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Postings zum Schlagwort 'Berufung', nach dem Erstelldatum sortiert in absteigender Reihenfolge. Alle Postings angezeigt.

Ich habe wieder einmal an meinen Social-Media-Profilen gebastelt:

Specializing in: Control systems, software development for measurement data analysis, IT security, troubleshooting and reverse engineering systems with physical (hydraulic) and software (control) components.

I am running a small engineering consultancy together with my husband. We are both physicists, and we focus on designing, programming, and troubleshooting control systems for heating / solar systems, especially heat pump systems with a combination of uncommon heat sources and custom control. For more than 10 years I have implemented, reviewed, and troubleshooted public key infrastructures, and I still do this for some long-term clients.

I am blogging about this and about related science and engineering topics at https://elkement.blog.

Im Gegensatz zum Blog ist diese Site eher ein erweitertes Profil / About Me / meine manuell befüllte WHOAMI-Maschine.

Ich denke nach über das Herumklettern auf verschiedenen Schichten des Software-Stacks. tl;dr: Langsam komme ich wieder zurück / auf den Urgrund der unteren Ebenen - näher zu Hardware, Elektronik, Regelungen, Feldbussen etc.

Vor Jahrzehnten hatte ich als Physikstudentin in den Elektroniklehrveranstaltungen über Mikrocontroller gelernt - und dann Sensoren und Aktoren anprogrammiert in Turbo Pascal - zur Messung der elektrischen Eigenschaften von Hochtemperatursupraleitern bei tiefen Temperaturen. Aber dann gab's einen Sprung ganz nach oben, nach KlickiBunti beim Wechsel von 'Forschung in die IT' - Microsoft-Scripting-Sprachen: VBA, VBScript, ASP. Auch die erste Version der numerischen Simulation war ein Excel-Sheet und dann eine VBA-Applikation.

Ich habe die IT 'offiziell verlassen' und gegen 'Erneuerbare Energien' eintauschen müssen und wieder an den Grund (der Software-Sedimente) zu tauchen. Als ich Dinosaurier wieder zur Studentin wurde (Energietechnik) war ich in Gruppenprojekten immer der Excel-Programmierer im Team. Und dann: SQL-Server und Transact-SQL für die Messdatenanalyse. Simulation nochmals ganz neu - jetzt in Visual Basic.NET, endlich auch in wirklich objektorientiertem Design. Zum Aufwärmen dafür: Alle unsere Websites 'from scratch' in .NET. Die Datenkrake verwendet eine Mischung aus Powershell und SQL-Script.

Endlich kann ich alle meine Prozessorkerne in der Simulation nutzen - und eine Reihen von Performance-Engpässen sind beseitigt. Ich habe Joel on Software von Anfang bis Ende gelesen - um die Ära 'meiner Zeit in der IT' nachzuerleben und um ein bisschen Grundlagen nachzutanken. Ich klickte auf jedem Link und bin bei Structure and Interpretation of Computer Programs hängengeblieben (SICP) - die beste Vorlesung, die ich jemals 'besucht hatte': Gleichzeitig philosophisch tief und praktisch sofort nützlich. Meine Simulationen wurden um einen Faktor schneller.

Um immer wichtig war: Reverse Engineering und Debuggen - immer so tief und auf dem Level, auf dem ich Software gerade verstanden hatte. Als meine offizielle Rolle IT Security / Public Key Infrastructure Consultant war, war der beste Task immer das Ausschnüffeln und Tracen von exotischen Problemen mit X.509-Zertifikaten, das Durcharbeiten von RFCs. Jedes Mal, als ich selbst nur der Kunde war, endete es mit Low-Level-Debugging - z.B. als sich mein Mail-Client und ein Mailserver nicht verstanden... und ich eigentlich nur eine Rechnung signiert habe wollte mit dieser SMTP-Signaturlösung.

Dann habe ich endlich C/C++ gelernt und viel über Assembler und Reverse Engineering / Malware-Analyse gelesen. Nur so kann man eigentlich auch das letzte Kapitel von SICP wirklich schätzen und die selbstbezügliche Eleganz von Compilern und Interpretern.

Um mir den Stack (den im Memory) vorzustellen - und was in den Registern passiert, griff ich zu meinem Jahrzehnte alten Elektronik-Buch, Kapitel Mikrocontroller. Und dann ... Erkenntnis! Die wesentlichen Grundlagen haben sich nicht dramatisch geändert. Verschiedene Prozessoren nutzen verschiedene Instruction Sets, und wir haben uns gesteigert - 8bit, 16bit, 32bit... Aber die Essenz der Erklärung - was ein Stack ist und wie man mit Return zurückfindet aus einer Funktion - sind noch genauso gültig wie zu der Zeit als dieses Buch und SICP neu waren.

Alles passt zusammen: C ist fast eine Voraussetzung um Feldbus-Kommunikation die Beschreibungen dazu in den Standards zu verstehen. Und (unsere) Steuerungen verwenden Feldbusse. Und außerdem ist man als (Nicht-unbedingt-Software-)Ingenieur immer auch Detektiv - wenn man Software aus der Steinzeit reverse engineered um sie überhaupt verwenden zu können.

Eigentlich der logische Platz, an dem man sein sollte: Als Physiker in der IT, oder Ingenieur mit IT-Tools oder was auch immer.

Und jetzt: Weiter zu Python!

 

Was fasziniert mich an der Physik?

(elkement. Zuletzt geändert: 2014-01-13. Erstellt: 2013-09-12. Tags: Physik, Naturwissenschaften, Berufung)

In Wissenschafts-Shows verblüffen oft Experimente, die man mit Grundlagen-Kenntnissen erklären könnte. Physik scheint nicht intuitiv zu sein - man muss dazu nicht die String-Theorie bemühen. Was machen Helium-Ballons in einem beschleunigten Auto?

Ich denke, dass die physikalisch-mathematische Intuition trainiert werden kann. Mich begeistern (*):

Was ist eigentlich - heute - wirklich Physik? Ich darf mich Beratenden Ingenieurin für Angewandte Physik nennen: Ich beschäftige ich mich mit Anwendungen der Physik, die man fachlich den Ingenieurwissenschaften zuordnen kann.

Dieser Cartoon bringt es auf den Punkt. Unbestreitbar der Physik zuzuordnen bleibt also die Grundlagenforschung: Are things made of stuff?

Ich versuche, mir einen Überblick zu verschaffen durch das Lesen von 'enthusiastischen' populärwissenschaftlichen Büchern und kritischen Meinungen zur 'Krise der modernen Physik' (siehe meine Bücherliste). Werden wir die neuen Theorien zu versteckten Dimensionen und Multiversen jemals testen können?

Um etwas besser beurteilen zu können, worum es bei diesen Theorien wirklich geht, muss man sich mit Quantenfeldtheorie beschäftigen. In den nächsten Monaten mache ich QFT - und meine Lernlerlebnisse dazu - zu einem Schwerpunkt auf meinem Blog.

Nach Jahren versuchter Originalität muss das Element seine These aus dem Jahr 2004 bestätigen. Scott Adams hat richtig erkannt, dass die Dynamik des wachsenden WWW nur bedeuten kann, dass ein allwissendes Wesen sein zersplittertes Bewusstsein wieder zusammensetzt. (Wir entschuldigen uns vielmals für das doppelte "dass".)

Das Elkement hat kürzlich auf dramatische Weise zu beweisen versucht, wie klischeehaft sein Leben ist. Insbesondere wurde behauptet, dass es eine riesige Gemeinschaft an Menschen (Netizens) gibt, auf die Folgendes zutrifft:

  • Physiker
  • IT-Security
  • Interessiert an Wissenschaftsgeschichte
  • Fan von Star Trek
  • Fan von Douglas Adams
  • Fan von Douglas Coupland

Wie könnte diese Behauptungen wissenschaftlich überprüft werden? Wir starten einen objektiven Test und befragen das Suchmaschinen-Orakel-Bewusstsein:

  • Eine Kombination von drei Eigenschaften, Hobbies oder beruflichen Beschäftigungen, die auf das Element zutreffen (könnten?) wird auf XING gesucht (freie Stichwortsuche): "Physik" "IT-Security" "Star Trek". Ergebnis: 4 Mitglieder, davon 1x Element und 1x Irgendwer. Somit erscheint die Vermutung zum klischeehaften Leben  übertrieben. Oder ist das Element nur ein Opfer der freundlichen Lokalisierungsstrategie des letzten Google-Updates?
  • Die Suche nach "physics" "IT security" "Star Trek": liefert auf Seite 1: 5 von 10 Treffer sind dem El(k)ement zuzuordnen.
  • Auf die Frage nach Physik Wissenschaftsgeschichte "IT-Security" antwortet Google auf Seite 1 mit 2 elementaren Links.

Wir werden die Suchmaschinentrends im Auge behalten und empfehlen dem Elkement etwas mehr Selbstbewusstsein betreffend seiner Einzigartigkeit.

Oder - ein Tipp an alle Klischee-Frustrierten: Schreibe einen Artikel über die vermeintlich klischeehaften Attribute schreiben und katapultiere Dich auf Platz 1.

Wissenschaft - von der Kindheitsmelodie zum ewigen Thema und zurück

(elkement. Zuletzt geändert: 2013-03-26. Erstellt: 2012-11-02. Tags: Wissenschaft, Beruf, Berufung, Physik, Forschung. Englische Version.)

Ich überziehe das World Wide Web mit meinen Gedanken zu Wissenschaft, Physik im Besonderen, und Ausflügen in die Wissenschaftsgeschichte.

Aber ich beginne mich zu wiederholen und scheine einen Gleichgewichtszustand erreicht zu haben. Endlich. Als beratende Ingenieurin.

Was Wissenschaft nun eigentlich ist - da bin ich mir immer noch nicht sicher:  eine Sicht der Welt, eine Sammlung von fachlichen Disziplinen (mein positives Vorurteil gehört den Naturwissenschaften) oder etwas, das das soziale System der wissenschaftlichen Gemeinschaft hervorbringt?

Vor über 15 Jahre habe ich die akademische Welt verlassen - eine Entscheidung gegen den Lebensstil des Postdoc-Nomaden, aber keine einfache. Blog-Artikel zum Thema 'Leaving Academia' kann ich nie unkommentiert lassen, siehe The Cult of Academia und A Nerdy Break-Up: Leaving the Academic Life (empfehlenswert!).

Hier ist meine Aufarbeitung dazu: The Dark Side Was Strong in Me.

Zeitsprung: Ich hatte entdeckt, dass

  • ich etwas Eigenes starten wollte

  • und nie Teil irgend eines Systems sein wollte. Das gilt für die Scientific Community genau so wie für Großkonzerne.

Es hatte einige Jahre gedauert, mein Unternehmergeist war damals als Wissenschaftlerin noch nicht geweckt - eher im Gegenteil. Als langjährig ausgebildeter Experte, wahrscheinlich so spezialisiert wie in keinem anderem Beruf, hatte ich mich gefühlt wie ein ewiger Lehrling. Vor mir eine ins Unendliche ausgedehnte Leiter an zu erledigenden Stufen, Papers, Projektanträge.

Im Gegensatz dazu war die Feedback-Schleife des Unternehmers sehr einfach zu verstehen und motiviert: Kunden bezahlen jetzt für etwas, das jetzt gebraucht wird. Wie immer: Im Nachhinein weiß man, dass alles einfach gewesen wäre. Scheinbar.

Mit Ende 2012 habe ich einen Zen-würdigen 'Milestone' erreicht. Die Stimmen in meinem Kopf bedrängen mich nicht mehr, die Lämmer haben aufgehört zu schreien. 2012 hat sich nichts Wesentliches geändert, abgesehen von mir selbst: 2012: The Year We Make Contact.

Beruf, Berufung, Interesse - oder die Qualen des naiven Idealisten?

(elkement. Zuletzt geändert: 2005-12-01. Erstellt: 2004-12-15. Tags: Beruf, Berufung, Karriere, Wissenschaft, Physik. Englische Version.)

Ich verstreue Beschreibungen über meinen Zugang zu Wissenschaft über das ganze Internet und versuche, das hier zu konsolidieren. Hier soll es vor allem um meinen angestammten Bereich, die Naturwissenschaften und meine Vergangenheit und Gegenwart in diesem Bereich gehen. Die Fakten findet man in meinem CV.

Meinen Interessen im Bereich der Philosophie und ihrer Beziehung zu den Naturwissenschaften habe ich ein eigenes Web-Projekt gewidmet: radices.net. Dieses Projekt ist in meine langfristige Zukunft gerichtet (was die Zeit betrifft, die ich dafür aufwenden kann) und betrifft doch meine Wurzeln (Radices).

Wissenschaft hat mich eigentlich immer schon begleitet. Als Kind habe ich mich gefragt, ob Wasser so etwas ist wie sehr feiner Sand. Ich wollte immer Wissenschaftlerin werden, Physikerin war mein Traumberuf seit ich 15 war, obwohl oder weil ich während der Schulzeit an allen Fächern gleich interessiert war. Physik war und ist für mich der Inbegriff der allgemeinsten Naturwissenschaft und erschien mir außerdem unter all meinen vielen Interessen (inklusive Geisteswissenschaften) auch unter dem Gesichtspunkt "Jobchancen" als die sinnvollste Alternative.

Als Physikstudentin und angestellte Wissenschaftlerin an der Universität habe ich mich von diesen grundsätzlichen Fragen entfernt, dafür aber einiges an Lebenserfahrung gesammelt. Die Realität in der Scientific Community war aber desillusionierend für mich, obwohl ich mich nach den Regeln des Systems sehr erfolgreich in diesem System bewegt habe und mir die wissenschaftliche Karriere auch nahe gelegt wurde. Ich habe aus meiner ambivalenten Haltung aber nie ein Hehl gemacht (Rede zur Promotion, Festschrift zum 25-Jahr-Jubiläum meiner Schule) und versuche auch heute wieder, als aktive Komponente in diesem System etwas zu verändern.

Mir geht es darum, immer mehr alle meine Interessen gleichzeitig in ein verästeltes Projekt zu packen. Als IT-Expertin gehe ich Probleme immer noch wissenschaftlich an und entdecke als Ausgleich die Beschäftigung mit grundsätzlichen wissenschaftlichen Fragen neu (z.B. Quantenkryptographie).

Ich sehe mich nach wie vor als Wissenschaftlerin (*), auch wenn ein zu wissenschaftlich-detailliertes Herangehen an Probleme der Effizienz (im Sinne des Pareto-Prinzips - mit 20% des Aufwandes 80% einer Aufgabe erfüllen) nicht immer dienlich ist.

Nach einer langen Phase des Nachdenkens, Ideensuchens und Durchdenkens vieler Varianten (so gut wie jede akademische Disziplin, post-graduale Ausbildung kam darin als Option vor) würde ich meine Interessen jetzt - auch - der Philosophie zuordnen. So wie ich Physik gewählt habe, da ich dieses Gebiet für die allgemeinste Naturwissenschaft gehalten habe, betrachte ich jetzt die Philosophie als die grundsätzliche Wissenschaft an sich. Ich sehe hier eine Möglichkeit, meine Berufserfahrungen mit dem Wissen aus den Naturwissenschaften und meinem Interesse an der Motivation und den Grundbedürfnissen des Menschen zu verbinden.

Wissenschaft ist in beruflicher Hinsicht so etwas wie eine berufliche erste Liebe und daher auch mit persönlichen Erinnerungen verknüpft. Vielleicht werde ich das einmal an anderer Stelle vertiefen...

Observatorien am Fuße des Teide, des höchsten Berg Spaniens. Jahreswechsel 2004/2005 in Teneriffa: Nachdenken über die Zukunft, die Wissenschaft und überhaupt Alles.

Im Laufe des Herbst 2004 entstanden, Basis war

Ein Versuch einer Erklärung an einem Beispiel, das auch zur Publikation auf einer Website passt.

Ich arbeite als Berater für Informationstechnologie. Ein Bereich, der mich aufgrund meiner wissenschaftlichen Wurzeln dabei besonders fasziniert, sind die Grundlagen des weltumspannenden Internet. In der wissenschaftlich analytischen Rolle sind hier für mich vor allem diese Grundlagen interessant, auf deren Basis es möglich ist, dass an diesem Netz ständig und dezentral gebaut wird, und trotzdem die Funktionstüchtigkeit des ganzen Netzes sicher gestellt bleibt. Möglich wird dies durch Standards und Protokolle, die auf einer relativ tiefen Ebene regeln, wie die Kommunikation in diesem Netz abläuft. Meine nebenberufliche Beschäftigung mit Quantenkryptographie kommt von diesem Zugang.

Elke Stangl

Die Grundlagen der Quantenkryptographie können der Physik zugerechnet werden können und deren höhere Ebenen der Informatik. Die physikalischen Grundlagen beruhen auf der Theorie der Quantenphysik, praktisch gesehen ist vor allem die Laserphysik hier von Bedeutung. Gerade die Quantenphysik ist aber wieder ein Bereich der Physik, der versucht, auch eine Brücke zur Philosophie zu schlagen: Im Gegensatz zu anderen Zweigen der Physik fehlt hier noch ein Urprinzip, auf das man die Quantenphysik auch philosophisch stellen könnte. Es gibt einige mathematisch äquivalente Formulierungen, von denen ausgehend man die Quantenphysik begründen kann, aber der philosophische Unterbau ähnlich zu dem z.B. der Newton'schen Mechanik ist noch in Diskussion. Prof. Zeilinger, postuliert z.B. ein Urprinzip, das auf der Quantisierung von Information aufbaut. Letztendlich geht es um die Frage, was Information und Wissen eigentlich ist.

Quantenkryptographie interessiert mich, weil hier fast alle Fachgebiete interdisziplinär vereint betrachtet werden (Laserphysik, Quantentheorie, Informatik, Netzwerkprotokolle), die mich in den letzten 15 Jahren in irgendeiner Weise theoretisch und/oder praktisch betroffen haben.

Neben dieser Betrachtung des weltumspannenden Netzes, in das vielleicht in einigen Jahren auch Quantencomputer und quantenkryptographische Verschlüsselungsmaschinen eingebettet sein werden, interessiert mich als 'Mediator' die soziale Komponente: die Auswirkung der Änderung unseres Alltags, unserer Arbeitswelt und der Kommunikation der Menschen untereinander.

Ich habe in verschiedenen Funktionen in den letzten Jahren, die alle der Branche Informationstechnologie (IT) zugerechnet werden können, erlebt, wie Technologie schleichend unsere Kultur tief greifend verändert und bin immer etwas im Zwiespalt zwischen der kritischen Sicht z.B. eines Neil Postman und den neuen Möglichkeiten der Kommunikation (wie leicht es z.B. alte Schulfreunde im Internet zu finden und wieder Kontakt zu Ihnen aufzunehmen).

Mein Arbeitsumfeld ist gekennzeichnet von hohem Tempo, schnellen Technologie-Wechsel, Atemlosigkeit, herausfordernden Möglichkeiten und scheinbar wenig Zeit, um über Veränderungen nachzudenken. In 4-Augen-Gesprächen mit Bekannten erfahre ich meist, dass jeder in dieser Technologie-Welt eine gewisse Sehnsucht nach Ruhe und Kontemplation in sich trägt und diese auf irgendeine Weise kompensiert. Alle diese Menschen sind unterschiedlich, aber eine gewissen Widersprüchlichkeit scheint hier zu einer Art Markenzeichen zu werden.

Einige konkrete Bespiele realer Personen: IT-Manager sind nebenbei Bio-Bauern und bedauern, von Ihrer Landwirtschaft nicht leben zu können - ohne die Herausforderungen der IT-Branche aber auch nicht. In den Internet-Foren, die für die Schaffung von geschäftlichen Kontakten konzipiert wurden, haben die Diskussionsforen den meisten Zulauf, in denen über den Sinn des Lebens und die letzten Dinge philosophiert wird. Leute, in deren Berufsalltag harte Verkaufszahlen und technische Tatsachen den Wertmassstab vorgeben und die in jeder Hinsicht kritisch und vorsichtig sein müssen, lesen Bücher und Philosophie, Psychologie und Esoterik. Und sind bei der Betrachtung von 'Alternativwissenschaften' (Homöopathie etc.) lange nicht so rational und kritisch, wie es ihr Beruf erfordert (?)

Diese Website ist Teil eines Projektes (oder von einigen), in dem ich versuche, philosophische Fragen dieser Art an Hand lebenspraktischer Herausforderungen aufzuarbeiten. Ich versuche auf eine moderne Art trotzdem so etwas wie das Bildungsideal der Renaissance zu realisieren (d.h. dass z.B. auch Informationstheorie in den Kreis der klassischen Wissenschaften aufgenommen wird). Interdisziplinarität und Offenheit gegenüber anderen Wissenschaften ist mir sehr wichtig.

Ich versuche Themen herauszuschälen, die die oben genannten Aspekte in breiter Form widerspiegeln (so ähnlich wie das Beispiel meines Zugangs zum Internet) wie ein Hologramm, in dem ein kleiner Splitter des Hologramms fast die gesamte Information zu enthalten scheint.

'Nütze Deine goldenen Talente !'

(elkement. Erstellt: 1998-08-02. Tags: Karriere, Entscheidungen, Beruf, Berufung, Arbeit, Leben)

lernen wir in der Schule in Religion, "Carpe diem !" - "Nütze den Tag !" - in Latein. Wir lesen die Worte großer Philosophen und Dichter in Deutsch und schreiben Essays über den Sinn des Lebens. Wir haben das Leben vor uns (sagen die anderen).

Wir lesen aber auch die Tageszeitungen, deren Karriereseiten und die "Globalisierungsfalle". Wir lesen die Empfehlungen der Personalberater über die optimale Karriereplanung, über die Wichtigkeit von Teamfähigkeit und kritischem Denken. Fachwissen sei nicht so wichtig, Ecken und Kanten der Persönlichkeit schon. Es sei egal, was man genau macht, aber man muß es mit Leidenschaft und Interesse tun und beim Vorstellungsgespräch begründen können, warum man diese Abzweigung genommen hat und nicht jene. Warum beschleicht uns dann aber oft das Gefühl, daß kritisches Denken nur innerhalb gewisser Grenzen, die durch ökonomische Interessen abgesteckt werden, kritisch sein darf, und dürfen  ?

Beschreibungen stromlinienförmiger, geplanter, völlig selbst bestimmter Karrieren machen mich mißtrauisch. Erzählungen von Menschen, die ungünstige Startbedingungen hatten, nie andere Möglichkeit sahen, und so zum ständigen Spielball eines grausamen Schicksales wurden, aber auch. Aber wo verläuft die Grenze zwischen freier Entscheidung und kreativer Schöpfung des eigenen Werdeganges einerseits und der defensiven Reaktion auf elterliche Erwartungen und gesellschaftliche Zwänge andererseits ? Ist die sogenannte freie Entscheidung nicht oft nur die unbewußte Nachahmung von Vorgelebtem oder die protesthafte bewußte Vermeidung des Weges negativer Vorbilder ?

Wollen nicht die meisten von uns fast ihr ganzes Leben lang zwanghaft etwas beweisen: Daß wir mindestens so tüchtig sind wie die prägende Person XY; daß wir es besser machen als XY; daß wir es XY schon zeigen werden; daß man Karriere machen kann, ohne die berühmten 80 Stunden pro Woche zu arbeiten; daß man eine systemkonforme Karriere machen kann, ohne auf seine Ideale zu verzichten; daß man glücklich werden kann ohne das Gefühl, sein Potential bis ins letzte Winkelchen ausgeschöpft zu haben...Wer hat eine Chance, sich wirklich frei für eine Ausbildung oder eine Berufslaufbahn  zu entscheiden ?

Möglicherweise würde unserer gesamtes gesellschaftliches System zusammenbrechen, wenn jeder den Staub der zurückgelegten Wege abschütteln könnte und die unsichtbare Bande der subtilen Verpflichtungen durchtrennen würde. Viele unterschwellige Methoden, Mitarbeiter an ein Unternehmen oder Kinder an ihre Eltern zu binden, würden wegfallen. Unbewußte Gräben würden zu bewußten Schluchten aufgerissen. Möglicherweise würde auch gar nichts passieren, und wir alle könnten nur etwas leichter leben.       

Persönliche Website von Elke Stangl, Zagersdorf, Österreich, c/o punktwissen.
elkement [ät] subversiv [dot] at. Kontakt