Ich habe keine Ahnung von Kunst

(elkement. Zuletzt geändert: 2012-11-02. Erstellt: 2004-10-17. Tags: Kunst, Subversiv, Selbstbezüglich, Erkenntnis. Englische Version.)

(Das letzte Wort - 2012)

Trotzdem - oder erschütternderweise - sind die Webseiten des Elementes der einzige Output von so etwas wie kreativer Tätigkeit. Das Element ist, wenn überhaupt, kreativ in Texten. Nicht in Bildern. Nicht in Tönen.

Was ist eine kreative Tätigkeit? Aktionen ohne Absicht, ohne Ziel. Vor allem ohne jegliche, auch im weiteren Sinne kommerzielle oder <Neusprech>job-relevante Hidden Agenda</Neusprech>.

Diese Site wurde gestartet trotz <...>, nicht um zu <...>.

Was muss man geraucht haben, um Deine Websites zu verstehen? ist nicht umsatzfördernd.

Was ist Kunst? (2005)

Ich würde meinen: (... würde man in politisch korrekten, wertschätzende Sprache pflegenden Foren sagen, um nicht zu sehr anzuecken...)

Das hier nicht.

Es sei denn, wir definieren als Kunst:

  • Was unabhängig von Bedürfnissen unserer Zielgruppen entstanden ist.
  • Was ist, ohne sein zu wollen.

Das Subversive Element sieht sich nicht als Künstler. Es sei denn, es ist eine Kunst, auf eine Art individuell sein zu wollen, die man Millionen Anderer gemeinsam hat. Das Element hat die Rückbezüglichkeit und Inhaltslosigkeit für sich entdeckt.

Das hier ist kein Blog und wird niemals interaktiv sein.

Wir wollen Eure Rückmeldungen nicht. Das Element will konfrontiert werden mit seinen archivierten Äußerungen. Diese paar Seiten bieten genug Stoff für rekursive Kommentare in den nächsten Jahrzehnten.

2005

Eigentlich ist das subversive Element alles andere als ein Künstler: Naturwissenschaftler, Techniker und so genannter Experte in einem "trendigen Business-Umfeld". Auch die Niederungen oder Höhen von Firmenpolitik sind ihm nicht fremd. Das alles verpflichtet rein theoretisch zu genauem Abwägen von Worten in Statements, genauen Recherchen und theoretisch auch so etwas wie konformistischer Anpassung.

Und was soll dann diese Seite hier? (Irgendwann zwischen 2001 und 2005)

Das Element ist weder musikalisch noch bildnerisch besonders begabt, weil es in Worten denkt und fühlt, und zwar ausschließlich. In Worten, die an den Grundfesten unserer Erkenntnis rütteln, die sinnlos oder tiefgehend oder beides gleichzeitig die Wurzlen unserer vermeintlichen Sicherheit in Frage stellen.

Nicht als Gegensatz zu der seriösen Existenz in der Real World, sondern als absolut notwendige ergänzende Seite.

Kunst ist für mich in erster Linie eine Art unmittelbarer von genau dem, das sich eigentlich in Worte nicht fassen lässt. Und gerade deswegen so faszinierend ist, wenn man versucht, mit Worten zumindest an der Oberfläche oder Hülle zu kratzen.

Das ist der (Nicht-)Sinn dieser gesamten Website und alle Fragen in die Richtung "Ich verstehe Deine Website nicht - könntest Du mir erklären, worum es dabei geht" kann ich nicht besser beantworten.

Im Cluetrain-Manifest wird auch die Arbeit von Experten beliebiger Fachrichtungen verglichen mit handwerklicher Arbeit ("I am a potter's child...") und der Stolz über das eigene Werk hat immer auch etwas von der stillen, sich selbst genügenden Freude des Künstlers an seinem Werk. Unsere Werke in diesem Sinne sind immer auch Ausdruck unserer selbst und genügen sich auch selbst, unabhängig von allen "Incentives" und anderen Karotten vor der Nase.

Aber irgendwie hat das Element den Eindruck, dass diese Einstellung in Teilen der Real Business World im Schwinden begriffen ist, insbesondere größer gleich einer bestimmten Management-Ebene.

Paradox und verzweifelt versucht subversiv.at hier dagegenzuhalten.

;-)

Persönliche Website von Elke Stangl, Zagersdorf, Österreich, c/o punktwissen.
elkement [ät] subversiv [dot] at.