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Ich bin Elke Stangl (elkement) - Physikerin und Ingenieurin. Ich unterstütze interessierte Menschen dabei, Technik und Wissenschaft zu verstehen. Das ist meine Über-Mich-Seite - eine Ergänzung zu meinem 'Forschungs'-Blog.

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Diese Website sollte an Ihre Wurzeln anknüpfen – radices.

Kurz nach der Jahrtausendwende hatte ein selbst ernanntes Subversives Element einige Domains reserviert, darunter subversiv.at und radices.net. Heute wird der Leser auf diese Site weitergeleitet, und elkement.subversiv.at scheint trotz vielversprechendem Namen in letzter Zeit zu sehr ins Professionelle abzugleiten. Die alten Inhalte von findet man vor allem in den beiden Kategorien Physik (radices) und Kunst (subversiv) erkennbar. Die Spuren der Materie-Antimaterie-Kollisionen dieser Welten sind in der in der Rubrik Leben nachzulesen. Was auch die Kategorie des aktuellen Artikels erklärt.

subversiv.at kann man als den berühmten kreativen Ausgleich verstehen. Es war die rote Gummizelle mit weißer Schrift in der das Element testen konnte, was es schreibt, wenn ihm zwar bewusst ist, dass das jeder lesen kann … aber wenn ihm genau jenes Faktum relativ egal ist. Radices und Subversiv haben sich zueinander hin entwickelt, bis die Fusion unausweichlich war – nach einer letzten Phase des professionellen Aufbäumens, als radices.net plötzlich auch Container für Links zu IT-Sicherheit wurde.

Meine anekdotische, subversive Eigenforschung an meinem Blog elkemental Force zeigte doch einen Trend: Jede Website, die die übliche Bloglebensdauer von 1-2 Jahren überlebt, entwickelt ihre eigene Persönlichkeit. Es gibt eine 'große' Idee im Hintergrund. OK, die Idee ist natürlich nicht wirklich groß, aber zumindest so umfassend und so abstrakt, dass die Kategorien unter diesem Schirm zusammengefasst werden können. Wenn ein Blog organisch wächst und nicht unter dem Druck irgendwelcher ‘Ziele’ – ist das auch für den Autor nicht gleich erkennbar. Eine subversive Website widersetzt sich ihrem Schöpfer.

Das elkement.blog versucht immer auf den Punkt zu kommen. Ganz punktwissen. Artikel sollen aufeinander aufbauen, sinnvoll miteinander verlinkt werden in Verzeichnissen und FAQ-Listen. Auch die philosophischen Artikel werden komprimiert und editiert, und wenn diese doch einmal länger ausfallen, sind sie zumindest unterhaltsam und voll von Popkultur-Anspielungen.

Hier, auf subversiv.at, gibt es seit X Jahren immer den gleichen Artikel, in immer anderen Ausprägungen. Das elkement kommt eventuell einem Punkt oder aber anderem Gebilde in seinem Hyperraum immer näher. 2013 war hier z.B. von einer Naturphilosophischen Praxis zu lesen, kürzlich ging es um Relativitätstheorie. Immer wieder geht es darum, sich Physik für sich zu erarbeiten: zum eigenen persönlichen Vorteil – praktisch und handfest, aber auch zur eigenen 'Erbauung'.

Die Beharrlichkeit meines Unterbewusstseins bzw. meiner Sites sollte dadurch belohnt werden, dass wir diese Themenführerschaft jetzt endgültig anerkennen. Diese Hintergrundgedanken sind irgendwie ganz still und heimlich auch in die professionelle Sphäre eingesickert. Das ein oder andere Mal hat meine berufliche Tätigkeit auch den Charakter von Physik-Grundlagen-Coaching. Auch ein Subversive Element wird irgendwann einmal ein Senior oder vielleicht sogar Principal Subversive Element. Die elkementaren Prinzipien schlagen dann durch.

  • Das Interessanteste am 'Physik erarbeiten' ist, dass man ein und dasselbe Thema aus unterschiedlichen Perspektiven kennen lernen muss. Zu Beginn fängt man – notwendigerweise – an irgendeinem, mathematisch nicht zu anspruchsvollen, Ende an. Aber irgendwann einmal, sieht man plötzlich alle diese Zusammenhänge. Man kann fühlen, wie sich neue Synapsenverbindungen bilden. Das alleine ist es wert, sich mathematisch hineinzutigern. Irgendwie möchte ich auch das vermitteln.
  • Grundlagen lassen sich im Gegensatz zu Wissenschaftsanekdoten nicht oder fast nicht ergooglen. Wenn man ein praktisches Problem lösen will, kommt an also mit dem Versuch gedanklich nachzuvollziehen was sich in einem System abspielt)oft weiter als mit dem berühmten ‘Googeln von Fehlermeldungen’. Das Gute ist, dass man heute unglaublich detailliertes und qualitativ hochwertiges Material zu Grundlagen auch online findet.
  • Mathematik putzt das Gehirn durch. Besser noch, wenn die Mathematik auch einen Bezug zur realen Welt hat. Man verlernt nur leider das mathematische Denken ohne Training. Als frischer Uniabsolvent könnte man sich zurecht berufen auf das analytisch geschulte Denken, nach einigen Jahren Powerpoint und Office Politics lässt aber die Wirkung nach. Ich teste seit vielen Jahren, wie man das essenzielle naturwissenschaftliche Wissen lebendig hält – auf eine persönlich bereichernde Art. Und ganz unverhofft findet man plötzlich auch Hinweise darauf, dass die psychologische Forschung diese Thesen eventuell bestätigt.
  • 'Unsere Welt' wird scheinbar immer unverständlicher und 'digitaler'; Technik wird hinter schönen Benutzeroberflächen versteckt. Artikel über Cyber Security lassen alles bedrohlich wirken – oder man stumpft irgendwann ab. Was bringt es, elektromagnetische Grundgleichungen zu verstehen, wenn es eigentlich um die Algorithmen der Datenkraken geht? Das auf den Punkt zu beantworten, ist noch eine Herausforderung für das elkement. Aus eigener Erfahrung macht es aber einen großen Unterschied, die digitale Welt als Blackbox wahrzunehmen oder sich ihr auch von der Welt der physikalischen Grundlagen anzunähern. Als Ergänzung bleibt immer auch die Annäherung top down … genau das hat ja auch meinen Weg gekennzeichnet: Ich war auf der Uni noch kein Computerfreak, der Assembler programmieren konnte: Ich bin ganz klassisch als Microsoft-Benutzer eingestiegen und habe Systeme als Black Box behandelt. Mein Training als Experimentalphysiker hat mir anfangs vor allem dadurch geholfen, dass ich schnell Fehler finden konnte ohne Details zu kennen (wie Lecks in einer Vakuumapparatur).

Seit Jahren ist ein Dinosaurier mein Blog- und Weblogo – ein Dinosaurier, der die vernetzte, smarte Welt aus der Distanz betrachtet … jene Welt, in der man sich heute als Naturwissenschaftler und Techniker bewegt oder bewegen sollte. Jahrelang war ich ein aktiver Teil genau dieser 'innovativen Speerspitze'. Mittlerweile hat sich etwas Anderes - etwas Neues oder besser Altes – herausgebildet.

Neues und Altes zu meinen "Saurier"-Aktvitäten und –gedanken soll jedenfalls meine Leitlinie sein auf dieser Site.

Theoretische Physik in 6 Bänden - von Wilhelm Macke.

Meine Philosophie!

(elkement. Erstellt: 2017-03-11. Tags: Alles, Arbeit, Business, Leben, Philosophie, Wissenschaft. Englische Version.)

Über Wissenschaft und Technologie

  • Meistens gibt es eine technisch einfachere Lösung.
  • Ich nenne mich manchmal 'Geek', aber ich kann mit der aktuellen Cheerleader-Bewegung für 'Science' wenig anfangen: Wissenschaft 'mögen', aber nicht im Detail lernen wollen.
  • Die besten Herausforderungen sind für mich die Probleme, die jemand tatsächlich genau jetzt gelöst haben will.
  • Das erklärt, warum ich keine geförderten Forschungsprojekte mache.
  • Theoretische Physik reinigt das Gehirn. Mathematik ist nützlich, auch wenn man sie nicht direkt braucht.

Über Leben und Arbeit

  • Wenn eine Geschäftsbeziehung ohne Vertrag nicht funktioniert, funktioniert sie auch mit Vertrag nicht.
  • Glaube keinen Strategen und Experten, speziell wenn ihre primäre Rolle ist, zu 'beraten' und nicht zu 'tun'.
  • Meinungen beurteile ich nach 'Skin in de Game', praktischer Erfahrung und Ausbildung des Betreffenden. In der Reihenfolge. Das ist auch meine Richtschnur für meine eigenen Meinungsäußerungen.
  • Ich zahle nicht für 'Leads' - ich empfehle andere ohne Bedingungen, und andere empfehlen mich. Nicht unbedingt 1:1.

Über das Internet

  • Dir größte Innovation aus meiner Sicht? Remote zu arbeiten.
  • Worüber ich froh bin: Vor der Web 2.0 Ära schon gebloggt zu haben. Der Witz am Online-Schreiben ist nicht, Likes und Kommentare zu erhalten, sondern: sich selber später zur Verantwortung ziehen zu können - weil das prinzipiell jeder lesen könnte.
  • Das Paradoxon der freigiebig geteilten Information im Internet: Je mehr man teilt, umso mehr Anfragen nach noch mehr gratis Info bekommt man.
  • Egal, wie scheinbar einzigartig die Kombination der eigenen Interessen zu sein scheint - man findet Leute im Internet mit genau denselben. Nur besser. Kein schlechter Augenöffner.

Das ist wieder einmal ein Beitrag zur Kategorie Technik – wobei die Grenzen zu 'IT' nicht sehr deutlich definiert sind, wie mein letzter Blogartikel über die Datenkrake zeigen.

Ich bin ja bei uns die Theoretische Abteilung und zuständig für Softwareentwicklung, Simulationen und Messdatenauswertung für unser Wärmepumpensystem (und das anderer Siedler, auch 'Kunden' genannt).

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen reinen IT-Projekten (z.B. PKI-Consulting) und 'Ingenieursprojekten mit IT': In letzterem Fall kenne ich und definiere ich die Anforderungen der Software zu 100% selbst – im Zentrum steht immer 'irgendetwas mit Energie'; im anderen Fall arbeite ich an Software oder Infrastruktur für Anforderungen, die jemand anderer definiert.

Glücklicherweise lässt sich fast alles, was ich jemals in der IT gemacht habe, auch 'energiebezogen' wiederverwerten: Heizungen und Steuerungen werden Teil des Internet of Things – IT-Sicherheit ist ein zentrales Thema. 2015 habe ich diese Website komplett umgebaut, endlich in .NET (und ASP endlich deaktiviert ?). Als Spin-Off davon wurde auch meine numerische Simulation unseres Wärmepumpensystems eine .NET-Applikation: Jede Komponente im Hydraulikschema wird zu einem Objekt; fast ein Lehrbuchbeispiel. 2014 wurde aus einer immer schwerer zu bändigen Excel-Datei mit Makros endlich eine SQL-Server-Datenbank. Die Datenkrake wurde seither schrittweise erweitert, Excel-Plots wurden automatisiert erstellt etc.

Hin und wieder kommen mir diese Datenkraken-Skills auch in den 'eigentlichen' IT-Projekten zugute – damit meine ich meine PKI-Projekte. (Die IT-Kategorie hier ist ja irgendwie zu einer Art Timeline verkommen mit Status-Updates zum Thema 'Machst Du noch PKI?'.) Es kann ja ganz nützlich sein, ein Certificate Practice Statement entsprechend dem RFC semi-automatisch zu erzeugen. Aber ich würde mich nie als Experten für Datenanalyse, SQL, o.Ä. bezeichnen: Ich bin eigentlich wieder dort angekommen, von wo ich vor vielen Jahren losgezogen bin.

Als IT-Berater bin ich immer wieder gefragt worden: Wie kommt man als Physiker in die IT? Die logische Begründung ist die unvermeidbare Programmiererfahrung des Physikers. Ja, auch ich habe vor vielen Jahren an Software mitentwickelt auf der Uni (an einem unübersichtlichen Haufen Software, ganz ohne Frameworks, Methodologien und Qualitätssicherung) – der Automatisierung der Messung der elektrischen Eigenschaften supraleitender dünner Schichten. Aber ich war experimenteller Physiker und meine Arbeit war nicht wahnsinnig 'computational' – genauso wenig erforderte meine spätere Beschäftigung mit angewandter Kryptografie (Public Key Infrastructure) tiefe mathematische Kenntnisse im täglichen Umgang. Eigentlich sehe ich die Parallele zwischen Physik und IT eher darin, dass Software sehr schnell genauso komplex wie unvorhersehbar wie ein von vielen Parametern beeinflusstes Naturphänomen. Man benötigt Geduld, Durchhaltevermögen und Freude daran, sich beim Troubleshooting durch einen Hyperraum von Möglichkeiten zu tasten – was in der Praxis heißt, den immer gleichen Prozess mit kleinen Änderungen immer wieder durchzuspielen.

Auch wenn sich das für Nicht-Geeks sehr langweilig anhört: Aus meiner Sicht sind diese Software-Basisarbeiten genau dann lohnend und interessant, wenn das große Ganze – der eigentliche Zweck, das 'Zielsystem' – lohnend ist. Und Letzteres sind für mich Wärmepumpen, Stromzähler, PV-Generatoren o.Ä. Da investiere ich gerne Stunden in das Debugging des Verhaltens fragwürdiger Firmware-Updates – genauso wie ich damals zumindest die Grundlagen von Turbo Pascal lernen musste, um Tieftemperaturmessungen durchzuführen.

2017 konzentriere ich mich auf die langsame Weiterentwicklung (und das Troubleshooting ?) der Datenkrake – und die langsame Annäherung von Messdatenauswertung (Echtkrake) und Simulation (virtueller Krake).

Hier einmal eine Bestandsaufnahme der aktuellen Features der Datenkrake – das ist der eigentliche Zweck dieses Artikels:

  • Dokumentation aller Sensoren bzw. Messwerte verschiedener Datenlogger (Wärmepumpe / UVR16x2, Smart Meter, PV-Wechselrichter…) in einer Access-Datenbank – einer kleine Proto-Krake.
  • Dokumentation aller Änderungen an Sensoren und Logfiles, wie: Durcheinander geworfener Logfile-Spalten, neue Namenskonventionen für Logfiles, oder ausgetauschte Sensoren. Z.B. wurde die manuelle 'Lineal'-Ablesung des Füllstandes im Eisspeicher ersetzt durch einen automatisierten Füllstandsmesser.
  • Ein Powershell-Script holt sich alle Roh-Logfiles und macht das unvermeidliche Datumsformat- und Dezimalkomma-oder-Punkt-Voodoo (performanter als eine entsprechende nachträgliche Änderungen im SQL-Server).
  • Dann erzeugt diese Powershell-Script die SQL-Scripts, die den eigentlichen Import und die Berechnungen in der Datenbank durchführen – ein Set von Scripts und eine SQL-Datenbank pro Siedler (Kunde). Z.B. werden die CREATE TABLE oder ALTER TABLE Befehle für die jeweils benötigen Felder aus der Felddokumentation in der Access-Proto-Krake erzeugt.
  • Diese SQL-Scripts sorgen dann dafür, dass nur Daten der richtigen (neuesten) Logfiles importiert werden – in eine Zwischentabelle. Jede SQL-Datenbank kann damit ggf. von Null weg neu aus den CSV-Dateien und der Access-Dokumentation erzeugt werden.
  • Die Zwischentabelle ist nötig, um Fehler korrigieren zu können: Z.B. werden vom Logger selbst als Fehler gekennzeichnete Werte (9999) identifiziert, oder Werte werden auf der Basis einer Tabelle besonderer Ereignisse (Sensor X war zwischen Y und Z Uhr nicht aktiv) auf NULL gesetzt.
  • Zum Schluss läuft dann endlich das wichtigste SQL-Script: Die eigentlichen Berechnungen von Mittelwerten, von Energien aus aktuellen Leistungen (Kollektorernte, Heizenergie…), Arbeitszahlen, Laufzeiten etc. Dafür sind einige 'Ebenen' an SQL-Views nötig.
  • Das Frontend dazu ist natürlich … Microsoft Excel! Tabellen von täglichen, monatlichen und jährlichen Kennwerten werden so dargestellt, dass man einfach zwischen verschiedenen Zeiträumen umschalten kann.
  • Diagramme werden verwendet, um Tagesgänge darzustellen (wie ändert sich das Eisvolumen?) oder Balkendarstellungen der monatlichen oder jährlichen Energiebilanzen. Die im Diagramm benötigten Felder und der Zeitraum werden in einer Definitionstabelle für die Diagramme ausgewählt, so dass die eigentlichen Plots dann automatisch geändert werden können. Details wie Farben und Strichbreite werden direkt im Diagramm geändert.

So seltsam wie diese Architektur klingt – bis jetzt war es möglich durch diese relative Unabhängigkeit der 'Teildatenbanken' das ganze System Schritt für Schritt weiterzuentwickeln … in einem Umfeld, in dem Veränderung die einzige Konstante ist … bedingt durch externe Einflüsse wie unvorhersehbare Auswirkungen von Firmware-Updates.

Datenkrake - Plottomat

Ein ähnlicher, aber deutlich kürzerer Artikel erschien gerade auf meinem Wordpress-Blog. Wie immer, konzentriere ich mich dort darauf, eher nützliche Informationen bereitzustellen, wogegen ich hier meinem Gedankenstrom dazu freien Lauf lasse.

'Das Internet hat unsere Welt verändert.' Damit wäre der abgegriffene Einleitungssatz erledigt. Ich meine aber insbesondere folgenden Effekt: Egal, wie mutmaßlich speziell die eigenen Interessen, Hobbies, oder eine Kombination beruflicher Spezialgebiete ist – man findet 'im Internet' immer jemanden, der dieselbe Kombination repräsentiert.

Es gibt Gruppen für Physiker, die in der IT-Security gelandet sind, wahrscheinlich auch noch die Untergruppe der Dilbert-Cartoon-Aufhänger. Es gibt (professionelle Wissenschaftler, die auch professionelle Wissenschaftsjournalisten sind. Es gibt aber auch – und um diese Community geht es mir hier hauptsächlich – eine (wachsende?) Gemeinschaft von technischen Experten und 'Profis', die in Ihrer Freizeit theoretische Physik lernen. Damit sind nicht die Perpetuum-Mobile-Patentierer gemeint, oder diejenigen, die meinen mit Schulphysik Einstein widerlegen zu können. Ich bin gestoßen auf z.B.: Manager für Forschung oder Innovation, die nebenbei Physikbücher schreiben – Grundlagenphysik oder Quantenfeldtheorie. Insbesondere letztere scheint ein beliebtes Thema der Wiederaufarbeitung zu sein. Pensionierte IT-Experten, die ursprünglich Physik studiert hatten, aber als IT-Berater oder –Manager gearbeitet hatten. Serveradministratoren oder Managementberater, die neben einem stressigen Job Zeit finden, im Wiki-Stil Themen aus der Physik in ihren Blogs aufzuarbeiten.

Wissenschaftsblogs und –bücher scheinen diese Zielgruppe auch besser bedienen zu wollen, siehe z.B. Susskind's Theoretical Minimum oder die beliebten Blogs von theoretischen Physikern wie Sean Carroll.

Ich zähle mich auch zu dieser Gruppe: Ursprünglich war es eine Kompensation für die Herausforderung in einem 'schnelllebigen technischen Umfeld' (das nächste Klischee!!) dauernd neue Technologie zu verwenden – und das damit verbundene Gefühl des rapide veraltenden Wissens. Es musste doch etwas geben, das von Dauer ist? Man kann natürlich auch darüber diskutieren, dass sich die Grundlagen 'moderner' Technologien ohnehin nicht wirklich so schnell ändern, aber 100%ig gilt das für die Grundlagen der Physik (… auch wenn die aufgeregten Pressemeldungen der Unis etwas anderes suggerieren). Damit war die Aufarbeitung von Grundlagenphysik und Mathematik vor vielen Jahr mein frühmorgendliches Ritual zur Einstimmung auf einen Tag Troubleshooting.

Als Nebenprodukt entstanden auch sozusagen populärwissenschaftliche Artikel – vor allem auf meinem Blog elkement.wordpress.com. Ich denke, dass mir hier aber meine eigene – und für mich selbst nicht immer erkennbare – Hidden Agenda meine Ziele betreffend Verständlichkeit unterwandert hat. Mein eigenes Ziel war es, meine eigenen weißen Wissensflecken aufzufüllen oder wiederaufzufüllen. Die interessantesten Punkte für mich waren eine Auswahl, die man aus populärwissenschaftlichen Gesichtspunkten so nie treffen würde – und meine Darstellung war ein Kompromiss aus 'wie ich dachte, dass man Grundlagen erklärt', durchsetzt mit meiner sehr persönlichen Auswahl von Erkenntnissen.

Z.B. wurde ich 2012 natürlich auch vom Higgs-Teilchen-Fieber gepackt und wollte verstehen, wie dieses Teilchen (bzw. 'sein Feld') anderen Elementarteilchen Masse 'geben' kann. Mit einer soliden Ausbildung in nicht-relativistischer Festkörperphysik fühlte ich mich aber als Anfänger in der Teilchenphysik. Erst nach einer längeren Lernphase wurde mir endlich klar, dass ich diesen Mechanismus hätte kennen müssen, insbesondere nach der Arbeit mit Supraleitern: Der Higgs-Mechanismus entspricht einem Anderson-Übergang, und das Sombrero-Hut-förmige Potential in populären Artikeln zum Higgsfeld und der spontanen Symmetriebrechung tritt auch in der Ginzburg-Landau-Theorie der Supraleitung auf.

Ebenso hätte ich wissen müssen, wie und warum der Austausch eines virtuellen Teilchens klassisch gesehen eine Kraft repräsentiert: das tatsächlich populärwissenschaftliche Bild der Anziehung zweier Elektronen, die ein Cooper-Paar formen, zeigt das in dem Fall wirklich treffend und anschaulich: Ein Elektron deformiert das Gitter (sendet ein Phonon aus, das Quant einer Gitterschwingung), das zweite Elektron fühlt die Deformation (empfängt das Phonon). Auch die Macht von Konzepten und möglichen Missverständnissen wurde mir klar, als mir endlich klar wurde, dass Dirac in seiner Gleichung keine 'Wellenfunktion' beschreibt, sondern ein (klassisches) Feld, dessen quantenmechanisches Gegenstück ein Feld von Operatoren ist. Der Begriff der zweiten Quantisierung (eines klassischen Feldes, dessen Bestimmungsgleichung Schrödingergleichungs-artig aussieht…) stand dem im Weg.

Dieser Artikel war bewusst unverständlich geschrieben: Erstens weil das im Gegensatz zu meinem Blog meine Website ist, deren Artikel ich ohnehin niemandem Social-Meda-mäßig 'zur Kenntnis bringe'. Andererseits illustriere ich damit genau mein 'Problem': Ich möchte nun eben diesen Moment der eigenen Erkenntnis beschreiben: den Moment der Verknüpfung und Wiederbelebung von Dingen, die ich eigentlich eh gewusst habe, mit (für mich) scheinbar neuen und aufregenden Gebieten. Ich denke (hoffe!) aber, dass sinngemäß alle Physik-Wiederaufarbeiter meine Begeisterung nachvollziehen können, bezogen auf welches Spezialgebiet auch immer.

Würde ich den Ansatz 'vermarkten' und erklären wollen, würde ich die m.E. messbaren Vorteile dieses Hobbies herausstreichen: Sich (wieder) in mathematische Details hineinzufinden, Beispiele zu rechnen und Ableitungen Schritt für Schritt zu folgen, schärft den Verstand. 'Mathematik putzt die Gehirnwindungen durch', sagte der Professor in der ersten Vorlesung, die ich jemals besucht hatte – und Recht hatte er. Das war damals als Motivation gedacht und auch als Warnung, beim hohen Aufwand des Studiums ('2 Stunden Nacharbeiten pro 1 Stunde Vorlesung') nicht aufzugeben.

Psychologen mögen dies erklären können, ich kann nur aufgrund meiner empirischen Eigenforschung (1 Datenpunkt!) feststellen: Wann immer ich hobbymäßig intensive der theoretischen Physik gefrönt habe, ging auch die bodenständige technische Arbeit leichter von der Hand: IT-Security-Troubleshooting, Datenbankprogrammierung, technische Konzepte planen.

Der Moment der eigenen Erkenntnis und die Freude daran sind nicht wirklich teilbar, vor allem nicht im Social-Media-Sinn. Damit stellt dieses einsame Hobby ein gutes Gegenmittel dar, einen Impfstoff, der Immunität verleiht in einer Kultur der Kommentare, der Likes und anderer Belohnungen. Der einzige Lohn hier ist das Gefühl, nach einem 'steinigen einsamen' Weg etwas erkannt zu haben: Lernen soll und muss nicht immer spielerisch und leicht sein – bzw. ist der sogenannte mühsame Aspekt spielerisch auf seine eigene Art.

Aber nun zu einem Beispiel – dem besten, das mir einfallen könnte. Es gab einen besonders großen weißen Fleck in meiner Wissenslandkarte, die Allgemeine Relativitätstheorie … kein Pflichtfach in meinem Studium und ich hatte auch meine Wahlfächer aus den Bereichen Festkörperphysik / Laserphysik / Optik / Supraleitung gewählt.

Aber die noch nicht erfolgte Vereinigung von Allgemeiner Relativitätstheorie (AR) und Quantenfeldtheorie (QFT) ist immerhin eines der fundamentalen Probleme der Physik heute; ich wollte zumindest ungefähr auch verstehen, worum es mathematisch geht.

Und hier kann ich Leser populärwissenschaftlicher Bücher verstehen: Auch ich kann die blumigen Metaphern zu Raumkrümmung etc. nur nachvollziehen und genießen, wenn ich weiß, worum es im Hintergrund wirklich geht. Sobald ein für neues mathematisches Konzept nötig würde, verstehe ich auch nichts mehr – bzw. führen Metaphern dann u.U. sogar zu falschen Assoziationen, wenn man gerade noch so extrapoliert von der Mathematik, die man gelernt hat.

Beim Lernen der AR fühle ich mich zurückversetzt in meine ersten Semester als Physikstudentin – bezogen auf die zwei Arten, in denen man sich der theoretischen Physik zu nähern kann: Entweder man lernt zuerst die nötige Mathematik, oder man lernt die gerade nötige Mathematik so nebenbei. Ersteres waren die Einführungsvorlesungen Lineare Algebra und Analysis (zu meiner Zeit), die sich an Physikstudenten wie an Mathematikstudenten richteten. Zweiteres war die Mathematik – oder wie wir es nach unserem Professor nannten: die Mackematik – die pragmatische Nutzung von Analysis und multilinearer Algebra – die vor allem in der theoretischen Mechanik und Elektrodynamik vorgestellt wurde.

Mit dieser On-the-fly-Mathematik kommt man auch ganz gut durch, bis man eine gekrümmte Raumzeit betrachtet: Hier scheint es zwei Philosophien der Einführung zu geben: Eine sehr formale, beginnend mit topologischen Räumen und differenzierbaren Mannigfaltigkeiten, oder das langsame Hinzufügen von 'Krümmung' (des Raumes oder der Raumzeit) zu den bereits bekannten Konzepten. Manche Autoren wählen eine gemischte Darstellung: Ein Kapitel Motivation mit Rotverschiebung von Licht im Gravitationsfeld und der anschaulichen Überprüfung der Krümmung, dann plötzlich der Sprung mitten in formale Einführungen von offenen Mengen und Abbildungen …. dann wieder zurück zu Anwendungen.

Ich habe mich jetzt für folgende drei – frei verfügbaren - Quellen entschieden – natürlich gibt es jede weitere Menge Vorlesungsunterlagen im Internet:

Sean Carroll wählt in seinen 'Lecture Notes' den gemischten Ansatz; zusätzlich zu den sehr ausführlichen mehr als 'Notes' stellte er diese No-nonsense Introduction als Zusammenfassung zur Verfügung. Er bleibt bei dem – aus seinen populärwissenschaftlichen Büchern – bekannten lockeren Schreibstil, was die Notes 'trotz des Stoffes' angenehm zu lesen macht. Der gemischte Stil macht die Darstellung abwechslungsreich, wenn auch vielleicht – wenn das die einzige Quelle wäre – etwas verwirrend.

Aber ich hatte ohnehin auch nach Videos gesucht. Eine Warnung vorab: Man kann mathematische Physik nicht aus Videos und 'Zuhören' alleine lernen aus meiner Sicht – zumindest müsste man mitschreiben oder sehr diszipliniert jeden einzelnen Schritt gedanklich zu nachvollziehen als ob man die Ableitungen selbst hinschreiben würde. Aber als eine der möglichen 'Quellen' sind Videos sehr wertvoll, da man das Themengebiet damit auch über einen anderen 'Kanal' kennen lernt. Vor einigen Jahren konnte ich noch keine vollständige und mathematisch tief gehende Vorlesung finden – aber vor einigen Wochen stieß ich auf die Vorlesungen im Rahmen der Heraeus Winter School on Gravity and Light 2015 (abgehalten in jenem Hörsaal meiner Alma Mater, in dem ich die theoretische Physik gelernt habe). Die Übungsblätter und Videos zu den Tutorials findet man hier auf der Veranstaltungswebsite.

Prof. Frederic P. Schuller konzentriert sich in den ersten Vorlesungen komplett auf die Mathematik. Sein erklärtes Ziel ist es, möglichst keine falschen Assoziationen zu Bekanntem zu wecken: Ein Vektor ist kein 'Pfeil' mehr, den man achtlos hin- und herschieben kann. Sogar die Metrik und damit der Begriff eines Abstandes wird erst sehr spät eingeführt. Was diese Winter School besonders macht, sind die ebenfalls (am Youtube-Kanal der Veranstaltung) verfügbaren Tutorial Sessions: Das praktische Üben des Umgangs mit einer 'neuen Nutzung scheinbar bekannter Symbole wie einer partiellen Ableitung ist unverzichtbar.

Aber trotzdem wollte ich es wissen: Kann man die Allgemeine Relativitätstheorie auch ganz ohne den mathematischen Überbau einführen – aber so, dass die Darstellung exakt bleibt und zu den bekannten Ergebnissen führt (Schwartzschild-Lösung…). Ich denke, ich habe die Meister des Genres gefunden: Landau und Lifshitz führen im letzten Teil des 2. Bandes ihres Course of Theoretical Physics – The Classical Theory of Fields – keine neuen mathematischen Begriffe ein. Die Krümmung und Transformationen bleiben maximal 'anschaulich', z.B. durch häufigen Bezug auf die Krümmung im 3D-Raum anstelle in der 4D-Raumzeit. Die Vernetzungen ('Gamma') wirken nicht furchterregender als die Sätze von Gauss und Stokes, und das Rechnen im gekrümmten Raum erscheint als natürliche Weiterentwicklung.

Im Gegensatz dazu betont Schuller, dass Einstein's jahrelanger Kampf mit seiner Theorie gerade darauf beruht hat, die Mathematik nicht rigoros genug – auf dem Level von Mathematikern – zu betreiben. Z.B. ist es unabdingbar zu unterscheiden zwischen der 'realen Welt' als topologischer Raum – mit minimaler draufgepropfter mathematischer Struktur – und ihrer Abbildung in Karten als Darstellungen in den bekannten multidimensionalen Vektorräumen reeller Zahlen.

Diese Vorlesungen und Bücher werden mich einige Zeit beschäftigen. Außerdem möchte ich auch wieder ein wenig QFT dazuwischenwerfen, z.B. habe ich auch begonnen, Dirac's legendäre Einführung in die Quantentheorie zu lesen. Nächstes Jahr 'plane' ich auch, mich wieder mit der Theorie der Supraleitung zu beschäftigen.

Ankündigungen auf Websites sind immer eine gefährliche Sache, aber angesichts eines wahrscheinlich mit Projekten vollgepackten Jahres ist es gut, auch die Hobbies rechtzeitig zu 'planen'.

Artist's concept of general relativity experiment. (Public domain - NASA - Wikimedia)

Es ist wieder einmal Zeit ...

Und wieder werden die Abende länger und das Bedürfnis ist erdrückend: Aus dem Inhalt dieser Webseiten muss wieder Poetisches werden. Wie immer, google ich nach 'Artikeln' auf dieser Website - Suchbegriff site:elkement.subversiv.at/de. Ich klicke der Reihe nach auf jedes Suchergebnis und mein Unterbewusstsein sucht pro verlinkter Seite ein Textschnippsel aus. Die 'Gedichtzeilen' dürfen nicht editiert, nachträglich umsortiert oder gelöscht werden.

 

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Wie ich ein besserer Troubleshooter wurde.
Dann erlege ich den Feind aus Nullen und Einsen.

Nostalgischer Flashback
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Für den positiveren Kick siehe
Die Differenz zweier unendlicher Größen

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Eben dieses wurde von Irgendwem kürzlich heraufbeschworen.

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Warum das Elektron einen Spin besitzt

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Ich versuche einmal etwas Neues: Diesen Text schreibe ich im WordPress.com-Editor, habe aber nicht vor ihn auf meinem Blog zu publizieren (und das nicht nur, weil ein einziger deutscher Artikel auf einem Englischen Blog sinnlos wäre).

Es erscheint anachronistisch, aber entgegen dem Mantra des Mitmach-Web waren Interaktion und Feedback ursprünglich nicht mein Ziel. Der Reiz des Schreibens in der Öffentlichkeit liegt darin, dass der Text im Prinzip gelesen werden könnte. Dass das Internet niemals vergisst und man sich selbst an seinen eigenen Aussagen misst. Dass man seine Äußerungen als früheres Wesen später lesen wird.

Außerdem waren meine frühen Webprojekte experimentell-subversiv und pseudonym - ungebändigtes Terrain voller weißer Blätter mit der Aufforderung, meine Ideen zu hinterlassen und immer und immer wieder zu verfeinern.

Heute habe ich auch eine andere Motivation - diametral zu diesem philosophischen Ansatz, aber den Ideen des Ur-Internet der Techies vielleicht näher: Das Internet ist der Ort, um technische Ideen, Argumente und Konzepte in ausgefeilter Form zu präsentieren. Die lineare Form eines Artikels zwingt einen dazu, in Notizen, Tabellen und Code einen lineare roten Faden zu bringen. Ich möchte die Schwachstellen meiner eigenen Argumentation schonungslos aufdecken. Was dabei an 'Wissenschafts- und Technologiejournalismus' herauskommt, ist wahrscheinlich entweder unverständlich oder langweilig, außer ein seltener Leser hat tatsächlich genau nach diesem Thema gesucht. Aber vielleicht schreibe ich für diese Zielgruppe: Wenn man selbst viel beruflich Nützliches, geistig Anregendes oder Unterhaltsames in bestechender Qualität und gratis online konsumiert hat, will man nicht nur in der Empfängerrolle sein.

Diese zweite Motivation lässt nicht so stoisch unabhängig von Feedback sehen - aber ein paar 'Views' der angepeilten Geeks sind ausreichend. Das scheint aber nur für unser Deutsches Blog zu funktionieren: Trotz scheinbar geringerer möglicher Zielgruppe sind bei gleicher Posting-Frequenz die Views deutlich mehr und steigend. Mein Englisches Blog ist langsam in einem virtuellen schwarzen Loch versunken, seitdem ich eher ingenieursnahe Physik schreibe und nicht mehr über Quantentheorie.

Meine persönlichen Favoriten unter den heuer publizierten Artikeln in der Kategorie (Geschichte der) Physik:

... und in der Kategorie Wärmepumpe / erneuerbare Energie: Und manchmal treffen sich Physiker und Ingenieur: Meine Quanten-Artikel waren - gemessen an den vielen Blogs echter Experten zu dem Thema - eher schlicht, aber im Vergleich dazu virale Hits.

Ein eher stilles Blog / eine stille Website kann mich aber meinem ersten Ziel näher bringen - dem Schreiben für sich selbst, der Selbst-Dokumentation zwecks späterem Vergleich. Letztes Jahr hatte ich diese Website(s) hier generalüberholt - nun weiß ich endlich, warum ich zwei Sites habe (elkement.subversiv.at und das Blog):

Hier gebe ich mir uneingeschränkte Erlaubnis zu 'content'-freier Selbstreflexion und selbstbezüglichen Updates. Dafür werden Links zu subversiv.at auch nicht auf sozialen Netzwerken geteilt. Sollte das hier jemand lesen, muss er / sie wirklich wollen und nicht schon auf Seite 20 der Google-Suchergebnisse aufgeben. Hier gibt's Null Interaktion. Nicht nur wegen meiner spartanischen Programmierung, sondern weil Feedback zweischneidig ist. Sobald 'geliked' wird, beginnt zumindest ein winziger Teil der schreibenden Lebensform ein schlechtes Gewissen zu bekommen, wenn man gegen die scheinbaren Vorlieben der Zielgruppe anschreibt. Jeder Artikel wird eine Herausforderung, der der nicht 100% Stoische Zen-Meister auch gerne vermeidet. Ohne Feedback bleibt man 'authentisch', neudeutsch gesagt.

So, nun soll aber das interaktive Blog keine Parallelwelt einer Fake-Online-Persona sein - jenes Blog, das außerdem mehr und viel sorgfältiger erstellten Content enthält als diese Website. Ich habe instinktiv eine Lösung gefunden (sage ich jetzt, selbst-analysierend post hoc). Ich vermeide alles, was in die Richtung 'Meinung' geht und konzentriere mich auf technisch-wissenschaftliche Themen aus meiner kleinen Welt. Ich denke, 'das Internet' wäre besser, wenn Poster nur dann posten würden, wenn 1) sizu einem Thema 1) nachweisbares Hintergrundwissen haben 2) praktische Erfahrung damit und 3) Skin in the Game - also in der realen Welt mit Konsequenzen ihrer umgesetzten Online-Meinung leben müssen (Prioritäten in umgekehrter Reihenfolge)

D.h. auf meinem Blog versuche ich mich auf (hoffentlich) Nützliches, eventuell auch Unterhaltsames zu konzentrieren. Sollte ich diesen Gedanken selbst einmal so umformulieren können, dass er konstruktiv und nützlich ist, würde ich auch darüber bloggen. Was ich daraus gelernt habe, jahreland mehrere Websites parallel zu betreiben. Warum ich mich von Meinungen fernhalte. Was ich gelernt habe als Dilettanten-Wissenschaftsblogger.

Aber vorerst werde ich diesen Gedankenstrom einmal hier unterbrechen, den Text auf meine stille Website kopieren und den Wordpress-Entwurf löschen.

Seit 2012 gab's hier PKI-Status-Updates - Versuche, die Frage zu beantworten: 'Machst Du noch PKI?' (oder IT). Die Antworten waren nicht immer konsistent und eindeutig; ich war in einem Schrödingers-Katze-artigen Überlappungszustand verschiedener beruflicher Identitäten.

Ich bekomme immer noch solche Fragen und die Wellenfunktion ist immer noch nicht kollabiert. Da ich den Zustand sehr angenehm finde, wird die Superposition auch noch länger bestehen. Trotzdem ist meine Antwort meistens Nein.

Also: Ich arbeite immer noch 'mit IT' und 'mit Security', aber nicht unbedingt 'in der IT'.

Ich unterstütze einige Langzeitkunden mit ihren Windows-PKI-Umgebungen und bei Problemen mit X.509-Zertifikaten (nachdem ich das über 10 Jahre nur das gemacht habe.) Das sind die Kunden, die sich auch von meinen anderen Aktivitäten nicht abschrecken lassen und mit denen die Zusammenarbeit schon ewig formlos und freundschaftlich funktioniert.

Aber ich habe nicht mehr diese Insider-Verbindungen zu PKI-Software-Herstellern und ich kenne die Liste der letzten Bugs und Probleme nicht mehr auswendig. Somit präsentiere ich mich nicht als 'Windows-PKI-Berater' und ich lehne vor allem Anfragen von Security-Firmen ab, die einen Consultant suchen, um ein Projekt anbieten zu können. Ich beantworte keine Ausschreibungen für PKI oder Identity Management und ich biete keine 'Lösungen' an - im Wettbewerb mit anderen Firmen, die eigene Mitarbeiter für Business Development haben. Ich entwickle auch keine 'Software-Lösungen' mehr.

Ich arbeite mit IT (statt in der IT) - fast wie vor über 20 Jahren: Als angewandter Physiker bin ich zur IT gekommen, weil man in der Experimentalphysik hauptsächlich einmal die Hardware zum Laufen bringen muss und viel Zeit in Anlagenprogrammierung und Messdatenauswertung investiert. Heute nenne ich mich unsere 'Theoretische Abteilung' und entwickle Software für unsere Messdatenauswertung. Ein typisches aktuelles Beispiel: Mit einem Raspberry Pi Daten vom internen CAN-Bus einer Wärmepumpe auslesen.

Wenn jemand daher 'einen PKI-Consultant' sucht, bin ich die Falsche. Sollte aber jemand meinen Lebenslauf finden und meine Geschichte mitbekommen und sich dadurch nicht abgeschreckt fühlen - dann überlege ich!

Vielleicht sollte man gar nicht versuchen, zu viel zu rationalisieren. Ich entscheide intuitiv - unser 'Ingenieursbusiness' hat mich geprägt: Unsere Kunden finden als Erstes immer das 'Business-Blog', das on Bekannten auch als privates Spaßblog erkannt wurde. Potentielle Kunden werden davon entweder abgeschreckt oder sie kontaktieren uns gerade deswegen. Und nichts ist so eine perfekte Basis für eine gute Zusammenarbeit wie der gleiche Sinn für Humor. Immer wenn eine Anfrage kommt, die nicht schon vorher durch den Schräge-Websites-Filter ging, versuche ich sinngemäß den gleichen Spirit anzuwenden. Vor vielen Jahren hatte mich ein neuer Kollege beim Kick-Off-Meeting im Projekt freudig vor allen Anderen begrüßt mit: Sie sind das subversive Element, oder? Das ist in etwa der Spirit, den ich suche!

Zu Beginn dieses Jahrtausends war meine Website radices.net u.a. dafür gedacht, meine Essays über Philosophie zu beherbergen. Also, echte Philosophie, wie man sie auch studieren kann. Was ich später tatsächlich auch in Erwägung gezogen hatte.
Kurz vor dem Platzen der dotcom-Blase wurde mein Denkeruniversum dann bereichert durch die unkonventionellen Webphilosophen. Damals hatte auch jede Firmenwebsite eine Seite 'Philosophie' - meine erste, mit FrontPage erstellte Seite natürlich auch.

Ist davon irgendetwas Brauchbares übrig geblieben?

In einem Anfall von Selbstüberschätzung denke ich, ich sollte einfach eine eigene Philosophie haben. Das wäre meinen Lebensjahren und Berufserfahrung angemessen. Aber Achtung - früheres Ich: Meine Philosophie dreht sich nicht um die großen Fragen des Lebens und des Universums. Geplant war ja als Berufs- und Lebensziel eine Mischung aus Philosophem und theoretischem Physiker, der aber nebenbei MacGyver-mäßig Erfindungen am laufenden Band macht.
In Spuren sind diese Ambitionen noch da, aber ausgelebt habe ich sie nur in bodenständigen Rollen. Und genau an diesen unterschiedlichen Rollen, die sich wie ein roter Faden durch diverse Jobs ziehen, läßt sich meine Philosophie verdeutlichen.

1) Reverse Engineer

Angeblich - es war vor der Zeit, an die ich mich bewusst erinnern kann - habe ich immer schon alles Mögliche auseinander genommen. Ich wollte wissen, wie Dinge funktionieren. Kompromisslos. Aus manchen dieser Aktionen wurde dann ein 'Karrierepfad'; ich bin somit des Klischée des autodidaktischen IT-Fuzzis. Wenn man als so genannter Security Consultant nicht zum reinen Checklisten-Abhaker und Richtlinien-Schreiber verkommen will, sollte man sich diese destruktive Angriffslust auch bewahren (obwohl man die Regeln natürlich kennen sollte).
Aber wer weiß: Wenn ich meine Akribie im Erforschen von Gesetzen als Gradmesser nehme, hätte ich auch Steuerberater werden können.

Ich halte mich nicht an den Rat, mich auf mein 'Kerngeschäft zu konzentrieren' und als 50% eines Zwei-Personen-Unternehmens kann oder will ich nicht delegieren. Es ist besser, etwas mehr zu wissen, als man es als Benutzer oder Kunde müsste - auch wenn Marketing-Kampagnen zu ganz einfach bedienender Technologie (Alles aus einer Hand, nur klicken!) ganz anders klingen.
Möglicherweise wird meine Ansicht nur von maximal 10% Benutzern geteilt - dann schreibe ich eben hier, damit sich jene nicht vorkommen wie Aliens.

2) Mediator

In die Kategorie Was wenige von mir wissen, fällt jenes Outing eine der ersten kindlichen Fantasien von etwas, das einer 'Karriere' am nächsten kam: Ich wollte eine Art Diplomat oder Friedensstifter im weitesten Sinne sein und hatte mir ausgemalt, in Entenhausen zwischen Mickey Mouse und seinen sinisteren Kontrahenten zu vermitteln.
Das hat wahrscheinlich alle meine späteren Jobs beeinflusst, wurde mir aber erst klar, nachdem ein Kunde 'Wieder so eine Mediation' buchen wollte. Nachdem ich dort als technischer Berater unterwegs war.

Ich hatte diverse Zusatzausbildungen ins Auge gefasst - Psychologie, Coaching, Philosophie - bin dann aber immer bei der Technik geblieben. Es gibt ein interessantes Paradoxon der Beauftragung von Vermittler-Dienstleistungen: Einen Techniker zu buchen, der dann auch Projektpsychologe ist, ist ein Hit bei Kunden. Würde die Leistung aber ausschließlich als Letzteres vermarktet, würde sie nicht gekauft.

3) Kommunikator

Vielleicht lassen sich 1) und 2) nur durch viel Quatschen verbinden. 'Lehre' oder 'Training' war immer Teil meiner Jobs oder eine nebenberufliche Aktivität. Nachdem ich selbst wieder eine nebenberufliche Studentin geworden bin, habe ich die Lehre sein lassen - und erleichtert erkannt, dass ich ohnehin kein Teil des offiziellen (Aus-)Bildungssystems sein möchte: (Aus-)Bildung ist heute kundenorientierter, strukturierter, professioneller und qualitätsgesichert, aber auch bürokratischer und über-verwaltet.

Ich halte mich ungern an meine Agenda oder meine vorbereiteten Unterlagen und lasse mich gern dazu hinreißen, stattdessen auf ungewöhnliche Fragen einzusteigen. Damit war ich ein mäßiger Lehrer im Vortragssaal und war wahrscheinlich besser in informellen Train-the-Experts-Sessions.

Mir haben immer jene Projekte am meisten Spaß gemacht, in denen Auftraggeber nicht nur daran interessiert waren, dass ein Geek etwas wieder zum Laufen bringt, sondern wenn ich auch meine Neigung zur 'Wissenschaftskommunikation' ausleben konnte. Und - siehe 1) - ich bin ja überzeugt davon, dass es letztendlich nützt, etwas mehr Hintergrundwissen zu haben.

4) Organisator - Automatisierer

Niemand hatte mich als Kind auffordern müssen, aufzuräumen. Ich habe nicht nur meine kleinen Plastiktiere mit einem Pinsel abgestaubt, sondern regelmäßig Regale 'umstrukturiert'. Das hat sich nicht geändert und wurde auch auf die virtuelle Welt ausgeweitet.

Je nach Zielgruppe würde ich das Feng Shui / Zen des gemächlichen Ordnens betonen, oder meinen Impuls für jedes Problemchen ein Skript / Tool / Programm zur Automatisierung zu bauen. Softwareentwicklung war wie die Lehre immer Teil meiner beruflichen Aufgaben, aber erst kürzlich habe ich dem stillen Coden den Vorzug gegeben.

Passend zu 1) bin ich auch überzeugt, dass Datenmanipulation und -organisation inklusive etwas Programmierung für praktisch Jeden von Nutzen sind. Vielleicht liegt es an mir: Aber jedes Mal, wenn ich als einfacher Benutzer nur einen Service oder eine Applikation verwenden will, bin ich sofort voll drin im Low-Level-Troubleshooting.

 

Mir ist klar, wie technologiezentriert und nerdig das wirkt. Aber nach diversen Soft-Skills- und Management-Trainings wurde ich etwas skeptisch gegenüber den Leuten mit Großen Ideen, die den kleinen Detailarbeiter gekonnt managen oder führen.
Das Subversive Element in mir bemüht sich um ein Gegengewicht zur vorherrschenden Sicht. Es gibt Dinge, die sind 0 oder 1, richtig oder falsch. Und auch der verständnisvollste Perfektionismus relativierende Coach wird froh sein, wenn Chirurg oder Flugzeugingenieur zu perfektionistisch sind.

Im November 2015 habe ich mein Blog elkement.wordpress.com umbenannt: Von

Theory and Practice of Trying to Combine Just Anything

in

elkemental Force

Die Original-Tagline (2012) hatte versucht, alles zu vereinen, worüber ich jemals online geschrieben habe - auf den jetzt hier vereinigten Websites radices.net, subversiv.at und e-stangl.at:

Physics versus engineering
off-the-wall geek humor versus existential questions
IT versus the real thing
corporate world's strangeness versus small business entrepreneur's microcosmos, knowledge worker's connectedness
versus striving for independence.

Es geht / ging also um die ewigen Themen: Leben, Arbeit, Wissenschaft, Technik und ich. Nun wurde aus dieser Tagline

Research Notes on Energy, Software, Life, the Universe, and Everything

Damit ist mir endlich selbst klar, wie sich die Inhalte hier auf elkement.subversiv.at von jenen auf elkement.wordpress.com unterscheiden sollen (bzw. auch von meinen Beiträgen auf unserem Deutschen Blog punktwissen.wordpress.com).

Die eigentliche Physik - mit Formeln, Messdaten etc. - findet man auf den Blogs. Auf elkemental Force nehme ich weniger Rücksicht, was allgemeine Verständlichkeit betrifft. Research Notes ist genau so gemeint - es handelt sich um meine eigenen Notizen mit genau den Details, die mir zu diesem Zweck auch wichtig sind. Auf den Blogs nutze ich auch jene Funktionen, die ich in dieser spartanisch programmierten Site nicht implementieren will: Z.B. LaTex-Unterstützung oder die Darstellung von technischen Diagrammen in 'Galleries'.

Diese Artikel sind charakteristisch für meine 'neue' Linie (die sich eigentlich schon seit zwei Jahren schleichend abgezeichnet hat - als immer mehr von Wärmepumpen zu lesen war und nichts mehr von Quantenphysik):

Rowboats, Laser Pulses, and Heat Energy (Boring Title: Dimensional Analysis)
How Does It Work? (The Heat Pump System, That Is)
Half a Year of Solar Power and Smart Metering

Meine 'persönliche' Website soll hingegen genau das sein: Status-Updates in eigener Sache, Meta-Informationen, 'About Me'. Zum Ausgleich für diesen egozentrischen Ansatz teile ich die Artikel nicht auf sozialen Medien, im Gegensatz zu den Blogartikeln.

Das (der Meta-Ansatz) gilt auch für die Kategorie 'Physik'.

Von der Wirkung der theoretischen Physik - Selbstversuche

Im letzten Urlaub habe ich einige Tage lang ausschließlich der Quantenfeldtheorie gefrönt, also die Videos einer ganzen Vorlesung angesehen und Skripten dazu durchgearbeitet. Das lässt sich rationalisieren: Auch für die bodenständigeren Bereiche der Physik, mit denen ich auch 'professionell' zu tun habe wie die Wärmeleitungsgleichung, schadet etwas mathematisches Aufwärmen nicht.

Meine Motivation war aber eine andere, nämlich der ausführlich getestete Erholungseffekt solcher Sessions in stressigen Zeiten. Lang' ist's her, dass ich um 4 Uhr früh aufgestanden bin, um vor einem langen Tag als Consultant und Troubelshooter in Feynman's Physics Lectures lesen oder in meinem bevorzugten Deutschen mehrbändigen Werk der theoretischen Physik. Einerseits führt der intensive Kontakt mit den zeitlosen Formeln zu einer Abgehobenheit im positiven Sinne - zu etwas mehr Distanz zu nur scheinbar unglaublich wichtigen Brandherden.

Zusätzlich empfinde ich die Freude und Zufriedenheit am Lösen eines kleinen abgegrenzten Problems - eines Problems, das aufgrund seiner modellhaften Simplifizierung tatsächlich lösbar ist, im Gegensatz zu vielen komplexen Problemen, die auch menschliche Lebensformen betreffen.

Vor allem war die Auswirkung dieser Experimente auf die Ergebnisse der eigentlichen Arbeit an diesen langen Tagen interessant. Hier ging es um Themen, die man mit bestem holistischen Willen nicht mit Physik in Verbindung bringen konnte. Das Training in einem von Mathematik als Universalsprache geprägten Gebiet öffnet auch einen analytischeren Blick auf Bereiche, die sonst scheinbar durch Soft Skills und /oder reaktives Feuerlöschen (=Googeln von Fehlermeldungen) beherrscht werden. Ich denke jetzt an Projektmanagement und vor allem an technisches Troubleshooting jeglicher Art.

Grundlagen der Physik kann man schwer googeln, wenn man nicht weiß, wonach man suchen soll. Aber es kann - z.B. in der Fehleranalyse von Netzwerkprotokollen - effizienter und vor allem persönlich zufrieden stellender sein, die sogenannte Theorie gedanklich von A bis Z durchzugehen, dann mit den Fakten nicht idealen Welt zu vergleichen - und im Idealfall die Fehlerursache korrekt zu benennen.

Immer wenn ich mich als Hobby-Wissenschaftsblogger versuche, habe ich diese Gedankenlinie im Kopf. Mir ist bewusst, dass meine Postings zur Quantenphysik keine Meisterleistungen der anschaulichen Erklärungen waren (und für echte Experten wiederum zu simpel). Auf eine sehr indirekte Art habe ich versucht, die Wirkung von theoretischer Physik auszuprobieren. In letzter Zeit sind einige Bücher erschienen, die die die Lücke zwischen Populärwissenschaft und Lehrbüchern schließen wollen. Ich möchte Teil dieser Bewegung sein.

Die sensationellsten Dinge, in keiner bestimmten Reihenfolge

Infrastruktur-Updates - 'real'

Der Generator - vor der Installation

Infrastruktur-Updates - 'virtuell'

  • Wir haben drei Bankkonten übersiedelt. Ich habe gelernt, was ich nie wissen wollte, über die 1000 Arten, einen Lastschriftauftrag zu schicken. Mein Favorit: Das anonyme Webformular des Anbieters. Sicherheit heißt, Deine Kundennummer zu kennen!
  • Unser Ort hat einen wesentlichen Teil seiner Adresse gewechselt. Ich weiß jetzt Vieles - das ich auch nicht wissen wollte - über die Art wie Organisationen Adressen speichern. Bonus: Jede Menge menschlicher Interaktion mit vormals anonymen 'Plattformen', Support-Tickets sei Dank.

Arbeit, Leben und so

Unser Frühlingssalat

Unaussprechliche Domains

(elkement. Erstellt: 2015-12-05. Tags: Bizarres, Internet, Peinlich, Sprache, Web, Worte. Englische Version.)

Man versteht, warum große Firmen ihre Produktnamen auf Nebenbedeutungen und Verständlichkeit in verschiedenen Kulturen testen lassen.

Zumindest könnte man testweise probieren, seine E-Mail- oder Webadresse am Telefon zu buchstabieren.

e-stangl.at

...E Schtangl - ohne E vor dem L!

Auch der eigene Name eignet sich nur bedingt - gilt auch und gerade für Allerweltsnamen (Mair / Meyer / Mayer / Mayr...)

radices.net

...Mit Cee - das ist Lateinisch und heißt Wurzeln

subversiv.at

Die Ausnahme - und daher ab jetzt meine Haupt-Domain. Um es schwieriger und wieder unverständlich zu machen, wird im Hostnamen der eben betrachteten Site daher elkement verwendet anstelle des unaussprechlichen, aber bekannten WWW. (Das elkement, zu dem Google immer meint: Suchten Sie element?)

z-village.net

... der Buchstabe ZETT, dann ein Bindesstrich - und dann village, also Dorf auf English!

epsi.name

Das werde ich wahrscheinlich nie buchstabieren müssen, aber logisch wäre:

epsi... also die 4 Buchstaben Emil - Paula - Siegfried - Ida, dann Punkt und Name, also Englisch für 'Name'... aber man schreibt es eh genauso!

Die Königsklasse ist der Businessbereich, da sollte man besonders aufpassen:

punktwissen.at

... besonders, wenn es um die E-Mail-Adresse geht:

punkt ät punktwissen Punkt at. Also das Wort punkt, dann das Ät-Zeichen, dann die Worte Punkt und Wissen zusammengeschrieben, dann an Zeichen Punkt, also Dot, dann at für Österreich.

Nachdem wir beliebige Sub-Domains und E-Mail-Adressen anlegen können, könnte man den Erfolg in der Kommunikation auch noch steigern:

  • punkt@punkt.punktwissen.at
  • punkt.dot@punkt.punktwissen.at
  • punkt.at.dot@punkt.punktwissen.at
  • punkt.at.dot@punkt.at.dot.punktwissen.at

Angelehnt an die Regeln der Suchbegriffspoese:

  • Suche nach den Deutschen Artikeln auf dieser Site, auf Google, mit: site:elkement.subversiv.at/de/.
  • Öffnen jeder Seite, in der von Google diktierten Reihenfolge.
  • Auswahl eines zusammenhängenden Textschnippsels von jeder Seite. Das sind die Zeilen des 'Gedichts'
  • Ändern und Umordnen sind nicht erlaubt.

Damit wir uns immer erinnern

gesunde und rational denkende Wesen
Man soll ja in Lösungen denken, nicht in Problemen.

Ich setze seltsame Schnippsel neu zusammen
Dementsprechend wenig subversiv und humorlos
nicht nur weil ich freiwillig eine Sense verwende

in der Vergangenheit, ein Kriegszustand
inklusive dem üblichen web-philophischen Gefasel
hat einen Wert an sich

hier noch viel diskreter zu sein
Um die Fläche gut auszunutzen
Rückblickend waren die größten Brocken

Wo finden wir subversiven Elemente hier noch einen Quell der Hoffnung?
Trotzdem - oder erschütternderweise
in der glitzernden Welt des Adrenalin-Hypes
würde unserer gesamtes gesellschaftliches System zusammenbrechen

wenig bodenständige 'Internet-Poesie'
eine originelle Art, Schnee zu erzeugen
In jenem Format, das auch Alien-Zivilisationen noch in Millionen von Jahren lesen werden können

das ist kein rhetorischer Trick
Es geht um mathematische Algorithmen
Im Lauf der Jahre hat sich die geekige Leichtigkeit des Seins durchgesetzt.

unsere Doc-Emmett-Brown-artige Erfinder-Garage
Gedanken aus dem alltäglichen Untergrund des so genannten Wissensarbeiters.
Am Übergang zur makroskopischen Welt verschwinden die quantenspezifische Phänomenen

Die verdichtete Schreibweise ermöglichte auch neue Einblicke in die Struktur
der Kunstproduktion durch Recycling
die neuen Theorien zu versteckten Dimensionen und Multiversen

eine Bio-Raumsonde
Taucht nicht plötzlich ein dicker roter Pfeil von irgendwo her auf
enthält aber nichts anderes als meine persönlichen Gedankensplitter

inoffizielles Pausen-Edutainment
kein Freibrief für eine vollständige und vorsorgliche Relativierung der Idee
meiner ambivalenten Haltung

deshalb möchte ich hier virtuell meinen Hut ziehen
parallel zu den existierenden
staunenden Massen

Simple Living mit esoterisch-spirituellem Touch
wenn verschiedene Netze verschmelzen
und ein unerwartetes 'Easter Egg'

Wie mache ich etwas nachträglich noch peinlicher?
Wenn ich versuche, eine Heizungssteuerung zu hacken
was beim subversiv-nervösen Schnell-Durchklicken das charakteristische scheinbare Hüpfen erzeugt

Die neue elkementare Website ist live, vorerst noch parallel zu den existierenden Sites:

elkement.subversiv.at

Rückblickend waren die größten Brocken im Migrationsprojekt:

  • Die 'Flat-File Database Engine' - Zugriff auf Inhalte und Metadaten in Textdateien über SQL-Befehle.
  • Die Strategie für die diversen Weiterleitungen: die bisher schon verwendeten, die für eine temporäre Phase geltenden und die neuen 'schönen' URLs ohne physische Dateien,...
  • Die Migration der eigentlichen Inhalte; die Zusammenführung der bisher in den ASP-Seiten, Feed und TXT-Datenbanken getrennten Inhalte.

Nähere technische Details zu den Features siehe die letzte Englische Info zum Projekt bzw. diesen Blogartikel. Letzterer inklusive dem üblichen web-philophischen Gefasel.

Damit wir uns immer erinnern: So sahen sie aus:

e-stangl.at, vor der Migration 2015

radices.net, vor der Migration 2015

Meine Textdatei-Datenbank ist im Wesentlichen fertig - Details siehe dieses Blogposting). My noch nicht öffentliche Site hat jetzt einmal diese Features:

  • Menüleiste erstellt aus den 'Pages'.
  • Anzeige aller Postings auf der Startseite.
  • Liste der letzten Postings / Archiv in der linken Leiste.
  • Tag-Cloud in der rechten Leiste; Konsolidierung der Tag-Listen aus allen Postings.
  • Seite für Tag = Anzeige aller Postings zu diesem Tag.
  • Markieren der Kategorie des aktuellen Artikels durch Kennzeichnung der Kategorie im Menü.
  • Markierung des aktuellen Artikels in der Archiv-Liste.
  • Menüseite: Freier Text plus automatisch generierte Liste aller Postings in dieser Kategorie.
  • Automatische Erstellung des RSS-Feeds.
  • CSS Stylesheet und Responsive Design.
  • 'Schöne' URLs - ASP.NET Routing.

Aktuelle verschiebe ich mit der feinen Pinzette Textschnippsel auf die neuen Seiten / Artikel / Textdateien.

Zum Testen verwende ich derzeit ein Layout ähnlich dem meines Wordpress.com-Blogs:

elkement's neue site, noch nicht veröffentlicht.

Wir unterbrechen unser übliches Programm ...

(elkement. Zuletzt geändert: 2015-08-17. Erstellt: 2015-08-11. Tags: Ankündigungen, Web, Bloggen, Websites, Programmieren, Webdesign. Englische Version.)

Ich bin soweit:

Seit fast 15 Jahren laufen meine drei 'persönlichen Websites' auf ASP-Scripts und Textfile-Datenbanken: e-stangl.at, radices.net, and subversiv.at. In den nächsten Monaten werden ich...

  • eine neue NET-Site komplett 'von Null weg' programmieren.
  • Alle drei Sites vereinigen.

Das wird einige Zeit dauern; ich brauche wieder einmal ein Programmierprojekt 'for fun only'. Ich blogge auf zwei WordPress.com-Seiten, aber ich migriere bewusst nicht auf ein freies oder kommerzielles CMS - diese Site soll komplett neu aufgebaut werden.

Alle vorhandenen subversiven, persönlichen, und Zurück-zu-den-Wurzeln-Inhalte werden in die neue Site integriert. Mein Ziel ist auch die alten ASP-URLs soweit irgendwie möglich zu erhalten.

Allerdings bedeutet das, dass währenddessen hier keine neuen Inhalte publiziert werden, während ich mit Hochdruck (Journalistensprech) im Hintergrund an der neuen Site arbeite.

Ich werde über den Status auf meinem Blog elkement.wordpress.com berichten.

elkement nimmt ein Projekt in Angriff

Unsere Photovoltaik-Anlage

(elkement. Zuletzt geändert: 2015-06-03. Erstellt: 2015-06-02. Tags: Photovoltaik, Solarenergie, PV, Sonnenenergie, Strom, Wechselrichter, Logging, Feuerwehrschalter)

Ein Ökofreak in Österreich oder Deutschland sollte eine haben, oder?

Ich muss zugeben, unsere Argumente waren eher ökonomisch.

Wirtschaftlichkeit

Seit unserem Dachbodenumbau haben wir mit dem Gedanken gespielt: die oberen Dachflächen unseres Mansardendaches haben auch zufällig die optimalen 30° Neigung. Nachdem die Modulpreise seit Jahren sinken und mittlerweile Wechselrichter und Installation schon einen größeren Teil der Kosten ausmachen, haben wir die Anlage im Frühling 2015 endlich errichten lassen.

Unsere Überschlagsrechnung:

  • Typische Kosten in Österreich für eine fertig installierte Anlage inklusive Wechselrichter: € 2.000 / kWp
  • Auf unsere Dachflächen passen ca. 5kW, also: € 10.000 Gesamtkosten.
  • Die Dächer sind nach Süd-Ost und Süd-West ausgerichtet. Das Tool PVGIS liefert 5300 kWh Jahresertrag.
  • Wir rechnen eigentlich mit eine mehr als durchschnittlichen Eigenverbrauch durch den Bürobetrieb und die Wärmepumpe. Unser Jahresstromverbrauch beträgt ca. 7.300 kWh, davon ist ca. die Hälfte der normale Haushalts-/Bürostrom, und die andere Hälfte braucht die Wärmepumpe. Im schlechtesten Fall können wir sicher mit dieser im Vergleich zum Verbrauch gar nicht so großen Anlage immer noch mit ca. 25% Eigenverbrauchsquote rechnen (nach Auslegungsdiagrammen von SMA).
  • Wir zahlen pro kWh - Energie plus Netz plus diverse Abgaben auf kWh umgerechnet - ca. € 0,19. Wir bekommen magere € 0,06 pro eingespeisten kWh. D.h. Gewinn wird in erster Linie erzielt durch die Einsparungen der sonst anfallenden Stromkosten:
    - Bei 25% Eigenverbrauch von 5300 kW sparen wir € 252
    - Dazu kommt die Einspeisevergütung für die restlichen 75%: Immerhin doch auch € 239
  • In Summe also fast € 500 oder 5% vom Kaufpreis.
  • Die Kosten werden oft € 100 - € 200 für Versicherung und Reinigung angegeben. In unserem Fall war das Update zur bestehenden Eigenheimversicherung sehr, sehr deutlich darunter (soweit aus mehreren Änderungen an der Versicherung herausrechenbar.)

Anlagendaten

Diese beiden Dachflächen - nach SO und SW orientiert - wurden möglichst gut ausgenutzt, aber mit dem Ziel unter 5 kWp zu bleiben - damit bleibt die Errichtung der Anlage nach der Burgenländischen Bauordnung ein geringfügiges Bauvorhaben.

Google-Maps-Plan mit eingezeichneten Modulen

Module und Strings

  • Um die Fläche gut auszunutzen, wurden monokristalline Module mit je 265 Wp Leistung gewählt (aus optischen Gründen: schwarze.)
  • Da die Flächen unterschiedlich beleuchtet werden, wird ein String pro Fläche gebildet.

Wechselrichter und Logging

  • Unterschiedliche Anzahl von Modulen pro String --> der Wechselrichter muss zwei MPP-Eingänge haben.
  • Unbedingt nötig (subjektive Anforderung der Messtechnik-Freaks): Lokaler Zugriff auf die eigenen Loggingdaten - auch ohne Portal, Logging im Abstand einiger Minuten.

Nachdem wir vorerst doch noch keine Batterie planen, wird es es dreiphasiger 4,5-kW-Wechselrichter (Fronius Symo), der unter anderem sein Logfile man als CSV-File auf einen USB-Stick schreibt.

Batterie?

Natürlich ein aktuelles Thema nach den Ankündigungen von Tesla!

Mit den veröffentlichen Kosten (Einkaufspreise für Anlagenanbieter!!) von  $ 3.000 für eine 7-kWh-Batterie zur Eigenverbrauchsoptimierung rücken Li-Ionen-Batterien preislich in die Nähe von Blei-Gel-Batterien.

  • Der zusätzliche 'Gewinn' durch eine Batterie ergibt sich aus dem Unterschied zwischen Stromkosten und Einspeisetarif für jene kWh, die sich durch die Batterie zusätzlich verschieben lassen - d.h. Strom den man über die oben angeführten ca. 25% hinaus selbst verbrauchen kann.
  • Je mehr Strom man auch ohne Batterie schon untertags verbrauchen kann, umso geringer ist der Zusatzgewinn durch die Batterie.
  • Wenn wir die Angaben von SMA als Richtwerte nehmen, könnten wir bei einer Anlage unserer Größe und einer 8kWh-Batterie den Eigenverbrauch von 25% auf etwas über 40% steigern.
  • Der theoretische Höchstwert von [PV-Jahresenergielieferung] / [Stromverbrauch] kann nie erreicht werden, da im Winter der Tagesverbrauch deutlich über der PV-Lieferung liegt. Die PV-Anlage liefert im Dezember einige  kWh, die Wärmepumpe benötigt z.B. an seinem sehr kalten Tag ~35 kWh (140kWh Heizenergie bei einer Tagesarbeitszahl von 4).
  • Insgesamt ergibt sich ein zusätzlicher Gewinn von jährlich € 150 - € 300. Damit wäre eine 3000-Euro-Batterie ca. am Ende ihres Lebens amortisiert (Das ist noch keine exakte Investitionsrechnung bzw. gilt für sehr niedrige Steigerungsraten von Preisen und einem sehr niedrigen internen Zinsfuß).

Ein zusätzliches Argument für eine Batterie wäre eine Notstromversorgung. Gegen diese haben wir uns vorerst aus diesen Gründen entschieden:

  • In Österreich beträgt die statistische Dauer eines Stromausfalls pro Kunde weniger als eine Stunde im Jahr - an unserem Standort aus Erfahrung eher weniger.
  • Gerade im Winter, wenn der Strom besonders dringend benötigt würde, liefert die PV-Anlage ohnehin zu wenig Energie, um die Batterie überhaupt voll zu bekommen.
  • Für den Notbetrieb müssen Vorkehrungen getroffen werden, welche Geräte gleichzeitig am - nun vom Wechselrichter anstelle des Netzes 'betriebenen' - Wechselstromnetz laufen dürfen. Die AC-Output-Leistungen von Inselwechselrichtungen scheinen deutlich kleiner als die DC-Eingangsleistungen zu sein - bei 3 kW kann es schon eng werden mit einem starken Verbraucher.
  • Für die Überbrückung kurzer Stromausfälle und den sicheren Betrieb der wichtigsten Elektronik und Computer (Server, Switch, Router,..) reicht auch eine USV. Diese haben wir schon lange, da vor vielen Jahren pünktlich jeden Tag um 16:00 das Netz ganz kurz unterbrochen wurde.

Sicherheitseinrichtungen

Der Wechselrichter hat AC-  und DC-Trennschalter, zusätzlich gibt es einen separaten Überspannungsableiter. Wir haben außerdem die Gelegenheit genutzt, den noch nicht vorhandenen Blitzschutznachrüsten zu lassen.

Ob und wann der Feuerwehrschalter jetzt wirklich Pflicht wird, ist nicht ganz so einfach festzustellen. Momentan ist er es nicht nicht - wir haben ihn trotzdem einbauen lassen mit folgenden überraschenden Erkenntnissen:

  • Eigentlich sind es zwei Schalter: einer unten in der Nähe von Wechselrichter und Zählerkasten, einer am Dach in der Nähe der Module.
  • Schaltet man einen aus, muss man auch den anderen manuell wieder einschalten.
  • Bei einem Stromausfall wird er automatisch ausgeschaltet.
  • Erkenntnis: Auch wenn Stromausfälle sehr selten sind, sollte man den Schalter oben erreichbar anbringen. 'Normalerweise' am Dachboden, über der 'Zwischendecke'. Mangels Dachboden prangt er aber nun an der Decke.
  • Den 16:00-Spannungsabfall gibt es immer noch - der ist aber mittlerweile so gering, dass weder Computer ohne USV noch dieser Schalter davon beeinträchtigt wird.

Feuerwehrschalter

Monitoring und Zähler

Wir haben einen Zweirichtungszähler erhalten, der an sich ein Smart Meter ist (Siemens AMIS), aber mangels Anbindung an die Zentrale noch nicht als solches funktioniert. Für die Messung des Eigenverbrauches und das Verfolgen von Lastspitzen haben wir folgende Möglichkeiten in Erwägung gezogen:

  • Einbau eines zusätzlichen M-Bus-Moduls und Anbindung an unsere Steuerung (UVR1611) über einen M-Bus-Konverter. Scheitert an:
    • Das M-Bus-Modul von Siemens ist nicht mehr erhältlich.
    • Der Bus-Konverter kann nicht für elektrische Zähler verwendet werden.
  • Der Siemens-Zähler verfügt über eine standarisierte IR-Schnittstelle (OBIS / DLMS), die auch für Servicezwecke verwendet wird. Andere Netzbetreiber bieten mittlerweile diese auch als die vom Regulator geforderte unidirektionale Kundenschnittstelle an. Für den Zugriff wird ein IR-Lesekopf benötigt und ein Geräte, dass dieses Protokoll spricht - eine Lösung dafür ist von Loxone erhältlich. Das individuelle Kundenpasswort für den Zähler würden wir erhalten. Die Einbindung in das eigene Logging könnte durch das Erstellen des Logfiles auf dem Loxone-Miniserver erfolgen (und anschließenden Import der CSV-Datei - für die Daten vom Wechselrichter läuft es ja ähnlich) oder - eventuell! - durch KNX-Kommunikation zwischen UVR1611 und Loxone.
  • Der Wechselrichter unterstützt die Einbindung (s)eines Smart Meters zur Messung des Verbrauchs, installiert 'hinter' dem Zähler des Netzbetreibers. Damit wären die Eigenverbrauchsdaten im Logging des PV-Wechselrichters verfügbar (pro Phase, mit 5-Minuten-Auflösung).
  • Ein Smart Meter kann man auch unabhängig von den anderen Komponenten beschaffen  und direkt hinter dem offiziellen Zähler installieren lassen. Je nach Typ werden folgende Funktionen unterstützt:
    • Lokales Zwischenspeicherung auf dem Zähler, der auch ein Logger ist.
    • Abholen der Daten über LAN oder WLAN.
    • Echtzeitloggen vom Zähler über MODBUS oder MODBUS TCP.

Für Details zu Zählern und den Schnittstellen siehe die hier zusammengestellten Links.

Wir haben uns jetzt für ein eigenes Smart Meter mit Logger-Funktion und WLAN entschieden (EM210 von TQ-Systems) aufgrund folgender Funktionen:

  • Minimierung zusätzlicher Kabelverbindungen.
  • Logger-Funktion - damit muss das WLAN auch nicht permanent aktiv sein. EM300 aus der gleichen Serie würde zwar Echtzeit-Loggen ermöglichen über MODBUS, MODBUS TCP, oder über ein simples Webinterface, allerdings hat der gewählte Zähler ein benutzerfreundliches Webinterface, über das man 'Ad-Hoc-Messungen' machen kann (und das wahrscheinlich auch ggf. das automatisierte Abgreifen der Daten ermöglicht - für das Webinterface des Wechselrichters war das relativ einfach über Powershell möglich)
  • Erzeugung einer CSV-Datei, ohne sich zuerst in die Programmierung einer anderen Lösung einzuarbeiten (Loxone).
  • Zusatzoption: Verfolgen von Spitzen in Echtzeit über das Webinterface des Loggers.

Weitere Informationen

Die Geschichte der Anlage und ihrer Konfiguration kann man - in hoffentlich unterhaltsamerer Form - auch auf unserem Blog nachlesen.

PV-Anlage, Module auf SO-Dach

Der Unternehmer Ben Horowitz hat in seinem Buch The Hard Things About The Hard Things das Konzept der Management-Schuld vorgestellt: Um als Manager ein unangenehmes, politisch-menschliches Problem vom Tisch zu bekommen, schießt man einen Vorschlag aus der Hüfte, der das Problem kurzfristig löst - aber langfristig weitere Probleme erzeugt.

Sein Beispiel: Eine Mitarbeiterin möchte die Firma verlassen, der Manager hindert sie mit einer Gehaltserhöhung daran. Leider hat sie vorher einem Kollegen von ihren Plänen erzählt und muss jetzt ihren Sinneswandel begründen. damit weiß der Kollege, wie der Chef am besten zu erpressen ist.

Die 'Kriegsgeschichten' aus dem Silicon Valley kann das Element besser nachvollziehen als man vermuten würde - man muss nicht ein schnell wachsendes Imperium leiten, um eine solche Art Schuld einzugehen. In den Alltag des kleinen so genannten Wissensarbeiters umgelegt, nenne ich das: Soziale Schuld. Natürlich denke ich an Fragen dieser Art - an Appelle an die Hilfsbereitschaft des Selbstständigen, der nicht wie ein erbenszählenden Geizkragen dastehen will in unserer 'Sharing-Economy':

  • "Hast Du schnell ein paar Minuten, um Dir mein Problem anzusehen? Für einen Guru wie Dich ja gaaaanz sicher kein Problem" *schmeichel*
  • "Ich habe X schon zugesagt, dass Sie jetzt Y machen! Wenn sie absagen, bekomme ich die größten Probleme!"
  • "Bitte schicken Sie uns 2-3 kostenlose Konzepte und kommen sie ein paar Mal zu Detailpräsentationen vorbei!" [bis wir dann soviel Know-how von allen Anbietern haben, um das Ding alleine durchzuziehen].
  • [Als Antwort auf einen dezenten Hinweis auf kostenfreie Detailinfos 'im Internet', die andere Leute in dem Ausmaß üblicherweise positiv erstaunt] "Na, dann musst Du ja sehr gestresst sein, wenn Du für mich dann keine Zeit hast!!"

Hier nun der wieder völlig kostenfreie Selbsthilfe-Vorschlag des Management-Gurus Elkement:

  • Generall gilt: Love It, Change It, Or Leave It. Wenn eine Branche / Community / Umfeld von dieser Art Anfragen geprägt werden - eher die beiden letzteren Alternativen.
  • Mindestens einmal pro Woche innerlich vor Augen führen, was man SICHER NICHT macht (fast wichtiger als die positive Visualisierung) und nach welchen Prinzipien man handelt. Dannn beim E-Mail- / Facebook- / Telefonanschlag aus dem Nichts daraus schöpfen.
  • ENTWEDER sofort ablegen unter 'Ist halt in meine Inbox geschwemmt worden - warum auch immer', sehr knapp und gerade noch höflich beantworten, dann vergessen....
  • ODER: sachlich analysieren, ob und wie man mit seiner Kommunikation / seinem Außenauftritt eventuell solche Erwartungen geschürt hat - und langsam gegensteuern und an der eigenen Kommunikation arbeiten.

Etwas ausführlich behandelt vom Elkement in seinem Blogposting:
Social Debt (Tech Professional’s Anecdotes).

Schwierigen Entscheidungen und innere Klarheit

Letztes Jahr startetet ich eine PKI-Nostalgie-Offensive, charakteristisch dafür z.B. dieses Blog-Postings. Zufälligerweise (?) gab es 2014 auch einige Migrationen (von Windows 2008 (R2) auf 2012 (R2)) bzw. 'PKI-Runderneuerungen'. Begleitend dazu: Meine Beteiligung am Microsoft-Technet-Security-Forum (bis Ende 2014) Schwerpunkt PKI. Jahrelang hatte ich so viele Informationen in Foren gefunden - Zeit auch einmal etwas beizutragen.

Aktuell unterstütze ich einige langjährige PKI-Stammkunden punktuell bei speziellen Fragen oder größeren Umstellungen. Mein Schwerpunkt hat sich noch stärker von der Microsoft-Welt und Microsoft-PKI verlagert zum Troubleshooten seltsamer Probleme mit Zertifikaten. Auf meinem Blog erstellte ich eine Überblicksseite zu allen PKI-Postings; schrittweise wurde daraus eine Liste von IT-Security-Postings, auf der auch (für mich nicht ganz unpeinliche) Anekdoten Platz fanden, wie:

Diese Seite hat immer noch /public-key-infrastructure/ im URL, heißt aber mittlerweile Monitoring, Control and IT Security. Entsprechend ändern sich auch langsam die Kategorien auf meinen diversen Websites. Der Schwerpunkt verlagert sich weiter in Richtung: Troubleshooting von Problemen mit Protokollen, Sicherheit und Netzwerken im 'Smart Home' - sofern auch eines meiner neuen Kernthemen betroffen ist, unser Wärmepumpensystem bzw. unsere bevorzugte Steuerung.

Seit meinem ersten Posting auf dieser 'PKI'-Seite hat - Trading in Heat Pumps for IT Security? Seriously? - hat es doch etwas länger gedauert bis zur vollständigen Umsetzung. Heute starte ich keine Projekte mehr mit neuen PKI-Kunden.

Aus diesem Posting:

So I had ended up in an obscure, but thought-after sub-branch of IT security. I have gone to great lengths in this blog to explain my transition from physics to IT. However, physics, science and engineering never vanished from my radar for opportunities.
...
It is all about systems, interfaces, and connections – not only in social media and IT, but also in building technology and engineering. Actually, all of that is converging onto one big ‘cloudy’ network (probably also subject to similar chaotic phenomena as the financial markets). I am determined to make some small contribution to that.

Also auf keinen Fall Inselthemen:

Ein einsames Schloss mit unebkanntem Zweck

Leben und Arbeit

(elkement. Erstellt: 2015-05-15. Tags: Leben, Arbeit. Englische Version.)

Alle elementaren Websites und Profile ventilieren den Dufthauch einer neuen 'Kategorie: Leben und Arbeit, oder Work, Life, and Balance.

Dann sollte es auch hier endlich ein deutliches Signal geben! Ein Manifest?

Wir wollen nicht nur einen Forschungskollektor - sondern auch Tomaten-Selbstversorgung!

Kollektor und Tomaten

Wir wollen nicht nur das Webinterface unseres Wechselrichters 'hacken' - es muss auch Zeit sein, beim Energie-Ernten zuzusehen!

Zuschauen beim Energie Ernten

Due bisherige liebevoll manuell gewartete Liste wurde umgestellt auf das Abholen der Informationen aus dem punktwissen-Feed, gefiltert nach Kategorie und Autor.

Meine Artikel zu IT(-Sicherheit), Monitoring, PKI.

(elkement. Zuletzt geändert: 2016-01-29. Erstellt: 2015-05-15. Tags: Postings, Bloggen, Ressourcen, Links, IT, Monitoring, PKI, Sicherheit. Englische Version.)

Die Englische Version ist etwas umfangreicher und enthält auch meine alten PKI-Vorlesungen und PKI-lastigere Blog-Postings.

Hier liste ich alle Deutschen Blog-Postings zu IT-Sicherheit, aber auch Regelung / Steuerung, dem Internet der Dinge, Social Media und IT generell auf.

X.509-Zertifikat

Alte Weisheiten erleben eine neue Popularität: eine Mischung aus Populärpsychologie, Klassikern (vor allem) der Stoischen Philosophie, 'Lifehacking', Business- und Selbsthilfeliteratur und anekdotischen eigenen Erfahrungen erobert das Internet. Jede Schattierung ist zu finden: Von mehr Effizienz im Leben von Top-Managern bis zum Simple Living mit esoterisch-spirituellem Touch. Ich habe nun kein Klischee ausgelassen - was bleibt übrig als 'eigene' Philosophie, die man nicht empfindet als bunte Kollage von 'habe ich irgendwo gelesen'?

Irgendwann hatte ich die Idee, klassische Philosophie strukturiert zu lernen - eventuell sogar zu studieren, als Gegengewicht zur technischen Ausbildung. Davon bin ich abgekommen (und mein 'port-graduate' Studium war wieder etwas Technisches); rückblickend beschreibe ich meine Entwicklung so:

  • Als Teenager ein Anhänger des klassischen Bildungsideals: Goethes Faust, Pascales Gedanken, Viktor Frankl, Erich Fromm und Essays von Einstein auf dem Nachtkästchen. Ich bin mir nicht sicher, ob das Interesse mangels Lebenserfahrung eher theoretisch-intellektuell war.
  • Als angehende Physikerin hatte ich die umfassende Bildung vorübergehend auf Eis gelegt. Richard Feynman schreibt in seinen Physics Lectures, die Physik sei die einzige Naturwissenschaft, bei der es auf den historischen Kontext nicht so ankomme und auf eine jahrhundertelange Entwicklung.
  • Einstieg in das Berufsleben: Ohne den Kontext zur 'Philosophie' zu sehen, entwickelte ich ein Faible für 'subversive Querdenker Business-Literatur' - am besten demonstriert an The Cluetrain Manifesto. Es war die Zeit (kurz vor und kurz nach) der dotcom-Krise.
  • Mit zunehmender Berufserfahrung lerne ich Douglas Coupland schätzen: Generation X, Microserfs, 'Popliteratur' drücken den Dejavu-Charakter seltsamer Ereignisse im Alltag aus. Lebe ich in einer Simulation oder in einem Dilbert-Cartoon? Hin und wieder nehme ich echte Philosophiebücher zur Hand - aber mir fehlt ein Autor, der den ambivalenten Charakter der Arbeit zum zentralen Thema macht. Klassische Philosophie doch als Beschäftigung einer speziellen Schicht der Gesellschaft?
  • Ich entwickle mich nicht weiter - mehrfaches Studium von aus meiner Sicht für unsere Epoche klassischer Literatur wie Randy Komisar's The Monk and the Riddle - The Art of Creating a Life While Making a Living. Der Schlüssel liegt letztendlich darum, 'Philosophie' zu leben (dann braucht man auch nicht so viele Bücher zu lesen).
  • Auf der anderen Seite des Wurmlochs bin ich vielleicht heute eine Art epikureischer Gartenphilosoph (ohne die entsprechende Literatur zu kennen): Leben im Einklang mit der Natur - so abgegriffen das klingt, kleine schrittweise Verbesserungen, Verringerung von Abhängigkeiten, 'Grenzen des Wachstums', Leben und Arbeiten als ineinander verwobenen Tätigkeiten - mit dem Ziel, einen kleinen Teil der Umgebung möglichst sinnvoll zu beeinflussen, Fokus auf das Unmittelbare anstelle des Nachdenkens über (Welt-)Politik und die großen Zusammenhänge. Wichtiges Thema: Technologie als Mittel zu genau diesem Zweck - oder zur Generierung neuer Abhängigkeiten. Es ist schwierig, einen Begriff zu finden, der nicht eine Bandbreite von Assoziationen weckt, die auch ich nicht alle 100%ig unterschreiben kann.

Epikureer (Garten-Philosoph)

Mit Erstaunen stellen wir fest, dass 'Subversion' auf diesen roten Seiten bisher vor allem über Klischées aus dem Bereich der Corporate World transportiert wurde. Und über wenig bodenständige 'Internet-Poesie'.

Aber eigentlich finden wir ja ... DAS ist subversiv:

Unterwanderung. Oder: Wenn ich groß bin, werde ich eine Eierpflanze

2014 in Büchern

(elkement. Erstellt: 2015-04-01. Tags: Lesen, Bücher, Philosophie. Englische Version.)

Seit 2012 hatte ich meine Lese-'Erkenntnisse' kurz dokumentiert. Meine 2014er Bücher sollten noch auf eine sehr spezielle Art aufgelistet werden: Im virtuellen Gegenstück eines so genannten Buchrückengedichtes (Virtual Book Spine Poetry).

Diese Seite hier (auf e-stangl.at) scheint nicht mehr wirklich in das Organisationsschema für meine Webinhalte zu passen. Andererseits hatte ich meine allererste Liste hier früher übertitelt mit: Was man über Bücher sagt, sagt mehr über einen selbst aus als über die Bücher.

Letztes Jahr fielen fast alle Bücher in eine dieser Kategorien:

IT-Sicherheit, Hacker-Kultur und deren Geschichte. Nostalgischer Flashback, friedvolles Zurückblicken - oder das Gefühl, einige viele Jahre alte Anekdoten erzählen zu müssen.

Schlafforschung. Ich halte Schlaf für viel zu wenig beachtet - ich bin ein anderer Mensch, wenn ich meiner inneren Uhr folgen kann. Drei der Bücher hatte ich kurz in diesem Artikel zur inneren Uhr anlässlich des Sonntag des Grauens Ende März 2014 zusammengefasst.

Technologie - und die Auswirkungen auf Leben und Arbeit. Drei meiner Blog-Postings von 2014 können als Rezensionen durchgehen - diese Bücher treffen vielleicht den Kern eines inkonsistenten Knotens meiner Gedanken dazu:

  • Nicholas Carrs Kritik an zuviel oder falsch eingesetzter Automatisierung. Ich war Zeit meines Lebens immer in der Rolle eines technischen Spezialisten, vielleicht manchmal auch in der eines Advokaten neuer Technologien. Trotzdem kann ich Carr fast umfassend zustimmen - nicht nur weil ich freiwillig eine Sense verwende. Ich kann die Motivation der von Carr zitierten Architekten und Fotographen nachvollziehen, die freiwillig auf Software verzichten.
  • Automattics (WordPress) unkonvenzioneller Arbeitsstil und -kultur. 'Remote' zu arbeiten und 'asynchron' zu kommunizieren erscheint mir natürlich - und erstrebenswert. In der IT arbeiten wir schon lange so, aber wir haben auch begonnen, Wärmepumpenplanungsprojekte in diesem Stil abzuwickeln.
  • Douglas Couplands Generation X. Gen X’s denial or envy of their boomer parents’ values and social security, and their denial of their considerably younger siblings who are cooler and more career-oriented. Coupland - ein Seismograph gesellschaftlicher Strömungen - lässt aber am Ende Hoffnung aufkeimen.

Ein Zeichen auf dem Weg (2014)

radices wurde 2014 still und heimlich zu meiner bevorzugten Linksammlung. Nachdem ich genug Websites, Profile und Blogs habe, um ihnen einen spezifischen Zweck zuzuweisen, wird das auch so bleiben.

Der Name der Domain sollte Zurück zu den Wurzeln verdeutlichen - also Physik und Technik zum Angreifen - und eine vernetzte Struktur von Wurzeln sollte Hyperlinks und das Internet symbolisieren, das always a little bit broken ist nach Tim Berners-Lee. Über die Rückkehr zur Physik kann ich mich schon freuen - meine Links und Internet-Wurzeln benötigen noch etwas Pflege.

Das Sortieren, Klassifizieren, Aussuchen, Anordnen von Links ist etwas Dynamisches: Ich arbeite laufend mit diesen Links, aber sie bleiben auch nur sinnvoll, indem ich die Struktur immer wieder hinterfrage - und sie, vor allem für mich selbst, immer leicht anpasse. Ob das für eventuelle Leser auch einen Wert haben könnte, kann ich nicht entscheiden; die eine oder andere E-Mail lässt aber darauf schließen.

Status:

  • 2014 habe ich mich vor allem den Links zu PKI gewidmet - und unter Anderem diesselben Links bewusst ohne verwendung einer Datenbank o.Ä. auf zwei verschiedene Arten angeordnet.
  • Anfang 2015 wurden die Physik-Bücher-Links von meinem Blog hierher übersiedelt und eine neue Liste zu Ingenieurslinks gestartet.

Internet map in February 82

Eine Zeitgenössische Entwurfsansicht des gesamten Internets im Februar 1982. Die Ovale bezeichnen Sites/Netzwerke (einige bestehen dabei aus mehreren Physikalischen Netzwerken), die Rechtecke stellen individuelle Router dar, einzelne Hosts werden nicht dargestellt. Gezeichnet von Jon Postel vom Information Sciences Institute, unter dem DARPA research contract als Teil der Internet Entwicklung (Wikimedia).

Nach fast jahrelanger manueller Pflege dieser Liste wird sie Anfang 2016 auf herzlose automatische Produktion umgestellt: Die Postings in dieser Liste sind jene, die auf dem punktwissen-Blog unter der Kategorie 'Hintergrund' abgelegt werden.

Blogpostings: Physik

(elkement. Zuletzt geändert: 2016-01-29. Erstellt: 2015-02-04. Tags: Physik, Ressourcen. Englische Version.)

radices.net war vor vielen Jahren so etwas wie mein Deutsches 'Wissenschaftsblog'. Heute schreibe ich Artikel zu Themen aus der Physik auf meinem Englischen (elkement's) Blog und unserem Deutschen (punktwissen-) Blog.

Diese Seite nutze ich zur Sammlung der Links zu den Deutschen Blogartikeln. Die Englische Liste ist umfangreicher.

Physik - Urbanitzky, 1905

Ursprünglich (auf radices.net): Zum Umbau der Kategorie 'Physik' in Handfesteres.

Wir haben unsere Doc-Emmett-Brown-artige Erfinder-Garage und unser Organigramm ist der Befehlshierarchie der Sternenflotte nachgebildet. In unserem Zwei-Personen-Unternehmen gibt es den Chefingenieur und mich - den Wissenschaftsoffizier.

Entsprechend der Gewerbeberechtigung bin ich 1) Beratender Ingenieur in einem Ingenieurbüro für Technische Physik, außerdem 2) IT-Dienstleister.

Wir planen individuelle Wärmepumpensysteme mit einer speziellen Quelle - einer Kombination aus einem unterirdischen Wassertank (Eisspeicher) und einem Solarschlauchkollektor. 'IT' heißt vor allem: Reglerprogrammierung, Messdatenauswertung und Netzwerkanbindung.

Solar collector for harvesting energy from ambient air.

Ich blogge seit 2012 auf Englisch über Wissenschaft, Technik und überhaupt alles - seit 2014 sind auch unsere Wärmepumpen-Erlebnisse eine fixe 'Rubrik' und meine Bloggerei wird etwas konkret-ingenieursmäßiger und weniger quantenphilosophisch. Unser Deutsches punktwissen-'Business-Blog' (das oft nicht als solches erkannt wird) behandelt unser Wärmepumpensystem in allen Facetten.

Diese Website - radices.net - war eine Art Pseudo-Wissenschaftsblog mit philosophischem Touch. Ich baue die Site langsam um zu meiner Sammlung von Links (links ;-) ... in der Navigation), die ich oft selbst benötige. Seit Beginn 2015 sind hauptsächlich die Ingenieurs-Links dran!

Für einen ersten Überblick zum Wärmepumpensystem siehe folgende Artikel:

Und sonst... zu meinem Hintergrund:

Gelernte Laserphysikerin, Schwerpunkte im Studium Festkörperphysik, Optik und Hochtemperatursupraleitung, Materialbearbeitung mit Excimer-Lasern. Nach einem Zwischenstopp als Werkstoffwissenschaftlerin (Mikrostruktur von industriellen Stählen) folgte der Wechsel in die IT: Über 10 Jahre war mein Spezialgebiet IT-Sicherheit - im Wesentlichen technische Beratung und 'Firefighting' + ein bisschen Management.

Seit 2011/2012 habe ich dann umgesetzt, was sich im Namen dieser Website ausdrückt: radices / Wurzeln >> Back to the Roots: Mit dem Start eines Wärmepumpenprojektes im Stealth Mode und einem weiteren Studium zu erneuerbaren Energien (mit Diplomarbeit zur Sicherheit im Smart Metering, einem weiteren Versuch, meine Interessensgebiete zu verbinden).

2013 geht die erste Kundenanlage live; 2014 arbeiten wir auch 'remote' an der Planung von Wärmepumpensystemen. Auf dieser Website und den Blogs tobe ich mich weiterhin aus als Technologiejournalisten-Dilettant - und versuche, die Massen für Thermodynamik und Simulationen zu begeistern:

Eine vereinfachte Simulation zum Volumen des Eises im Eisspeicher (Englisches Posting)

Wärmepumpen und Erneuerbare Energien

(elkement. Zuletzt geändert: 2015-10-01. Erstellt: 2015-02-04. Tags: Postings, Bloggen, Ressourcen, Links, Engineering, Wärmepumpe. Englische Version.)

Auf unserem Deutschen (punktwissen-) Blog schreibe ich meistens über Simulationen zu unserem System, Messdatenauswertung, 'Big Data' und IT-Sicherheit in Zusammenhang mit unserem Wärmepumpensystem. Außerdem: Erneuerbare Energien im Allgemeinen, Grundlagen und Geschichte von Technologien, unsere Photovoltaik-Anlage und 'Eigenforschung' zu unserem Stromverbrauch:

Hydraulikschema unserers Wärmepumpensystems.

(Ein Rückblick auf die letzten beiden Monate im Untergrund des WWW)

Ein Experte ist angeblich jemand, der alle Fehler in seinem Fachgebiet schon gemacht hat. So gesehen, habe ich es jetzt geschafft. Ich kann es beweisen durch zwei ähnliche, aber unabhängige surreale Ereignisse.

1) Die Website des Subversiven Elementes wurde gehackt. Eigentlich nicht ganz, da es sich zwar um den subversiven Webserver handelte, aber um jenen URL, der auf die Website der alternativen Business-Identität des Elementes verwies.

Paranoia und Panik wurde durch einen gewissen Forscherdrang erträglich gemacht. Das Element verbrachte unzählige Stunden mit den Google Webmaster Tools. Nicht nur mit dem Entfernen von spammigen URLs aus dem Google-Cache, sondern auch mit der Statistik aller Websites, inklusive des elkementaren Blogs. Und hier wurden schauderbare Dinge offenbar:

2) Google's Begeisterung für das Elkement schien innerhalb weniger Wochen um einen Faktor 100 einzubrechen.

Es wurde analysiert und verschwörungstheoretisiert - und das zwei Mal in Überlange und auf globaler Bühne:

Ich will niemandem vom Lesen dieser spannenden Postings abhalten; die Information zum Hack sind vielleicht interessant. Vor allem sind diese aus heutiger Sicht noch richtig.

Was man von der Google-Theorie nicht sagen kann. Hier das Update mit Spannungsbogen, für elkementare Verhältnisse aber recht kurz gehalten:

tl;dr: Alle WordPress.com-Blogs wurden in den letzten Monaten schrittweise auf https umgestellt - und in den Google Webmaster-Tools muss die https-Version als separate Site hinzugefügt werden. Dort hatte sich mein Traffic versteckt.

Facepalm (7839341408)

Facepalm, Tim Green from Bradford, Wikimedia.

E auf dem Weg (Ausgabe: 2014 - ein gutes Jahr)

(elkement. Zuletzt geändert: 2015-04-01. Erstellt: 2014-12-24. Tags: Leben, Sinn, Bilanz, Zufriedenheit. Englische Version.)

Der Ausblick war ungewiss.

Elke Stangl 2014

Man kann auch stolz sein, auf den Weg der schon hinter einem liegt.

Elke Stangl 2014

Die richtige Ausrüstung und Vorbereitung macht sich bezahlt.

Elke Stangl 2014

Improvisation mit Vorhandenen ist alles!

Elke Stangl 2014

Die Rolle der richtigen Begleitung ist nicht zu unterschätzen.

Elke Stangl 2014

Tschuldigung - falsches Bild! Aber jetzt!

Wir 2014

Niemand muss mich bewundern bei meinem Sieg im Nebel.

Elke Stangl 2014

Ich erkläre Euch trotzdem die Welt!

Elke Stangl 2014

Fast 20 Jahre danach

(elkement. Erstellt: 2014-12-18. Tags: Promotion, Sub Auspiciis, Rede, Leben, Arbeit, Sinn, Rede, Nostalgie, Rückblick)

Auf dieser Website werden praktisch nur zwei Begriffe gesucht: sub auspiciis und subversiv. An den Spikes in der ansonsten eher bescheidenen Zugriffsstatistik dieser Website kann ich ablesen, wann wieder eine Promotion sub auspiciis stattgefunden hat.

Vor genau 20 Jahren, in einem kalten Dezember 1994, haben wir - zwei der zukünftigen Promovenden der Sub-Auspiciis-Class-of-1996 in London. Wir haben genetzwerkt, was das Zeug hielt. Den Abschluss der Dissertation in Reichweite stellte sich die Frage: Was dann? Ein wesentlicher Teil unserer auch in der Doktorarbeit verwerteten Forschung war Teil eines EU-Forschungsprojektes. Ich lernte mehr über Projektcontrolling, Buchprüfung und Verhandlungstaktik als mich damals - als Fan der reinen Wissenschaft - interessiert hätte. Rückblickend vielleicht die wertvollsten employable skills, die ich mir aneignen konnte. Und die zermürbende perfektionistische Paper-Schreiberei war keine so schlechte Vorbereitung auf das Verfassen politisch brisanter Dokumente.

Ein internationales angewandtes Forschungsprojekt bedeutet auch, internationale Industriebetriebe zwanglos kennenlernen zu können. Ganz abgesehen von den kulinarisch opulenten Projektmeetings in Städten wie Athen, Grenoble und Stockholm. Und in London waren wir dann, um eine schlaue Strategie auszutüfteln: gemeinsam mit einer dieser Firmen Projektanträge zu stellen (je einen pro Person) im Rahmen eines EU-Programmes namens Training and Mobility of Researchers. Warum wir uns nicht einfach beworben haben, weiß nicht mehr. Wahrscheinlich hätte dies ebenso frustrierend geendet wie die Bewerbungen bei den anderen befreundeten Projektpartnern - nachdem dieser geniale Plan A nicht aufging (Thanks - I have forwarded your application to the recruting department!). Aber ich habe soeben die ganze Spannung verfrüht zusammenbrechen lassen!

Wir haben Stunden darauf verbracht, mit steinzeitlicher EDV-Technik Textblöcke auf Vordrucken an die richtige Stelle zu bringen. Wir haben eine Referenz in einem verschlossenen Umschlag eingeholt - zum Thema: Wie erfolgreich wären wir mit diesen Projekten? Leider konnten wir den Text durch den supergeheimen Umschlag dann doch lesen, was nicht unbedingt zur Motivation beigetragen hat und zur einer optimistischen Einschätzung dieses Antrags. Was aber letztendlich völlig egal war, da wir diesen dann nie nach Brüssel geschickt hatten. Die hosting organization kam auf die Idee, mit weiteren jungen Wissenschaftlern solche Anträge auszuarbeiten. Der Finance Director hätte diese Antragslawine dann formal unterschreiben müssen. Was er nicht tat. Was mit dem heuten Wissen über Entscheidungsprozesse  in global corporations - eigentlich völlig logisch und absehbar. Quite an experience.

Also: die Zähne zusammengebissen und die Dissertation fertiggestellt! Und zwar unter Ausnutzung einer Sonderregelung: Eng verzahnte Arbeiten dürfen als ein einziges Werk abgegeben werden, wenn die Verantwortlichkeiten für einzelne Abschnitte angegeben werden. Es gab also nur eine Dissertation und nicht diese grandiose letzte Einzelleistung vor der programmierten Karriere als academic highflyer. Unter anderen darauf bezog sich auch die Betonung der Teamleistung in meiner Rede. Und auf ein ganz besonderes Team von Technikern - die legendäre Fump-Runde. Fump ist das Geräusch, das eine Colaflasche macht, wenn man den Deckel auf sehr spezielle Weise mit einer Rohrzange entfernt.

tl;dr Aber alles ging gut aus. Wahrscheinlich lag es an diesem wunderbaren Doktorhut, den unsere Kollegen uns gebastelt hatten:

Doppel-Doktorhut, Unikat
(31. Oktober 1995, Uni Linz, Institut für Angewandte Physik, nach dem Rigorosum)

Ich würde dieses Update heute nicht schreiben, wäre ich nicht in so weihnachtlich-versöhnlicher Rückblicksstimmung. Viele berufliche Stationen später kann ich meinem früheren Ich in den meisten Punkten recht geben. Diesen Unterton von Ich bin so gut und so idealistisch, die Welt schuldet mir etwas! habe ich habe hoffentlich abgelegt.

Nassim Taleb hat in The Black Swan und Antifragile überzeugend dargelegt, dass Ausreißer zu echter Zufälligkeit gehören. Versuche, die Gründe für den Erfolg von Bill Gates oder Steve Jobs zu finden, fallen unter narrative fallacy. Die Betonung von Glück und Zufall in Zusammenhang mit Höchstleistungen kann ich nur wieder betonen. Das gilt insbesondere für die schwer fassbare subjektive Anerkennung durch 'die Gesellschaft'. Dilbert-Schöpfer Scott Adams sucht in einem autobiographischen Buch How to Fail Almost Everything and Still Win Big auch nach Gründen für seinen Erfolg - und findet diese in einer Aneinanderreihung fast absurder Zufälle. Wenn überhaupt, so fruchtet die Suche nach Mustern - Patterns - ohne diese begründen zu wollen. Sollte eine 'Strategie' Erfolg haben, ist es der Versuch, in wesentlichen Entscheidungen des Lebens immer die Variante zu wählen, die mehr Optionen offen lässt. Venture Capitalist und Unternehmer-Philosoph Randy Komisar (The Monk and the Riddle - The Art of Creating a Life While Making a Living) verwirft die Suche nach der einen selig machenden Leidenschaft und setzt an deren Stelle ein Portfolio of Passions. Damit hätte ich vor zwanzig Jahren Null anfangen können. Mein vermeintlicher Frühstart als zielstrebige Studentin die weiß, was sie will hat mich nicht davor bewahrt, einige Dinge auch ausprobieren zu müssen: um beurteilen zu können, worum es überhaupt geht, in der Wirtschaft und Arbeitswelt, und vor allem um überraschende Erkenntnisse über meine eigenen Präferenzen zu gewinnen.

Abgesehen von den matrix-artigen Bewertungs-Sheets der HR-Bots als Job-Einstiegshürde oder der Selbstbeschäftigung administrativer Abteilungen mit Scorecards und Performance Reviews bewertet niemand Erfolg nach Punkten und goldenen Sternderln. (Nicht, dass ich diese Gefahren der Skill-Matrix für unsere Zivilisation und Kultur unterschätzen würde.) Ich sage gerne, ich war lange erfolgreich in jenem Bereich, in dem ich keine formale Qualifikation habe - in der IT Security. Erstens nimmt das den Dafür-hättest-aber-keinen-Doktor-in-Physik-machen-müssenen-Argumentierern den Wind aus den Segeln. Außerdem habe ich mir den Ethos der Hacker-Community zu Eigen gemacht, Andere nur nach im jeweiligen Augenblick unter Beweis gestellte Kompetenz zu beurteilen. Ich bin dankbar, dass ich genau deswegen akzeptiert wurde - von den Geeks in ihrer leicht artifiziellen Welt von Shared Offices in grau und Glas, behübscht mit Windows-XP-Häferln und leuchtenden Konferenz-Gadgets (Ja, ich bin ein Fan von Douglas Coupland). Ich hoffe, dass der grassierende Zertifizierungs-, Akademisierungs- und Qualitätswahn diesen Zugang nicht ersticken wird.

1996 hatte ich einen zunehmend brutaleren Verdrängungswettbewerb kritisiert, den eher der Skrupellosere als der Kompetentere gewinnt. In einem Kommunikationsseminar habe ich zwischendurch gelernt, wie Konflikte zustande kommen: durch Abhängigkeit. Ohne emotionale oder finanzielle Abhängigkeit gäbe es keine Probleme in Familien oder im Job. Der Theorie nach gibt es drei mögliche Reaktionen: Flucht, Kampf, oder die optimale Win-Win-Situation. Ich denke, es gibt die offensichtlichere Lösung der Suche nach der Ursache der Abhängigkeit und ihrer Auflösung. Das ist pragmatisch gemeint, und nicht spirituell.

Ich bin mittlerweile seit neun Jahren selbstständig, als stolze 50% unseres Zwei-Personen-Unternehmens: Als IT-Unternehmen gegründet mit sehr speziellen Schwerpunkten (meiner: Public Key Infrastructure) zu einem perfekten Zeitpunkt, deutlich vor der Wirtschaftskrise, aber mit genügend Branchenerfahrung und Reputation. Kurz vorher hätte ich die Option gehabt, wieder in die Wissenschaft zurückzukehren - und habe nach einer schlaflosen Nacht ein ehrenvolles Angebot abgelehnt. Das Thema wäre aus damaliger Sicht perfekt gewesen - an einer Schnittstelle zwischen Physik und IT Security. Aber mein Bauchgefühl und eine Plus-Minus-Liste sagte mir, dass die Art wie ich arbeite mindestens so wichtig ist wie ein packendes Thema.

Einige Jahre, viele Flugkilometer und mehr oder weniger aufregende Geschichten von Live-Implementierungen und heldenhaften Rettungsaktionen (... das war jetzt noch nicht die gewünschte Art des Arbeitens! ...) hatte ich in der Weihnachtspause 2010 diese fadenscheinige Aus-persönlichen-Gründen-muss-ich-leider-E-Mail immer noch nicht geschrieben. Aber wenn man anfängt Leute zu beneiden, die die Wirtschaftskrise oder gesundheitliche Gründe zu einem Neustart gezwungen haben - dann kann etwas nicht stimmen.

Der Plan, soweit vorhanden, war: Zurück zu Wurzeln, Technik wieder mehr zum Angreifen, weniger Kerosin verbrennen, sinnvolle Projekte statt armen Hamsterkollegen im Rad zu helfen, die politische Deadline zu schaffen in dem eine Sicherheitsinfrastruktur bis zum Tag X fertig ist. Unterschätzt habe ich den persönlichen Wert der Security-Community für mich - siehe oben - und mich ins Unbekannte gestürzt: Unser Hobby-Projekt eines Wärmepumpensystems mit Eisspeicher wird zu einem strategischen Forschungsprojekt (komplett ohne Förderungen, worauf wir sehr stolz sind), und ich begann 'post-graduate' noch ein Masterstudium an der Fachhochschule Burgenland. Energietechnik von der Pike auf lernen. Ich habe somit an der Uni und an der FH studiert, und auch an diesen Organisationen unterrichtet - wenn auch nicht in der erwarteten Reihenfolge.

Auch wenn ich es damals negativer gemeint habe, ich glaube es immer noch: Eine wichtige Erkenntnis, die ich daher aus einigen Jahren wissenschaftlicher Tätigkeit gewonnen habe, ist, dass man nie eine Arbeit in Angriff nehmen sollte mit dem Ziel, irgendwann dafür Anerkennung zu erhalten. Heute erlebt ja die Stoische Philosophie - und antike Philosophie generell - eine Renaissance, von der ich hoffe, dass sie nicht zu sehr in einem Management by [Irgendwas] enden wird.

2014 war ein Jahr ohne Planung und ohne Erwartungen. Increasing Success by Lowering Expectations. Letztes Jahr hatte ich mein Studium abgeschlossen. Ja, eh, wieder mit goldenen Sternderln. Dann ein Aufblitzen von akuter Geek-Nostalgie... wenn nur in kleinen Dosen konsumiert,  genieße ich jede Sekunde der Security-Projekte. Der neue Geschäftszweig wächst, sehr langsam, aber doch. Kunden finden tatsächlich unser so genanntes Business-Blog lesen: dieses ist nicht immer als solches erkennbar nach Aussagen von Bekannten (Ach so, ich dachte, das ist Privatvergnügen?), aber seelenverwandte Tüftler und Siedler fühlen sich angesprochen.

Was würde ich meinem früheren Ich sagen? Konnte ich meine naive Vision von der Verbesserung der Lebensbedingungen auf diesem Planeten leben?

Ich konnte meinen ökologischen Fußabdruck deutlich verkleinern durch praktisch Null Flüge und den Umstieg auf Remote-Abwicklung von Projekten. Das gilt auch für die Wärmepumpenplanung! Im Gegenzug hat sich meine Work-Life-Balance unglaublich verbessert - wobei es nicht um die Trennung von 'Leben' und 'Arbeit' geht. Ich habe keinen Stress mehr. Ganz laut traue ich mich das fast nicht zu sagen - nur auf dieser Website, die keiner liest.

Ich arbeite an einer ungewöhnlichen Kombination von Spezialgebieten -  digitale Zertifikate und Wärmepumpen mit ungewöhnlichen Wärmequellen - eine Konsequenz einer langen Entwicklung. Lange habe ich versucht, die Verbindung zu erklären - Smart Grid, Infrastruktur hacken, Steuerungen (speziell letztere sind auch unser Thema). Aber das Beste ist eigentlich, es nicht mehr erklären zu müssen. Ich schätze die kurze Feedbackschleife: Kunde braucht etwas, wir liefern es. Keine Grundlagenforschung / keine Rocket Science, dafür auch keine Abhängigkeit von Fördergeldern. Nach einer langen Zeit von hektischem Training-on-the-Job und dann der Rückkehr auf die Schulbank fühle ich mich wieder als gemütlich selbst lernender Dilettant im eigentlichen Sinn des Wortes.

Wieder eine akademische Feier - 2013 in Pinkafeld
(18. Oktober 2013)

Persönliche Website von Elke Stangl, Zagersdorf, Österreich, c/o punktwissen.
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