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Prof. Wilhelm Macke

(elkement. Zuletzt geändert: 2013-07-29. Erstellt: 2012-11-20. Tags: Wilhelm Macke, Wissenschaftsgeschichte, Physik, Grundlagen, Theoretische Physik)

'Eine Größe ohne Schaden hinzufügen'... 'den Operator hinüberwerfen': Formulierungen wie diese klingen immer noch nach in mir und ich finde sie auch in seinen Büchern, einem sechsbändigen Gesamtwerk zur Theoretischen Physik. Ich habe diese Bücher 2010 in einem Online-Antiquariat gefunden und sofort bestellt:

Theoretische Physik von Wilhelm Macke. Quelle: Eigenes Foto der Bücher, gekauft bei buchfreund.de

Prof. Wilhelm Macke unterrichtete noch Theoretische Physik, nicht 'Computational Physics'. Seine auf das Minimum reduzierten mathematischen Kürzel – die Mackematik – waren legendär. Er vertrat die Meinung, dass die symbolische Schreibweise nicht nur im Sinne einer Arbeitserleicherung verwendet werden sollte oder um ihrer Eleganz Willen. Die verdichtete Schreibweise ermöglichte auch neue Einblicke in die Struktur der beschriebenen Phänomene. Ich lernte, in seinen Formalismen zu denken und diese Erkenntnisse waren vielleicht das Wertvollste, das ich aus meinem Studium mitnehmen konnte.

Ich kann mich deutlich erinnern an seine Erläuterungen zu einer der einfachsten Differentialgleichungen: der Bewegung unter dem Einfluss einer zur Auslenkung proportionalen Federkraft. Ohne die Gleichung zu lösen, führte er uns vor Augen wie die Krümmung zu jeder Zeit an jedem Ort durch die Kraft bestimmt wurde, die dann ihrerseits wieder abhängig von der Bewegung ist.

Seine Schrift war etwas zittrig, aber die Struktur des Tafelbildes ware makellos. Prof. Macke war immer perfekt vorbereitet; er verwendet Notizen, die den Eindruck machten, schon 20 Jahre in Verwendung zu stehen: Kleine Zettel, die unglaublich oft gefaltet waren.

Auch die Struktur seiner Bücher spiegelt seine Methodik wider: Logischer Aufbau, kompakte Wiederholungen und sorgfältig ausgewählte Bespiele. Fast im gleichen Jahre wie sein Werk sind die Feynman Physics Lectures erschienen, auch auf der Liste meiner persönlichen Physik-Klassiker. Die Unterschiede in der Präsentation könnten nicht größer sein - vielleicht sind es verschiedene persönliche Stile, vielleicht sind es Sinnbilder für mitteleuropäischem und Amerikanischen Stil.

Macke baut seine Erklärungen mit Bedacht auf, man kann im gut folgen, wenn man seine im Vorwort des ersten Bandes erwähnten Ratschläge beachtet und nicht zu schnell über angeblich Bekanntes und Einfaches hinweg liest. Seine Ausführungen haben ihre eigene Eleganz, auch ohne Knalleffekt und Zirkuskunststücke.

Er erwartete nicht Genialität von seinen Studenten, aber solide Mitarbeit, 'Lesen mit dem Bleistift in der Hand'. Genau wie Feynman in dessen Vorwort erwähnt auch Macke, dass solche Ratschläge aber genau von denjenigen Studenten beachtet werden, die sie am wenigsten brauchen würden.

In seinem Büro hing an der Wand ein Bild seines Doktorvaters Heisenberg und an der Decke waberte der legendäre Zigarettenrauch. Angeblich war Macke fähig gewesen, auf den geschätzt 30m zwische zwei Türen zwischen Gang und Physikhörsaal eine Zigarette zu rauchen.

Ich habe meine Diplomarbeit nicht an seinem Institut verfasst. Aus fachlicher Sicht bereue ich es nicht. Aber ich hätte vielleicht mehr erfahren über ein Stück Physikgeschichte: wie es war, zu Zeiten des kalten Krieges als Wissenschaftler in den Westen zu kommen. Oder wie ein Schüler Heisenbergs die Ablöse der Deutschen Dominanz in der Physik durch die USA sah und den kulturellen Wandel in der Forschung - vom vergleichsweise unbehelligten Forschen zu Quartalsberichten und Rechtfertigungsdruck.

Prof. Macke war Zweitprüfer bei meiner Diplomprüfung, bei meinem Rigorosum war er leider nicht mehr am Leben. Seit 1992 gibt es einen Preis für Diplomarbeiten an der Uni Linz, der seinen Namen trägt und von einer aus seinem Nachlass gegründeten(*) Stiftung finanziert wird.

(*) Korrigiert im Juli 2013. Danke an Wikipedia-Autor HPaul für den Hinweis!

Persönliche Website von Elke Stangl, Zagersdorf, Österreich, c/o punktwissen.
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