen zu strukturieren.

Die Englischen Inhalte werden 1:1 übernommen.

Chain validation and revocation checking issues

Chaining and hierarchies

Time validity

Revocation lists

(For issues with SCEP and EFS, see the sections on applications at the bottom of this page.)

Windows PKI design, implementation, and maintenance

PKI AD integration and clean-up

CA migration, backup and restore and high-availability

Scripts and automation

Certificate generation and deletion (in personal stores)

Searching the CA's databased and expiration notifications.

PKI configuration

Third-party CAs, compatibility

Windows PKI components and features - and related troubleshooting

Web Enrollment (ASP pages)

Simple Device Enrollment Protocol (SCEP) AKA Network Device Enrollment Service (NDES)

Windows OCSP: Errors and Pitfalls

  • White papers on how to make OCSP servers and CRL web servers high-available? There is an article for OCSP, for CRLs it is just a plain simple web server.
  • /ocsp/ application directory is not created before the role service had been configured. However, revocation configurations can be created before using the MMC - this causes and HTTP error 404 despite the Online Responder Management reports 'all green'. [ref]
  • Third-party validator (Axway) causes CryptoAPI to look only for OCSP URLs but OCSP is not used. Root cause finally was: CRL not accessible to the validator. [ref]
  • OCSP Responder issues: Misunderstanding about how to use one Responder for different CAs, and how an array should work. Additional interesting issue: Adding the Intermediate CA certificate to Trusted Root store can cause an error 403.16 in IIS and thus break certificate validation!
  • OCSP design: Use a dedicated OCSP server?

HTTPS-based enrollment via CEP/CES

(Auto-)enrollment troubleshooting

Kerberos troubleshooting

Certificate templates

Pre-requisites

Certificate and request attributes and extensions, and how to create requests

Certificate Subject Name and Subject Alternative Name, and tools and processes for CSR creation. Overlap with section on Scripts and automation.

OIDs

Hash algorithms

Cross-forest certificate enrollment and multiple domains.

PKI Applications

SCEP is listed unter Windows PKI components.

Logon against AD

SSL web servers

See also the section on Certificate and request attributes and extensions above.

LDAPs, DC certificates

  • Concerns re expired DC certificates. Can a DC be rebooted safely? Yes, as certificates are not required for 'standard AD functions'.
  • Easy-to-manage solution for LDAPs (only) - PKI to be avoided (?) Theoretically one might distribute a self-signed server certificate (with multiple SANs) just as a CA. I would not try to re-use an existing server's certificate as a CA certificate. As usual, I am wary about non-SSL-capable crypto providers. In case a simple 1-tier PKI is created today, templates could be moved to a well-planned 2-tier PKI later.
  • Domain Controller uses the wrong certificate for LDAPs. My suggestion was to supersede the current template with one that allows for issuance of certificates that will expire after the unwanted third-party certificate. Another user provided instructions on how to use the AD (NTDS) service's certificate store instead of the machine's store.

RADIUS / NPS and 802.1x

Exchange Server

Outlook and SMIME

EFS - Encrypting File System

BitLocker

SAP

Third-party LDAP clients

RDP / RDS

CISCO VPN

Windows VPN client

IPsec

Office Macro and document signing

Key stores and cryptographic providers

Crypto general

Software stores

Using an HSM as key store

Stille Wasser. Nordwesten Teneriffas, 2004.

... auf den ersten Blick eine überraschende Kombination.

Aber alles zu kombinieren ist meine Spezialität. IT-Sicherheit, Physik und bodenständige Ingenieursarbeit hängen für mich auf vielfältige Weise zusammen - nicht nur bedingt durch meinen beruflichen Lebenslauf.

Die Kommunikation zwischen den Geräten, die das Internet der Dinge bilden, sollte abgesichert werden, Publicy Key Infrastructures könnten dafür X.509-Zertifikate liefern.

Physik ist einerseits die Basis von Ingenieursanwendungen; andererseits werden die mathematischen Modelle und der typische 'Physiker-Ansatz' auf viele Arten komplexer Systeme angewendet. Es steckt mehr als ein Korn Wahrheit in dieser satirischen Betrachtung der Beziehungen zwischen Feynman-Diagrammen, Zertifikatspfaden, und hydraulischen Schaltungen.

Aber eigentlich steht die spielerische Erforschung von Systemen im Vordergrund: Wie verwenden Anwendungen und Systeme Zertifikate? Wie lassen sich die Sicherheitsmaßnahmen umgehen? Wie lässt sich eine technische Lösung mit möglichst wenig Aufwand realisieren? Wie baue ich ein System aus Standardkomponenten? Wie simuliere ich ein System realitätsnah mit 'Standard-Software'?

Postings in Technet-Foren

(elkement. Zuletzt geändert: 2015-04-01. Erstellt: 2014-07-29. Tags: IT, PKI, Kryptografie, Sicherheit, Diskussionen, Troubleshooting, Postings, X.509, Ressourcen, Listen. Englische Version.)

2014 war ich wieder aktiv in den Microsoft-Security- und -Infrastruktur-Foren. Ich habe diese Diskussionen als meine persönliche Wissensdatenbank genutzt.

Hier ist der Feed zu meinen letzten Aktivitäten!. Meine Mission hier scheint mit Ende 2014 beendet zu sein!

(Last changed: April 1, 2015. Added last threads I contributed to in December 2014.)

Insert some years during which I was just busy doing PKI but not contributing to the community. I try to compensate for that now!

  • [2009-07-16] What is PKI compatibility? It depends on what is compared: Certificates and their fields, key stores and access methods, request structure, protocols to enroll for certificates,...
  • [2009-07-16] Notification e-mails sent by the SMTP Exit module contain variables instead of values. Might be an issue of using the variables in a scripts versus running the commands interactively. In a script the % needs to be masked by another %.
  • [2009-07-16] Windows CA and redundancy: Does a second CA help? Templates are redundant in AD anyway. A second CA does not help as it uses a different key and cannot sign CRLs on behalf of a failed first CA automatically. For risk mitigation the CRL validity period should be configured for a few days or whatever is needed to detect and fix an issue in the worst case. Redundancy could be achieved with fail-over clustering.
  • [2008-11-09] Planning fail-over clustering for a CA, in particular how to migrate an existing non-clustered CA into the cluster. Clustering is only supported with HSMs(*). As for the names it can be done but the legacy of LDAP objects and HTTP URLs that contain the old machine name makes that rather messy. Suggestion: Use a new clustered CA setup from scratch with proper names and create a long-lived CRL for the existing CA before retiring it.
    (*) Learned in 2014 that this is not true (anymore?)
  • [2008-10-01] How to configure CRL URLs for offline CAs. It seems either a CRL has not been copied to the CRL server denoted in the CDP or the defaults have been used and the URL points to the Root CA itself. Brief outline of process.
  • [2008-09-23] Variables in CA configuration (starting with %) do not get replaced by their values. Turned out to be a copy and paste error as the lines have been copied to the command window directly.
  • [2008-09-19] Limit PKI usage to one domain - how to set permissions. The CA is a forest resource but permission for domain-specific groups can be set at the CA (Request Certificates right), or permissions on all templates could be limited to groups from this domain
  • [2008-09-18] Time zones and clock skew. Date formats in certificates are in Universal Time format including time zone information. There is only a clock skew of 10 minutes applied by default to avoid false not-yet-valid messages.
  • [2008-07-28] Checking and changing validity periods of CRLs as the default period of a week is too short for a typical Root CA. Overview on how to set the validity period in Properties of Revoked Certificates and - optionally - overlap by editing the registry.
  • [2008-07-28] Requirements for macro signing certificates. I suggest to time-stamp macros as otherwise (even if signed) signature would be considered invalid when the signer's certificate has been expired.
  • [2008-07-26] Certificate services simply fails to start after setup. Not clarified but another user indicated that in his certocm.log a permissions error was logged when he saw the same error - using the domain admin resolved it.
  • [2008-07-26] Sending certificate requests to an untrusted forest. Ideas: Automate the creation of requests and let a service user account from the CA forest fetch the requests, send them to the CA, and collect the certificates. Alternative: Simply use an AD user of the forest where the CA resides and use the certsrv web application to create keys and requests.
  • [2008-07-12] Autoenrollment issues - an XP client does not autoenroll through manual enrollment works and the event log says that Autoenrollment has been completed successfully. Potential root causes: 1) There is already a certificte of that type in the store and the setting Do not re-enroll if a duplicate certificate exists in AD has been set 2) Weird but known issue with credential roaming sometimes falsely archiving certificates.
  • [2008-07-01] Wild-card certificates - feasible but not recommended as there is a slight chance clients may not recognized the wild-card character.

Radices bedeutet Wurzeln bedeutet Roots

(elkement. Zuletzt geändert: 2014-05-07. Erstellt: 2014-04-04. Tags: IT, PKI, Kryptografie, Security, Ankündigungen. Englische Version.)

Der Zusammenhang zwischen dem Namen dieser Site und PKI / Root CAs / Wurzelzertifizierungsstellen liegt damit auf der Hand - ist aber in Wahrheit völlig zufällig.

Die Englische Version des PKI-Bereiches enthält eine kompakte Übersicht von PKI-Ressourcen, Links, meinen anekdotischen Beobachtungen und eigenen Artikeln. Um den Wartungsaufwand nicht übermäßig ansteigen zu lassen, gibt es die Liste meiner Artikel, Postings, anderen Ressourcen und die Liste der PKI Issues nur noch auf Englisch - allerdings auch hier in die Deutschen Seiten eingebettet.

Ich hatte mich zwischen 2002 und 2012 schwerpunktsmäßig mit Public Key Infrastructure beschäftigt, zu Beginn als Security-Consultant bei Microsoft, mittlerweile schon lange selbstständig.

Hier ein kurzer Überblick der Leistungen. Derzeit unterstütze ich nur noch langjährige Kunden beim PKI-Migrationen / -Resdesigns und mache Remote-PKI-Support - ähnlich zu meinen Aktivitäten in den Technet-Security-Foren.

Meine Spezialität sind unübersichtliche und verzweigte Zertifikatspfade, Zertifikate zur Netzwerkauthentifizierung (802.1x, Radius, SCEP) und Detektivarbeit um herauszufinden, wie exotischere Applikationen und Geräte Zertifikate verwenden.

Persönliche Website von Elke Stangl, Zagersdorf, Österreich, c/o punktwissen.
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