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Ich sage ja oft: Eigentlich / wirklich / im Grund ist alles was ich mache ... Reverse Engineering von Blackboxen! Das betrifft Software, Drähte, Hydraulik - und alles dazwischen, wie die Steuerung.

Irgendwann war ich offiziell technischer Spezialist für bestimmte (Software-)Produkte. Da nimmt der Kunde an, man hätte langjährige Erfahrungen und zig Schulungen hinter sich. De facto hab ich manchmal das betreffende Produkt am Wochenende vor dem Auftritt als Experte auseinander genommen und untersucht.

Was verbinde ich mit Reverse Engineering?

Pragmatischer Ansatz - 80/20. Jahrelang hatte ich an akademischen Publikationen gefeilt: Jede Formulierung x-mal umgedreht - oft nach zermürbenden Besprechungen, um die These wasserdicht zu machen, jedes Messergebnis hinterfragt. Und dann flog ich durch ein Wurmloch in die Welt des kleinen Computer-Fuzzis: Du stehst beim Kunden vor der störrischen Maschine und musst ein Problem lösen. Besser schnell als perfekt.

Jahre später könnte man dazu vielleicht sogar ein wissenschaftliches Paper schreiben. Das ist aber uninteressant, weil es nicht darum geht, andere Experten in demselben Fach zu beeindrucken. Ein dringendes Problem muss behoben werden, hier und jetzt ... aber nicht mehr.

Tiefe und Breite. Ja, man muss beim Reverse Engineering und Troubleshooting 'out-of-the-box' denken, wie man heute sagt. Das bedeutet aber nicht, dass es unwichtig wäre, Grundlagen und 'Theorie' zu betroffenen Problem zu lernen. Für optimal halte ich die Kombination von tiefem Wissen in einem Spezialgebiet - jenes, das man sich auch offiziell auf die Fahnen heftet - und breitem Halbwissen über die Gebiete darum herum. Also so, dass man mittels gezieltem Schnüffeln / Debuggen / Forschen auch in diese Gebiete tiefer eindringen kann und eventuell ein langsam ein neues Spezialgebiet erorbert.

Ursprünglich war mein Thema: Public Key Infrastructure, nun sind es seit einiger Zeit Wärmepumpen und Thermodynamik. Und plötzlich ergibt sich die Notwendigkeit, sich mit CAN-Bus-Netzwerkprotokollen zu beschäftigen, oder mit Wärmepumpen ohne elektrisch angetriebenem Kompressor.

Kein falscher Stolz. Es ist interessant und lohnend - und vor allem praktisch - an Problemen zu tüftlen, die man alleiner lösen kann. Ohne große Support-Organisation und Entwicklungsabteilung im Hintergrund. Besser einmal kurz sniffen und tracen als zu versuchen, einer Kontakt zu dem menschlichen Schöpfer der Blackbox herzustellen - einer unbekannten menschlichen Lebensform die vielleicht oder vielleicht auch nicht in einer Firma mit 1000en Mitarbeitern arbeitet.

Aber Aufwand/Nutzen für Sniffen versus Kontak sollte pragmatisch abgewogen werden - es ist manchmal nicht leicht, den Geek-Ethos zu dämpfen und sich durchzutelefonieren oder -e-mailen. Ich habe Social Engineering betrieben (mit guter Absicht!) ohne es wissen, um an Manuals, Passwörter etc. zu gelanden.

Letzendlich kann es Win-Win-Situation werden für alle Beteiligten - es gibt keine Art des Lernens, die so effizient ist wie das Fachsimpeln mit Kollegen. Und es gibt keine Art des 'Netzwerkens' die so sinnvoll und selbstverständlich ist wie Fachkollegen 'im Notfall' - also wenn man beim  Kunden nicht mehr weiter weiß - kontaktieren zu können. Umgekehrt ist man selbst auch Anlaufstelle bei Notfällen im eigenen Spezialgebiet. Glücklicherweise waren die Fälle selten, in denen das Verständnis von Win-Win sehr unterschiedlich war.

Wieder verwenden statt Green Field. Ich verbinde Reverse Engineering automatisch mit: Reparieren und Sanieren - anstelle von Wegwerfen / Löschen und Neukauf / Neuinstallation. Es kann meine persönliche Präferenz sein, da die 'Einschränkung' durch Vorhandenes einen ganz besonderen Reiz hat und die Kreativität anspornt.

Ein übernommenes Altsystem ist immer eine Blackbox, die es zu entschlüsseln gilt. Aber auch Dinge, die man selbst gebau hat vor Jahren, können einem selbst irgendwann Rätsel aufgeben, die man schneller mit Debugging löst als mit dem Nachlesen der eigenen Dokumentation (.... das sage ich als legendär-exzessiver Dokumentator).

Was die Experten sagen ... muss nicht immer richtig sein. Zu wissen, was diese Dinge machen und wie sie funktionieren ist die Basis für die Kontrolle darüber - und kein externer Profi / Lieferant / Dienstleister kann einem dann ein Gschichtl erzählen.

Wenn der Fachexperte (der oft auch gleichzeitig der Verkäufer von neuem Zeug ist) behauptet Das geht nicht, dann kann man das nur widerlegen, indem man zeigt, dass es geht.Vielleicht ist das der wichtigste Aspekt überhaupt - in Zeiten von immer mehr Schnittstellen zu externen Diensten, Clouds und immer schöner verpackten und versiegelten Blackboxen, die man unter Androhung legaler Konsequenzen keinesfalls reverse engineeren darf.

Wärmepumpe hacken

Das Web hat hier seine eigene Kategorie - immerhin war es die (damals) anarchische Spielwiese, auf der subersiv.at gewachsen ist.

Damals hatten wir statische simple Webseiten, die uns Der Server serviert hatte; dann wurde HTTP(s) das Universelle Firewall-Bypass-Protokoll. Wir synchronisieren Dateien in der Dropbox oder 'cachen' unsere Mails offline. Anwendungen wie Teamviewer oder die Dinge im Internet of Thing bohren kontrolliert kleine Löcher in unsere Firewall, damit sie von außen erreichbar sind.

Aber darüber habe ich anderswo geschrieben - über die (Un-)Sicherheit des Internet of Things oder wie die Plattform-Kraken kleine Firmen langsam in ihren Tentakeln einfangen. Mein 'Logo' ist ein wütender Dinosaurier - also habe ich gemischte Gefühle, was die Kulturgeschichte des Internet betrifft. Aber es gibt jedenfalls diesen einen positiven Punkt: Der kreative HTTP(s)-Zauber machte es möglich, dass wir auf eine Art zusammenarbeiten können, die ich vor 25 Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Damals, also noch echte geklammerte Dateien in physischen Ordnern gesammelt wurden.

Ich arbeite hauptsächlich 'remote', nicht nur in IT-Projekten. Vor 10 Jahren habe ich als IT Consultant auch im so genannten 'Home Office' gearbeitet. Aber die Kultur(?) hatte häufiger Meetings in echt erfordert. Heute unterstütze ich einige langjährige IT-Security-Kunden, aber vor allem remote und/oder asynchrone Kanäle. Zum Start unseres Wärmepumpen-Business im Stealth Mode war mein Standard-Schmäh: Irgendwann werden wir in Ingenieursprojekten so arbeiten wie in IT-Projekten. Aus dem Witz wurde Realität - heute ist das der Default-Modus, auch mit Kunden im geografisch erreichbaren Rahmen.

Technologie ist eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung: Die Software-Tools gab es schon lange, als trotzdem noch Face-Showing-Rituale nötig waren (in der IT). Während der Wirtschaftskrise 2008/2009 versuchten Firmen aber, Reisekosten einzusparen und 'remote' wurde üblicher. Nachher kehrte man nicht mehr zur früheren Arbeitsweise zurück [Keine Statistik, Einzelerfahrungen.]

Unbedingt erforderlich ist die Kunst der asynchronen Kommunikation, die äußert im Erfassen von mehr als den ersten drei Zeilen eines E-Mails. Es leben die verschachtelten Diskussionen - 'Antworten unten in rot!'. Unsere Kunden haben diese Fähigkeit - Technikfreaks / Geeks in typischerweise technischen / zahlenlastigen / IT-Berufen.

Politik sollte keine Rolle spielen (dürfen). Sobald die berühmten non-verbalen Signale und Zwischentöne entscheidend werden, ist die 'Bandbreite' der Remote-Kanäle zu gering. Fraglich ist, ob sich die Politik in noch so vielen Echt-Meetings bändigen lässt. Pragmatischer Ansatz: Arbeiten mit einem tatsächlich verantwortlichen Ansprechpartner - flache Hierarchien und Befehlsstrukturen :-) Wird man in Teamstrukturen und -konflikte hineingezogen und erhält man, wird es schwieriger. Meine Erfahrungen mit geheimen Meetings und diplomatischen Mandate als Mediator waren durchaus lohnend, aber ich lege es nicht mehr darauf an.

Der Spirit in einem Remote-Projekt sollte keinesfalls unterschätzt werden -  unsere Liste der Projektschritte liest sich etwas zu technisch und trocken. Ich kann hier nur verweisen auf einen Bericht mit Zitaten im O-Ton - da wird alles thematisiert von der Zaunanakonda, über den interdisziplinären Arbeitskreis, von Whisky über Quantengravitation zum Holodeck.

Holodeck ist ein gutes Stichwort: Wer hat nicht schon der Augmented Reality gelesen und Videos von den Ingenieuren im Kraftwerk mit der Holo-Brille gesehen? Als Dinosaurier ist das Subversive El(k)ement da etwas zurückhaltend. Aber wurdern würde es mich nicht, wenn unsere Kunden ihren Wärmetauscher irgendwann einmal am 3D-Drucker ausdrucken werden anstelle mit traditionell-konservativen Plänen und Stücklisten zu arbeiten.

So: Damit ist das Elkement als Ur-Netizen (die elkementaren Domains gibt's seit den frühen 00-er Jahren) wieder voll motiviert. Wie in alten Zeiten, als wir genüßlich zusehen wollten, wie das subversive Internet und echte Kommunikation dem Fernsehen und der klassischen Werbung das Fürchten lehrt. Pflichtlektüre: The Cluetrain Manifesto.  Irgendwie lustig, angesichts 'Tracking' und dem Kampf von Datenschützern und Netz-Puristen gegen die Kraken. Auf eine irrationale Weise ist es doch der positive Drive von Remote-Arbeitspionieren wie  Automattic (wordpress.com) die 'Das Web' für mich definieren!

Das ist wieder einmal ein Beitrag zur Kategorie Technik – wobei die Grenzen zu 'IT' nicht sehr deutlich definiert sind, wie mein letzter Blogartikel über die Datenkrake zeigen.

Ich bin ja bei uns die Theoretische Abteilung und zuständig für Softwareentwicklung, Simulationen und Messdatenauswertung für unser Wärmepumpensystem (und das anderer Siedler, auch 'Kunden' genannt).

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen reinen IT-Projekten (z.B. PKI-Consulting) und 'Ingenieursprojekten mit IT': In letzterem Fall kenne ich und definiere ich die Anforderungen der Software zu 100% selbst – im Zentrum steht immer 'irgendetwas mit Energie'; im anderen Fall arbeite ich an Software oder Infrastruktur für Anforderungen, die jemand anderer definiert.

Glücklicherweise lässt sich fast alles, was ich jemals in der IT gemacht habe, auch 'energiebezogen' wiederverwerten: Heizungen und Steuerungen werden Teil des Internet of Things – IT-Sicherheit ist ein zentrales Thema. 2015 habe ich diese Website komplett umgebaut, endlich in .NET und ASP endlich deaktiviert. Als Spin-Off davon wurde auch meine numerische Simulation unseres Wärmepumpensystems eine .NET-Applikation: Jede Komponente im Hydraulikschema wird zu einem Objekt; fast ein Lehrbuchbeispiel. 2014 wurde aus einer immer schwerer zu bändigen Excel-Datei mit Makros endlich eine SQL-Server-Datenbank. Die Datenkrake wurde seither schrittweise erweitert, Excel-Plots wurden automatisiert erstellt etc.

Hin und wieder kommen mir diese Datenkraken-Skills auch in den 'eigentlichen' IT-Projekten zugute – damit meine ich meine PKI-Projekte. Die IT-Kategorie hier ist ja irgendwie zu einer Art Timeline verkommen mit Status-Updates zum Thema 'Machst Du noch PKI?'. Es kann ja ganz nützlich sein, ein Certificate Practice Statement entsprechend dem RFC semi-automatisch zu erzeugen. Aber ich würde mich nie als Experten für Datenanalyse, SQL, o.Ä. bezeichnen: Ich bin eigentlich wieder dort angekommen, von wo ich vor vielen Jahren losgezogen bin.

Als IT-Berater bin ich immer wieder gefragt worden: Wie kommt man als Physiker in die IT? Die logische Begründung ist die unvermeidbare Programmiererfahrung des Physikers. Ja, auch ich habe vor vielen Jahren an Software mitentwickelt auf der Uni an einem unübersichtlichen Haufen Software, ganz ohne Frameworks, Methodologien und Qualitätssicherung – für die Automatisierung der Messung der elektrischen Eigenschaften supraleitender dünner Schichten. Aber ich war experimenteller Physiker und meine Arbeit war nicht wahnsinnig 'computational' – genauso wenig erforderte meine spätere Beschäftigung mit angewandter Kryptografie (Public Key Infrastructure) tiefe mathematische Kenntnisse im täglichen Umgang. Eigentlich sehe ich die Parallele zwischen Physik und IT eher darin, dass Software sehr schnell genauso komplex wie unvorhersehbar wie ein von vielen Parametern beeinflusstes Naturphänomen. Man benötigt Geduld, Durchhaltevermögen und Freude daran, sich beim Troubleshooting durch einen Hyperraum von Möglichkeiten zu tasten – was in der Praxis heißt, den immer gleichen Prozess mit kleinen Änderungen immer wieder durchzuspielen.

Auch wenn sich das für Nicht-Geeks sehr langweilig anhört: Aus meiner Sicht sind diese Software-Basisarbeiten genau dann lohnend und interessant, wenn das große Ganze – der eigentliche Zweck, das 'Zielsystem' – lohnend ist. Und Letzteres sind für mich Wärmepumpen, Stromzähler, PV-Generatoren o.Ä. Da investiere ich gerne Stunden in das Debugging des Verhaltens fragwürdiger Firmware-Updates – genauso wie ich damals zumindest die Grundlagen von Turbo Pascal lernen musste, um Tieftemperaturmessungen durchzuführen.

2017 konzentriere ich mich auf die langsame Weiterentwicklung (und das Troubleshooting) der Datenkrake – und die langsame Annäherung von Messdatenauswertung (Echtkrake) und Simulation (virtueller Krake).

Hier einmal eine Bestandsaufnahme der aktuellen Features der Datenkrake – das ist der eigentliche Zweck dieses Artikels:

  • Dokumentation aller Sensoren bzw. Messwerte verschiedener Datenlogger (Wärmepumpe / UVR16x2, Smart Meter, PV-Wechselrichter…) in einer Access-Datenbank – einer kleine Proto-Krake.
  • Dokumentation aller Änderungen an Sensoren und Logfiles, wie: Durcheinander geworfener Logfile-Spalten, neue Namenskonventionen für Logfiles, oder ausgetauschte Sensoren. Z.B. wurde die manuelle 'Lineal'-Ablesung des Füllstandes im Eisspeicher ersetzt durch einen automatisierten Füllstandsmesser.
  • Ein Powershell-Script holt sich alle Roh-Logfiles und macht das unvermeidliche Datumsformat- und Dezimalkomma-oder-Punkt-Voodoo (performanter als eine entsprechende nachträgliche Änderungen im SQL-Server).
  • Dann erzeugt diese Powershell-Script die SQL-Scripts, die den eigentlichen Import und die Berechnungen in der Datenbank durchführen – ein Set von Scripts und eine SQL-Datenbank pro Siedler (Kunde). Z.B. werden die CREATE TABLE oder ALTER TABLE Befehle für die jeweils benötigen Felder aus der Felddokumentation in der Access-Proto-Krake erzeugt.
  • Diese SQL-Scripts sorgen dann dafür, dass nur Daten der richtigen (neuesten) Logfiles importiert werden – in eine Zwischentabelle. Jede SQL-Datenbank kann damit ggf. von Null weg neu aus den CSV-Dateien und der Access-Dokumentation erzeugt werden.
  • Die Zwischentabelle ist nötig, um Fehler korrigieren zu können: Z.B. werden vom Logger selbst als Fehler gekennzeichnete Werte (9999) identifiziert, oder Werte werden auf der Basis einer Tabelle besonderer Ereignisse (Sensor X war zwischen Y und Z Uhr nicht aktiv) auf NULL gesetzt.
  • Zum Schluss läuft dann endlich das wichtigste SQL-Script: Die eigentlichen Berechnungen von Mittelwerten, von Energien aus aktuellen Leistungen (Kollektorernte, Heizenergie…), Arbeitszahlen, Laufzeiten etc. Dafür sind einige 'Ebenen' an SQL-Views nötig.
  • Das Frontend dazu ist natürlich … Microsoft Excel! Tabellen von täglichen, monatlichen und jährlichen Kennwerten werden so dargestellt, dass man einfach zwischen verschiedenen Zeiträumen umschalten kann.
  • Diagramme werden verwendet, um Tagesgänge darzustellen (wie ändert sich das Eisvolumen?) oder Balkendarstellungen der monatlichen oder jährlichen Energiebilanzen. Die im Diagramm benötigten Felder und der Zeitraum werden in einer Definitionstabelle für die Diagramme ausgewählt, so dass die eigentlichen Plots dann automatisch geändert werden können. Details wie Farben und Strichbreite werden direkt im Diagramm geändert.

So seltsam wie diese Architektur klingt – bis jetzt war es möglich durch diese relative Unabhängigkeit der 'Teildatenbanken' das ganze System Schritt für Schritt weiterzuentwickeln … in einem Umfeld, in dem Veränderung die einzige Konstante ist … bedingt durch externe Einflüsse wie unvorhersehbare Auswirkungen von Firmware-Updates.

Datenkrake - Plottomat

Ursprünglich (auf radices.net): Zum Umbau der Kategorie 'Physik' in Handfesteres.

Wir haben unsere Doc-Emmett-Brown-artige Erfinder-Garage und unser Organigramm ist der Befehlshierarchie der Sternenflotte nachgebildet. In unserem Zwei-Personen-Unternehmen gibt es den Chefingenieur und mich - den Wissenschaftsoffizier.

Entsprechend der Gewerbeberechtigung bin ich 1) Beratender Ingenieur in einem Ingenieurbüro für Technische Physik, außerdem 2) IT-Dienstleister.

Wir planen individuelle Wärmepumpensysteme mit einer speziellen Quelle - einer Kombination aus einem unterirdischen Wassertank (Eisspeicher) und einem Solarschlauchkollektor. 'IT' heißt vor allem: Reglerprogrammierung, Messdatenauswertung und Netzwerkanbindung.

Solar collector for harvesting energy from ambient air.

Ich blogge seit 2012 auf Englisch über Wissenschaft, Technik und überhaupt alles - seit 2014 sind auch unsere Wärmepumpen-Erlebnisse eine fixe 'Rubrik' und meine Bloggerei wird etwas konkret-ingenieursmäßiger und weniger quantenphilosophisch. Unser Deutsches punktwissen-'Business-Blog' (das oft nicht als solches erkannt wird) behandelt unser Wärmepumpensystem in allen Facetten.

Diese Website - radices.net - war eine Art Pseudo-Wissenschaftsblog mit philosophischem Touch. Ich baue die Site langsam um zu meiner Sammlung von Links (links ;-) ... in der Navigation), die ich oft selbst benötige. Seit Beginn 2015 sind hauptsächlich die Ingenieurs-Links dran!

Für einen ersten Überblick zum Wärmepumpensystem siehe folgende Artikel:

Und sonst... zu meinem Hintergrund:

Gelernte Laserphysikerin, Schwerpunkte im Studium Festkörperphysik, Optik und Hochtemperatursupraleitung, Materialbearbeitung mit Excimer-Lasern. Nach einem Zwischenstopp als Werkstoffwissenschaftlerin (Mikrostruktur von industriellen Stählen) folgte der Wechsel in die IT: Über 10 Jahre war mein Spezialgebiet IT-Sicherheit - im Wesentlichen technische Beratung und 'Firefighting' + ein bisschen Management.

Seit 2011/2012 habe ich dann umgesetzt, was sich im Namen dieser Website ausdrückt: radices / Wurzeln >> Back to the Roots: Mit dem Start eines Wärmepumpenprojektes im Stealth Mode und einem weiteren Studium zu erneuerbaren Energien (mit Diplomarbeit zur Sicherheit im Smart Metering, einem weiteren Versuch, meine Interessensgebiete zu verbinden).

2013 geht die erste Kundenanlage live; 2014 arbeiten wir auch 'remote' an der Planung von Wärmepumpensystemen. Auf dieser Website und den Blogs tobe ich mich weiterhin aus als Technologiejournalisten-Dilettant - und versuche, die Massen für Thermodynamik und Simulationen zu begeistern:

Eine vereinfachte Simulation zum Volumen des Eises im Eisspeicher (Englisches Posting)

Wärmepumpen und Erneuerbare Energien

(elkement. Zuletzt geändert: 2015-10-01. Erstellt: 2015-02-04. Tags: Postings, Bloggen, Ressourcen, Links, Engineering, Wärmepumpe. Englische Version.)

Auf unserem Deutschen (punktwissen-) Blog schreibe ich meistens über Simulationen zu unserem System, Messdatenauswertung, 'Big Data' und IT-Sicherheit in Zusammenhang mit unserem Wärmepumpensystem. Außerdem: Erneuerbare Energien im Allgemeinen, Grundlagen und Geschichte von Technologien, unsere Photovoltaik-Anlage und 'Eigenforschung' zu unserem Stromverbrauch:

Hydraulikschema unserers Wärmepumpensystems.

Letzte Änderung: Recherche-Ergebnisse - Zähler für elektrische Energie, Monitoring des Eigenverbrauchs. Motivation: das eigene Smart Meter vom EVU ist mangels Datenanbindung an die Zentrale noch nicht smart genug.

Wärmepumpe

Nutzung von Wärmepumpen in verschiedenen Ländern und Geschichte der Wärmepumpe

Ungewöhnliche Wärmequellen

Unser Eisspeicher-Wärmepumpensystem LEO_2

... wird auf unserem Blog vorgestellt. Für einen Überblick siehe vor allem

Hier eine Liste einiger Artikel, die einen Überblick über das System geben und Besonderheiten beleuchten:

Stromnetz und Verfügbarkeit

Stromerzeugung

Wasserkraftwerke

In Schweden wird - eventuell - das größte Pumpspeicherkraftwerk der Welt geplant:

  • Siehe Seite 30 am Ende dieses Forschungsberichtes:
    Besides the official estimations there are some discussions [28b] about building pumping capacity between the lakes Vänern and Vättern in Southern Sweden. The difference in altitude is 44 meters between these lakes.?
  • ... und die letzte Seite dieser Präsentation:
    Possible future? Mariestads Kraftverks AB & others 50 km tunnel between the lakes Vänern & Vättern Cost: 250 billion SEK. Installed capacity: 50000 MW 

Frei verfügbare Wetterdaten

Inputdaten für eigene Simulationen.

Österreich und Deutschland:

Welt:

Außergewöhnliche Ereignisse:

  • Der Winter 1962/63 in Europa hat einen eigenen Wikipedia-Eintrag:
    … ungewöhnlich lange Frostdauer, die sich im Bereich eines 250-jährigen Ereignisses bewegt….
    … Von Januar bis März 1963 war der ganze Bodensee zugefroren, zum ersten Mal seit 1830 (ein sehr seltenes Ereignis, weil der Bodensee sehr tief ist).
    … Herausragend ist aber, dass gebietsweise auch in tiefen Lagen bis zu 120 Eistage in Folge lagen. Damit ist der Winter die größte Kälteperiode seit 1739/40 gewesen …

Verschiedene Heizungssysteme

Statistik: Heizungen 2003 bis 2012 nach Bundesländern, verwendetem Energieträger und Art der Heizung. Der Anteil von Einzelöfen ist maximal 15% (in Tirol) und fallend.

Einheiten, Heizwerte, Energiekosten

Tools zur Konvertierung von Einheiten:

Heizwerte und Brennwerte

Eigenschaften von Wasser zum Vergleich

Energiekosten - international

Energiekosten - Österreich

Steuerung, Regelung, Logging

Zähler für elektrische Energie, Monitoring des Eigenverbrauchs.

Manuals für Datenlogger von Technische Alternative GmbH (für die frei programmierbaren Regelungen UVR1611, UVR16x2)

CAN-Bus

Heizen mit der Abwärme von Computern

Computer, die Teil einer Cloud sind und Rechenleistung zur Verfühung stellen, heizen gleichzeitig private Häuser:

Wärmeübertragung

Physik-Grundlagen - Mechanik, Elektrodynamik

The Feynman Lectures of Physics (Englisch)

  • Volume 1: Mainly mechanics, radiation and heat.
  • Volume 2: Mainly electromagnetism and matter

... auf den ersten Blick eine überraschende Kombination.

Aber alles zu kombinieren ist meine Spezialität. IT-Sicherheit, Physik und bodenständige Ingenieursarbeit hängen für mich auf vielfältige Weise zusammen - nicht nur bedingt durch meinen beruflichen Lebenslauf.

Die Kommunikation zwischen den Geräten, die das Internet der Dinge bilden, sollte abgesichert werden, Publicy Key Infrastructures könnten dafür X.509-Zertifikate liefern.

Physik ist einerseits die Basis von Ingenieursanwendungen; andererseits werden die mathematischen Modelle und der typische 'Physiker-Ansatz' auf viele Arten komplexer Systeme angewendet. Es steckt mehr als ein Korn Wahrheit in dieser satirischen Betrachtung der Beziehungen zwischen Feynman-Diagrammen, Zertifikatspfaden, und hydraulischen Schaltungen.

Aber eigentlich steht die spielerische Erforschung von Systemen im Vordergrund: Wie verwenden Anwendungen und Systeme Zertifikate? Wie lassen sich die Sicherheitsmaßnahmen umgehen? Wie lässt sich eine technische Lösung mit möglichst wenig Aufwand realisieren? Wie baue ich ein System aus Standardkomponenten? Wie simuliere ich ein System realitätsnah mit 'Standard-Software'?

Persönliche Website von Elke Stangl, Zagersdorf, Österreich, c/o punktwissen.
elkement [ät] subversiv [dot] at. Kontakt